Thanksgiving: Truthahn, Süßkartoffeln & Kürbiskuchen

Thanksgiving: Zutaten für ein Erntedankfest auf Amerikanisch

Anders als in Deutschland ist in Amerika das Erntedankfest nicht nur ein gesetzlicher Feiertag, sondern auch eine der wichtigsten familiären Feierlichkeiten des Jahres. Traditionell kommt an Thanksgiving die Familie zum großen Thanksgiving -Essen zusammen. Begleitet wird dieser Festtag auch von medialen Zutaten wie der Thanksgiving-Day-Parade und natürlich vom Volkssport American Football.

Thanksgiving

Thanksgiving wird in den USA jedes Jahr am vierten Donnerstag im November gefeiert. Thanksgiving erinnert an das Pionierleben der Pilgerväter und ist sehr nationalistisch ausgeprägt. Das klassische Dinner an Thanksgiving besteht aus Zutaten wie:

  • gefülltem Truthahn, dem Roasted Turkey
  • Cranberry-Soße
  • Süßkartoffeln
  • Gemüsesorten wie Erbsen, Rosenkohl und Mais
  • traditionellem Apfelkuchen (Apple Pie) oder Kürbiskuchen (Pumpkin Pie)

Als Vorspeise zu einem solchen Dinner an Thanksgiving passt dazu hervorragend eine Kürbissuppe.

Zu Thanksgiving gehört Truthahn

Vom traditionellen Truthahnbraten können an Thanksgiving je nach Größe des Vogels 12 bis 16 Esser ohne Probleme satt werden. Kein Wunder - wiegt ein Truthahn in der Regel zwischen acht und 15 Kilogramm. In Deutschland scheitert der Truthahnbraten deshalb meist schon am zu kleinen Ofen, der mit amerikanischen Maßstäben und Küchen meist nicht mithalten kann.

Dabei lohnt es sich, ein traditionelles Essen an Thanksgiving auch in einer deutschen Küche zuzubereiten, denn es ist schlichtweg köstlich. Die Kombination von knusprigen Braten, leckerer Füllung und den teilweise süßen Beilagen und Zutaten ist ein echtes Geschmackserlebnis, das man sich mal gegönnt haben sollte. Vor allem alle, die ansonsten Zweifel an der amerikanischen Küche hegen, sollten den typischen Zutaten eines Dinners an Thanksgiving eine Chance geben - passende Rezepte finden Sie auf der nächsten Seite.

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Gefüllter Truthahn vom Grill

Der Kumpel kommt aus Brandenburg und hat sich bis vor kurzem knapp 15 Kilo angefuttert. Damit der auf den Grill passt, hab ich ein Drehspießaufsatz mitgebracht. Vorher marinieren wir ihn und füllen ihn natürlich, damit er richtig schön Geschmack annimmt, richtig schöne Kraft hat. Und dann lassen wir ihn so circa 4 1/2 Stunden ziehen und dann nehmen wir ihn runter und tranchieren ihn. Dann fangen wir mal an mit der Füllung. Ihr seht den Riesenvogel, das dauert ein bisschen, wir sehen uns später wieder.

Unsere Brötchen, ein rote Zwiebel in feine Würfel schneiden. Petersilie feinhacken. Mit Bacon zusammen ein bisschen anschwitzen, ein bisschen Milch dazu. So den Bacon und die Zwiebeln hab ich jetzt schon schön angeschwenkt, mit Milch ein bisschen abgegossen und leicht aufköcheln lassen, dass die schön warm ist. Die gebe ich jetzt über die Brotkrümel rüber. Hier sieht man schön den Bacon. Wichtig ist bitte bei einer Muskatnuss, schön frisch reiben. Also eine ganze Nuss nehmen, eine feine Reibe und dann geht die Nuss hier ab. Und jetzt kommen unsere Eier rein.

Kurz abkühlen lassen und dann richtig schön mit den Händen vermengen. Die genauen Zutaten findet ihr dann wieder hier bei uns auf der Seite im Rezept. Bei mir ist die jetzt fertig. Wenn die so schön klebt, richtig schön saftig ist, ist sie fertig und der Vogel ist bereit zum Füllen. Ein bisschen Öl rüber, wieder gut einreiben überall, sodass unsere Trockenmarinade richtig schön dran haften bleibt. Wichtig ist, dass der Truthahn sich schön wohlfühlt. Deswegen kriegt er von mir eine richtig schöne Wohlfühlmassage.

Hinten schön die Filets noch mal einreiben, noch mal die unteren Schenkel, den Hintern. Und jetzt kommt unserer Trocken-Rub wieder rauf. Dann sieht er aus, wie ein richtig tolles Hähnchen, bloß 10-mal so groß. Eine klassische Standardmischung, Salz, Pfeffer, Paprika und ein bisschen Kurkuma, Rosmarin. So, und jetzt ist es wichtig, den Truthahn von innen zu marinieren. So macht es sich ein bisschen blöd, ihr könnt ihn ruhig so hinstellen, als ob er ein Kopfstand macht. Geht leider nicht anders, aber das ist wichtig. Und jetzt richtig schön innen drin richtig viel reingehen und an den Seiten schön verteilen.

