Martinsgans: ein Festessen

Martinsgans: Traditionell essen am Martinstag

"Sankt Martin, Sankt Martin..." – als Kind freut man sich am meisten auf die Laternenumzüge und das Martinssingen, als Erwachsener hat man die Lieder auch gleich im Ohr, aber jetzt steht etwas anderes im Vordergrund: die Martinsgans, die traditionell am 11. November zum Martinstag gegessen wird. So gelingt das Festessen.

Martinstag

Der Martinstag ist dem Heiligen Martin gewidmet, der als römischer Soldat einem Bettler in einer kalten Winternacht die Hälfte seines Mantels schenkte. Zahlreiche Lieder und Geschichten erzählen auch heute noch von der Güte des späteren Bischofs von Tours. Zu Ehren des Heiligen Martin versammeln sich vielerorts rund um den 11. November Groß und Klein zu Laternenumzüge, bei denen ein als römischer Soldat verkleideter Mann auf einem Pferd voran reitet, gefolgt von zahlreichen Kindern mit bunten Laternen. Neben den traditionellen Umzügen gibt es zum Martinstag außerdem traditionelle Gerichte, wie die Martinsgans.

Martinsgans: Ein Festtagsessen

Ein weit verbreitetes Gericht zum Martinstag ist die Martinsgans – ein Gänsebraten wie man ihn auch zu Weihnachten gern serviert. Warum es gerade eine gebratene Gans zum Martinstag gibt, ist nicht ganz klar. Eine Legende besagt, der Mönch Martin habe sich in einem Gänsestall versteckt, als man ihn zum Bischof weihen wollte. Die Gänse schnatterten aber so aufgeregt, dass er entdeckt und schließlich doch noch zum Bischof von Tours geweiht wurde. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Martinsgans auf die jährlich anfallende Lehnspflicht der Bauern zurückgeht, die am Martinstag fällig wurde. In der Regel bestand die zu leistende Abgabe aus Naturalien, häufig einer Gans, die dann gleich als festlicher Braten zu Ehren des Heiligen Martin verspeist wurde.

Video-Player wird geladen ...
Von: Carsten Dorhs, Länge: 23:01 Minuten, Aufrufe: 86.642

Das Rezept zum Video:

Martinsgans als festlicher Genuss

Ob gefüllt, fein gewürzt oder Gänsekeulen, eine Gans zu servieren, ist etwas Besonderes, das man nicht alle Tage macht. Dennoch oder gerade deswegen lohnt es sich, sich die Zeit zu nehmen, sich und seiner Familie oder seinen Freunden dieses besondere Essen zu servieren. Je nach Anzahl der Gäste ist es besser, entweder eine Gans zu servieren oder mehrere Gänsekeulen. Als Beilage zu Gänsen reicht man traditionell Rotkohl, Bratapfel sowie Semmelknödel oder Kartoffelklöße.

Tipps für den perfekten Gänsebraten
Für eine knusprige Haut der Gänse: Gans mit Salzwasser, Öl und Paprikapulver oder Honig einpinseln. Auch einige Minuten unter der Grillstufe lässt die Haut der Gänse knusprig werden
Außen kross und innen saftig werden Gänse, wenn sie auf dem Rost garen, so kann das Fett abtropfen
Gans am Schluss mit Alufolie abdecken, damit die Gans nicht austrocknet
Eine Füllung sorgt für Aroma, zum Beispiel Maronen, Kürbis oder Äpfel
Beifuß macht die fette Gans bekömmlicher

Auf der folgenden Seite findet ihr passende Rezepte für den knusprigem Gänsebraten.

Autor:
Du hast Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann nutze bitte unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprich uns gerne im Magazin-Forum an.

Kommentare

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren.
Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.