Von Chai Latte bis Matcha: die beliebtesten Trendtees

Chai Latte, Matcha & Yogi Tee: würzig und belebend

Tee hat eine Jahrtausende alte Tradition und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Neben den klassischen Sorten wie Grünem Tee, Schwarzem Tee und diversen Kräuter- und Früchtetees sind aromatische Teekrationen mit Gewürzen sowie besondere Genüsse aus Fernost auf dem Vormarsch.

Chai Latte

Allen voran hat der Chai Latte bereits eine ansehnliche Fangemeinde erobert, eine köstliche Kreation aus Schwarzem Tee, Gewürzen und aufgeschäumter Milch. Aber auch der nicht minder würzige Yogi-Tee kommt bei Tee-Trinkern gut an. Der Matcha Tee ist schließlich etwas für Genießer purer Tee-Aromen. Kenner schätzen zudem seine belebenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Chai Latte - cremiges Teevergnügen

Cremig-würziger Chai LatteIm asiatischen und orientalischen Raum bezeichnet Chai jede Art von Tee. Gemeint ist eigentlich der indische Masala Chai - ein Heißgetränk aus Schwarzem Tee, Milch, Zucker und einer kräftig-aromatischen Mischung verschiedener Gewürze. Dabei gibt es nicht das eine wahre Rezept für Masala Chai, vielmehr wird es von Region zu Region, ja sogar von Familie zu Familie in leichten Variationen hergestellt. Neben dem Schwarzen Tee verfeinern wärmende Gewürze wie frischer Ingwer, Nelken, Kardamom, Zimt, aber auch Anis, Fenchel, Muskat und sogar Schokolade das beliebte Teegetränk. Der Schwarze Tee soll dabei aber nicht überdeckt, sondern von den Gewürzen in seinem Geschmack noch unterstützt werden.

Die Zubereitung des Chai Tees ist simpel: Die gewünschten Gewürze werden mit Wasser in einem Topf aufgekocht. Wer das Aroma der einzelnen Gewürze noch intensivieren möchte, zerstößt diese vorher grob und röstet sie kurz im heißen Topf ohne Fett an. Der Sud aus Gewürzen und Wasser wird nun zum Kochen gebracht, dann Milch, Schwarzen Tee sowie Süßungsmittel nach Wahl dazugeben und erneut aufkochen. Dann kann man den Topf von der Herdplatte nehmen, sollte den Tee allerdings noch einige Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren werden die Teeblätter und Gewürze durch Filtern entfernt.

Möchte man aus dem Tee einen Chai Latte zubereiten, gibt man die Milch nicht wie bei dem normalen Masala Chai mit in den Sud, sondern erhitzt sie separat und schäumt sie auf. Dann gibt man den abgeseihten Tee in ein hohes Glas und gießt mittig die aufgeschäumte Milch an. So wird aus dem Masala Chai ein dekorativer Chai Latte nach dem Vorbild eines Latte Macchiato. Mittlerweile gibt es Chai Latte auch in den verschiedensten Ausführungen als fertig gesüßte Instant-Variante. Allerdings punkten frisch zubereiteter Chai Tee oder Chai Latte mit mehr Aroma und die gewünschte Gewürzmischung kann jeweils individuell zusammengestellt werden.

Yogi-Tee: ayurvedischer Gewürztee ohne Koffein

Was man bei uns als Yogi-Tee kennt, ist dem Masala Chai sehr ähnlich, denn auch hier werden die verschiedenen wärmenden Gewürze, wie Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken und Pfeffer, als Tee aufgebrüht und mit Milch serviert. Allerdings enthält Yogi-Tee keinen Schwarzen Tee und ist daher auch in der Regel für Kinder oder Schwangere geeignet. Übrigens: Die Bezeichnung „Yogi-Tee" ist eine geschützte Marke: Nur ayurvedische Gewürztees nach den Rezepten des Yoga-Lehrers Yogi Bhajan und produziert von der Golden Temple Company dürfen unter diesem Namen vertrieben werden. Natürlich kann man sich den Tee aber auch anhand der Gewürze selbst zubereiten und mit einem Schuss Milch sowie nach Wahl gesüßt genießen. Die Gewürzmischung eignet sich wie auch die des Chai Tees hervorragend für würzige Süßspeisen, Gebäck oder duftenden Gewürzreis.