Jetzt füllen wir den Vogel. Das ist auch gleichzeitig unsere Beilage. Das ist ja nichts anderes, wie ein Serviettenknödel, bloß, dass wir den Truthahn außen rumgewickelt haben. Füllung drin und ab auf den Spieß damit. Wichtig ist, dass ihr den Truthahn zusätzlich noch mit einem Edelstahldraht schön an dem Spieß fixiert, damit der nicht anfängt herumzueiern oder gegebenenfalls sogar runterfällt, was nicht unbedingt passieren wird, weil wir ja den Spieß durch haben. Aber er sollte schon richtig fest am Spieß befestigt sein.

Die Seite ist soweit. Bitte ein kleines Messer als Hilfe nehmen, hier vorsichtig ein kleines Loch durchpieksen,. Andere Seite auch. Und jetzt den Draht durchführen. Jetzt einmal nach oben, sodass die Flügel richtig schön eng anliegen und immer so rum schlagen. Jetzt muss ich noch mal nachziehen, dass sie richtig schön eng liegen, damit der überhaupt keine Chance hat irgendwie rumzuwackeln. Den Draht hier zusammen machen und auf den Rücken verschränken. So ist er fertig und so kommt er jetzt auf den Grill.

Den Drehspießaufsatz könnt ihr euch im Fachhandel dazu kaufen, passend zu dem Grill. An der Seite ist ein Motor, der ist elektrisch. Ich hab einfach keine Lust ihn dauerhaft so zu drehen, er wackelt ein bisschen, das ist ganz normal, lässt sich nicht vermeiden. Deckel drauf, so circa 4 1/2 bis 5 Stunden ziehen lassen bei 180 Grad. Dann nehmen wir ihn runter, tranchieren ihn und dann wird es lecker. Hier an der Seite befindet sich unsere Deckelöffnung, die dient dazu, dass wir eine Zirkulation erzeugen, ähnlich wie beim Kamin. Wir haben jetzt hier eine indirekte Hitze eingerichtet, wo unser Truthahn drin liegt.

Vorne hier bei mir ist Kohle, hinten ist Kohle und in der Mitte ist eine Tropfschale. Die Hitze steigt nach oben und fängt so an zu zirkulieren. Dabei ist wichtig, dass die Deckelöffnung über der indirekten Zone ist. Weil wenn ich die über die direkte Hitze lege, also so, dann heizt die eine Kohle zu hoch, sie bekommt also zu viel Sauerstoff, wir haben den Kamineffekt und dann würde die Seite zu schnell verbrennen und die andere Seite sogar ausdrücken, weil wir zu viel Hitze erzeugen und Warmluft steigt ja nach oben. Deswegen bitte immer drauf achten, wenn ihr indirekt grillt, die Deckelöffnung in die indirekte Zone zu legen. Bis später mein Kleiner.

Deckel vorsichtig öffnen. Ja, jetzt sieht er gut aus. Bevor ich mich hingelegt hatte, habe ich ihn leicht eingeölt, mit ein bisschen Paprika versetzt. Deswegen haben wir hier jetzt eine schöne Färbung. Superlecker. Den nehme ich jetzt runter. Der ist ganz schön schwer, also schön aufpassen. Runter nehmen.

Hier haben wir jetzt unser Vögelchen. Ich werde mir jetzt einfach mal eine Scheibe gönnen. Und zwar setze ich den Schnitt hier vorne an, ganz vorsichtig. Das sieht sehr gut aus. Butterzart. Dazu noch eine schöne Beilage, Süßkartoffelstampf, ein bisschen Gemüse oder so. Wir haben jetzt hier einen 15-Kilo-Truthahn, so 250 Gramm pro Person und dann könnt ihr euch ausrechnen, wie viel Leute ihr braucht, um den Vogel zu verzehren.
Von: Marc Balduan, Länge: 7:02 Minuten, Aufrufe: 13.920

Das Rezept zum Video:

Die Rezepte für die Füllung für den Truthahn können von den Zutaten her ganz unterschiedlich sein. Von der an Thanksgiving traditionellen Variante „Corn Bread Stuffing", die aus den Zutaten Maisbrot, Eiern, Petersilie, Sellerie und Zwiebeln besteht, über die Zugabe von Speck oder Äpfeln bis hin zu Zutaten wie Maronen, Aprikosen oder Rosinen.

Nach dem Füllen mit den ausgewählten Zutaten wird der Truthahn innen und außen gesalzen und gepfeffert, bevor er etwa eine Stunde bei 200°C im Ofen verbringt und währenddessen immer wieder mit Brühe benetzt werden muss. Anschließend wird die Temperatur reduziert - auf etwa 110-120°C. Pro Kilogramm braucht der Truthahn circa eine Stunde - ein großer Truthahn muss also entsprechend früh in den Ofen wandern.

Tranchiert wird der Truhthahn in den USA an Thanksgiving traditionell vom Hausherrn, und zwar am Tisch und nicht in der Küche. Jemand, der hier noch gar keine Übung hat, sollte dies vielleicht aber lieber in der Küche und nicht vor den Augen der Gäste tun.

Auf der nächsten Seite finden Sie Rezepte und Zutaten für typisch amerikanische Gerichte an Thanksgiving.

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