Zimtsterne – würzige Weihnachtsplätzchen ohne Mehl

Zimtsterne – die Stars in jeder Plätzchendose

Zimtsterne sind ein echter Klassiker der Weihnachtsbäckerei und dürfen auf keinem Plätzchenteller fehlen. Ursprünglich kommt das Rezept für die würzigen Plätzchen aus Schwaben, aber inzwischen sind sie in ganz Deutschland und darüber hinaus beliebt. Die meisten Rezepte für Zimtsterne kommen sogar ganz ohne Mehl aus!

Zimtsterne selbst gemacht

Das ursprüngliche Rezept für Zimtsterne

Rezepte für Zimtsterne gibt es viele. Das klassische Rezept für Zimtsterne ist jedoch ganz minimalistisch und beinhaltet lediglich Eiweiß, Zucker, Mandeln und Zimt. Seinen Ursprung hat dieses Rezept in Schwaben. Manches Rezept für Zimtsterne listet auch Mehl als Zutat, allerdings darf es im Rezept höchstens 10% der Gesamtmasse ausmachen. Für die Zubereitung der Zimtsterne schlagen Sie einfach den Puderzucker mit dem Eiklar zu einer steifen Eischnee-Masse und heben gehackte Mandeln, eine Prise Salz und Zimt unter. Die Masse, die sich mit diesem Rezept herstellen lässt, sollte sich gut ausrollen lassen, damit die Sterne gleichmäßig dick ausfallen. Vor dem Ausstechen wird sie mit Eiweißglasur bestrichen. Das Besondere bei der Zubereitung im Ofen ist, dass die Zimtsterne nur bei schwacher Hitze gebacken werden. Die Eiweißglasur soll nicht gerinnen und keine Farbe annehmen.

Schöne, leckere Zimtsterne: Bildlich gesprochen

Weil Weihnachten ist, und weil anschauliche Anleitungen immer eine feine Sache sind, haben wir hier nochmal das klassische Rezept für Zimtsterne in einer besonders hübschen Variante für unsere Leser erläutert. Als Rezept in Form eines Comics nämlich! Wer sich das Comic in großer Auflösung als PDF herunterladen möchte, schaut mal unter www.chefkoch.de/rezept-comics vorbei. Dort gibt es auch den Link zum Rezept, wie es vor vielen Weihnachten im Schwabenland erfinden wurde.

Anleitung als Comic zum Backen von Zimtsternen

Zimtsterne: Ein Rezept, viele Varianten

Alternativ zu den gängigen Mandeln kann man auch gemahlene Haselnüsse für das Rezept verwenden. Manch einer hackt die Nüsse nur, statt sie vollständig zu zermahlen – so werden die Zimtsterne besonders knackig.

Kreative Variationen der Rezepte sind natürlich erlaubt: Ein Schuss Rum oder Kirschwasser, Pflaumenmus oder Johannisbeergelee im Teig stehen dem Zimtstern besonders gut. Für eine gewisse Frisch sorgen Zitronenschale oder Zitronensaft. Auch Orange passt harmonisch zum Geschmack der beliebten Plätzchen.

Auch bei den verwendeten Gewürzen kann man je nach Rezept variieren: Lebkuchengewürz oder gemahlene Nelken passen hervorragend zum Zimt. Nelken, Zimt und all die anderen leckeren Weihnachtsgewürze sind dabei nicht nur sehr aromatisch, sie fördern auch die Gesundheit. Nelken sollen beispielsweise einen schmerzlindernden Effekt haben und werden oft bei Zahnschmerzen eingesetzt. Zimt wird unter anderem nachgesagt, vorbeugend gegen Diabetes zu wirken und den Stoffwechsel anzukurbeln. Früher hielt man Zimt aufgrund seiner heilenden Wirkung sogar für wertvoller als Gold. Allein der Geruch von Zimt hebt die Laune und steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Besonders lecker schmecken Zimtsterne mit Marzipan – Rezepte mit gemahlenen Mandeln sind einfach köstlich und der Teig wird beim Backen nicht so schnell hart, wie bei den traditionelleren Verwandten.

Der krönende Abschluss ist die Glasur – aus Eiweiß und Puderzucker kann man eine steife Eiweißglasur schlagen, die man vor dem Backen auf die Sterne verteilt.

Wenn Sie nach dem Backen der Zimtsterne nicht wissen, was Sie mit dem übrig gebliebenen Eigelb machen sollen, können Sie es auch einfach für weitere Rezepte verwenden. Beispielsweise zum Backen von Plätzchen mit Mürbeteig. Hier bieten sich Butterplätzchen oder Vanillekipferl an. Es gibt zahlreiche Rezepte, und durch solche Vielfalt wird der Plätzchenteller immer voller, für jeden Geschmack ist etwas dabei und das große Naschen kann beginnen.

Tipps & Tricks für feine Zimtsterne

Um Ihnen das Backen der Zimtsterne so einfach wie möglich zu machen, haben wir Ihnen nachfolgend einige Tipps und Tricks zusammengestellt, damit die köstlichen Weihnachtsplätzchen garantiert gelingen.

Klebriger Teig? Kein Problem

Der Teig für Zimtsterne ist recht klebrig – wie immer bei klebrigem Teig empfiehlt es sich, beim Ausrollen Backpapier oder Frischhaltefolie auf die Teigmasse zu legen. So bleibt der diese nicht am Nudelholz kleben und man kann viel einfacher arbeiten. Außerdem kann man so beim Ausrollen weniger Mehl verwenden und die Zimtsterne werden nicht so schnell trocken. Wenn Sie den Teig in einen großen Gefrierbeutel (6 Liter) geben, können Sie ihn ebenfalls klebefrei ausrollen.