Matcha - grüner Tee mit mild-süßem Aroma

Zubereitung von Matcha bei der traditionellen Tee-Zeremonie Matcha ist eine Tee-Spezialität aus Japan und wird aus gemahlenem Tencha-Grüntee gewonnen. Das intensiv-grüne Teepulver gilt als besonders aromatisch wie auch gesund. Durch die fast vollständige Abschattung der Teepflanzen vier Wochen vor der Ernte entwickelt sich ein besonders hoher Gehalt an Chlorophyll, dem grünen Farbstoff der Blätter, der später für den süßlichen Geschmack und den hohen Anteil an Antioxidantien verantwortlich ist. Die Blätter werden von Hand gepflückt, dann gedämpft, getrocknet und schließlich in einer Steinmühle extrem fein vermahlen. Damit ist Matcha der Tee mit der aufwändigsten Produktion, was den beachtlichen Preis erklärt. Das so gewonnene Teepulver wird bei der Zubereitung nicht nur für den Aufguss eines Suds verwendet, sondern mitgetrunken. So werden alle enthaltenen Stoffe, wie z.B. die gesundheitsfördernden Antioxidantien, aufgenommen. Wie andere Grüne Tees auch, enthält der Matcha den belebenden Wirkstoff Koffein - und zwar sechsmal so viel wie in der gleichen Portion Kaffee! Damit ist Matcha der Espresso unter den Tees.

Für die Zubereitung eines traditionellen Matcha-Tees gibt man ca. ein Gramm Matcha-Pulver in eine Matcha-Schale. Das entspricht ungefähr einem halben Teelöffel bzw. zwei Bambusmaßlöffeln. Das Teewasser sollte möglichst weich, also kalkarm, sein und eine Temperatur von ca. 80 Grad Celsius haben. Die Temperatur erreicht man, wenn man das frisch gekochte Wasser einige Minuten bei geöffnetem Deckel abkühlen lässt oder das Wasser vier- bis fünfmal mithilfe zweier Gefäße umfüllt. Dann gibt man rund 80 ml davon über das Matcha-Pulver in der Schale und rührt es mithilfe des Chasen, einer Art Bambusbesen, für etwa 15 Sekunden kräftig durch, bis sich ein feiner, dichter Schaum auf dem Tee gebildet hat. Nun kann man das süßlich-frische Aroma des leuchtend grünen Matcha-Tees genießen. Der Matcha wird in der Regel in einer Dose verkauft. Diese sollte man nach dem Anbrechen im Kühlschrank oder auch dem Eisfach aufbewahren, um die feinen Aromen und Wirkstoffe des grünen Tees möglichst lange zu erhalten.

Wer mag, kann aus dem klassischen Matcha-Tee auch einen Matcha Latte kreieren, indem er den fertigen Tee einfach in ein hohes Glas gibt und mit heißer, aufgeschäumter Milch auffüllt. Neben Teegetränken lassen sich aus Matcha auch Desserts und edles Gebäck herstellen, was den Speisen neben dem feinen Aroma eine grüne Färbung beschert.

Natürlich lassen sich diese köstlichen Tees auch gekühlt als erfrischenden Eistee oder trendigen Bubble Tea genießen. Leckere Rezepte vom klassisch gebrühten Tee bis hin zu würzigen Desserts und Kuchen mit Chai, Matcha und Co. finden Sie auf der folgenden Seite.

Autor:
Sie haben Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprechen Sie uns an, im Magazin-Forum.

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren.
Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.