Martinstag: Leckereien von Weckmann bis Martinsgans

Martinstag feiern: traditionelle Gerichte und Gebäck

Jedes Jahr wird am 11. November der Martinstag gefeiert - mit Laternenumzügen, Martinssingen, der traditionellen Martinsgans und süßen Leckereien von Weckmann bis Martinsbrezel.

Martinstag

Der Martinstag ist dem Heiligen Martin gewidmet, der als römischer Soldat einem Bettler in einer kalten Winternacht die Hälfte seines Mantels schenkte. Zahlreiche Lieder und Geschichten erzählen auch heute noch von der Güte des späteren Bischofs von Tours. Zu Ehren des Heiligen Martin werden vielerorts um den 11. November herum Laternenumzüge veranstaltet, bei denen ein als römischer Soldat verkleideter Mann auf einem Pferd voran reitet gefolgt von zahlreichen Kindern mit bunten Laternen. Neben den traditionellen Umzügen gibt es zum Martinstag außerdem je nach Region spezielles Gebäck, wie Weckmänner, Stutenkerle oder Brezeln, sowie delikate Gerichte, wie Martinsgans oder rheinischen Döppekooche.

Video-Player wird geladen ...
Von: Carsten Dorhs, Länge: 23:01 Minuten, Aufrufe: 67.748

Das Rezept zum Video:

Martinstag: die Martinsgans als festlicher Genuss

Ein weit verbreitetes Gericht zum Martinstag ist die Martinsgans - ein Gänsebraten wie man ihn auch zu Weihnachten gern serviert. Warum es gerade eine gebratene Gans zum Martinstag gibt, ist nicht ganz klar. Eine Legende besagt, der Mönch Martin habe sich in einem Gänsestall versteckt, als man ihn zum Bischof weihen wollte. Die Gänse schnatterten aber so aufgeregt, dass er entdeckt und schließlich doch noch zum Bischof von Tours geweiht wurde. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Martinsgans auf die jährlich anfallende Lehnspflicht der Bauern zurückgeht, die am Martinstag fällig wurde. In der Regel bestand die zu leistende Abgabe aus Naturalien, häufig einer Gans, die dann gleich als festlicher Braten zu Ehren des Heiligen Martin verspeist wurde.

Wie auch die Weihnachtsgans wird die Martinsgans traditionell mit Beilagen wie Rotkohl, Bratapfel sowie Semmelknödeln oder Kartoffelklößen serviert.

Martinstag Zuckerbrezel

Am Martinstag Weckmann, Zuckerbrezel und Co. backen

Jedes Jahr im November zu St. Martin locken wieder süße Gebäckspezialitäten in den Auslagen der Bäckereien. Besonders Kinder lieben die zu Weckmännern, Stutenkerlen oder Zuckerbrezeln geformten Hefeteilchen. Je nach Region werden diese mit Zucker, Puderzucker, Rosinen bzw. Mandeln, kleinen Lutschern oder auch einer Pfeife aus Gips dekoriert.

Am besten schmeckt das Hefegebäck natürlich ganz frisch, sodass es sich lohnt, die luftigen Teilchen auch einmal selbst zu backen. Dazu stellt man einen einfachen Hefeteig her, wie man ihn auch vom Hefezopf oder süßen Brötchen kennt. Dieser wird nach der Gehzeit in die gewünschte Form gebracht, ob als Weckmann, Stutenkerl oder Brezel. Danach sollte er noch einmal ruhen und mit etwas verquirltem Ei bestrichen werden, bevor er in den Backofen wandert. Wer mit Nüssen und Rosinen oder einer Pfeife dekorieren möchte, kann diese vor dem Backen in den Teig stecken. Wenn das Hefegebäck eine schöne goldbraune Farbe hat, ist es fertig und kann nach Belieben noch mit feinem Zucker oder Puderzucker garniert werden. Wem die Herstellung eines Hefeteigs zu lange dauert, kann auf einen süßen Quark-Öl-Teig zurückgreifen. Dieser lässt sich direkt nach dem Kneten formen und zu saftig-süßen Gebäckteilchen backen.

Je nach Region werden zu St. Martin auch Kekse oder süßes Gebäck in Gänseform bzw. Laugenbrezeln gebacken. Für die Kekse eignet sich ein klassischer Mürbeteig, wie man ihn auch für Butterplätzchen verwendet. Man kann aber auch Hefeteig oder süßen Quark-Öl-Teig dünn ausrollen und mit entsprechenden Formen ausstechen bzw. mithilfe einer Schablone ausschneiden.

Auf der folgenden Seite finden Sie passende Rezepte rund um die traditionellen Leckereien zum Martinstag - vom Weckmann über Zuckerbrezeln bis hin zu knusprigem Gänsebraten.

Autor:
Sie haben Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprechen Sie uns an, im Magazin-Forum.

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren.
Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.