Zimtsterne für den Plätzchenteller

Zimtsterne stressfrei ausstechen und backen

Bevor Sie mit dem Ausstechen der Zimtsterne beginnen, sollten Sie die ausgerollte Teigmasse für einige Zeit in den Kühlschrank geben. Gekült klebt sie weniger und lässt sich leichter ausstechen. Wenn Sie die Ausstechformen gelegentlich in Puderzucker drücken, klebt der Teig auch nicht an ihnen fest. Mit einem breiten Küchenmesser können Sie die fertigen Zimtsterne auf das Blech befördern und auf der mittleren Schiene backen. Schieben Sie nach Möglichkeit immer nur ein Blech Zimtsterne gleichzeitig in den Ofen. Lassen Sie den Ofen vor der nächsten Fuhre ein wenig abkühlen – Zimtsterne brauchen keine große Hitze.

Wenn die Zimtsterne zu lange im Ofen sind, werden sie steinhart und trocken. Da nützt auch das beste Rezept nichts. Sie sollten den Ofen daher immer gut vorheizen und die Zimtsterne nicht aus den Augen lassen. Die Zimtsterne sind fertig, wenn sich ihr Boden langsam braun färbt – beim Abkühlen werden die anfangs noch etwas weichen Zimtsterne fester.

Der perfekte Guss

Ein glänzender Guss für Ihre Zimtsterne gelingt am besten, wenn Eischnee und Puderzucker nicht zu stark verrührt werden. Der Puderzucker sollte nur vorsichtig untergehoben werden, da der Guss sonst zu fest wird und die Zimtsterne nicht glänzen können. Eine gleichmäßige und zähflüssige Mischung aus Puderzucker und Eiklar ist genau richtig. Es sollten keine Klümpchen vom Zucker mehr zu sehen sein. Zum Schluss können Sie noch einen Schuss Zitronensaft dazu geben

Zimtsterne selbst gemacht

Zimtsterne zu hart? So werden sie wieder weich

Da Zimtsterne ohne Butter gebacken werden, kann es schnell passieren, dass sie zu hart werden. Wenn Sie zu viel Eiweiß und Puderzucker für den Guss verwenden, aber dafür zu wenig Puderzucker und Eiweiß für den Teig übrig haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Zimtsterne zu hart werden. Für die richtige Mischung benötigen Sie mindestens zwei Drittel des Eiweiß-Puderzucker-Gemischs.

Lagern sollten Sie Zimtsterne nur in Blechdosen mit lose aufgelegtem Deckel. Zimtsterne brauchen Luftfeuchtigkeit, damit sie nicht trocken und hart werden. Richtig verpackt haben Sie bis zu einem Monat Freude an Ihren selbstgebackenen Zimtsternen.

Wenn Ihre Zimtsterne doch einmal zu hart geworden sind, müssen Sie nicht verzweifeln. Legen Sie einfach ein Stück Apfel (regelmäßig austauschen) oder Brot in die Blechdose und schon werden die Zimtsterne wieder weicher. Die Zimtsterne in ein Tuch einzuwickeln und offen zu lagern kann ebenfalls helfen. Die Zimtsterne nehmen so nachträglich Feuchtigkeit auf und werden wieder saftig.

Zimtsterne:
Alle Tipps & Tricks auf einen Blick

Klebriger Teig? Kein Problem
- Legen Sie Frischhaltefolie oder Backpapier auf die Teigmasse, so lässt sie sich besser ausrollen.

Zimtsterne stressfrei ausstechen und backen
- Geben Sie die ausgerollte Masse vor dem Ausstechen in den Kühlschrank.
- Puderzucker schützt die Ausstechformen vorm Verkleben.
- Heizen Sie den Ofen gut vor und geben Sie immer nur ein Blech gleichzeitig hinein.

Der perfekte Guss
- Eischnee und Puderzucker dürfen nicht zu stark verrührt werden.
- Achten Sie auf eine homogene Mischung ohne Klümpchen.
- Geben Sie Zitronensaft in Ihre Eischnee-Puderzucker-Mischung.

Tipps gegen zu harte Zimtsterne
- Zimtsterne nicht in einer geschlossenen Box lagern.
- Ein Stück Apfel oder Brot in der Dose macht harte Zimtsterne wieder weicher.
- Wickeln Sie zu harte Zimtsterne in ein Tuch und lagern Sie sie offen. So nehmen die Zimtsterne wieder Feuchtigkeit auf.

Zimtsterne mit Weihnachtsdeko

Auch wenn die traditionelle Form der Zimtsterne offensichtlich ist, können Sie natürlich auch andere Ausstechförmchen verwenden – besonders die ein oder andere Sternschnuppe oder auch ein Mond leisten den Zimtsternen in der Keksdose gerne Gesellschaft. Wer Inspiration hinsichtlich der Wahl seiner Ausstechförmchen braucht, klickt sich einfach einmal durch unsere weihnachtlichen Backhelfer.

Zimtsterne eignen sich auch hervorragend als weihnachtliche Dekoration – auf Tiramisu und anderen Desserts, auf Torten und Kuchen oder einfach auf dem Plätzchenteller und unter dem Weihnachtsbaum.

Sie suchen Rezepte für Zimtsterne? Auf der nächsten Seite werden Sie fündig: Vom klassischen Rezept bis hin zu einem zur originellen Rezept für Zimtsterntorte ist für jeden Geschmack etwas dabei! Probieren Sie sich durch die verschiedenen Rezepte und finden Sie Ihren ganz persönlichen Favoriten. Überraschen Sie sich und Ihre Lieben mit immer neuen Varianten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachbacken der Rezepte und eine besinnliche Weihnachtszeit.

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