Kürbissuppe: feine Rezepte mit Ingwer, Kokos und Co.

Mit Kürbissuppe den Herbst genießen

Sobald der Herbst die Kürbis-Saison einläutet, steht wieder der Deutschen liebstes Kürbis-Gericht auf dem Tisch: die Kürbissuppe. Ob raffiniert oder einfach, exotisch oder deftig - eine Kürbissuppe lässt sich mit wenigen Zutaten wunderbar variieren und beschert so immer neue Genusserlebnisse!

Kürbissuppe - ein echter Herbstklassiker

Eigentlich kann man aus so gut wie jedem Kürbis eine leckere Kürbissuppe zaubern. Je nach Sorte hat die Suppe dann eine eher sämige oder flüssigere Konsistenz, schmeckt nussig, fruchtig oder süßlich. Besonders gern wird der Hokkaido-Kürbis verarbeitet, denn bei diesem leuchtend orangefarbenen kleinen Kürbis kann man die Schale einfach mitkochen. So steht die Kürbissuppe besonders schnell auf dem Tisch. Andere Exemplare, wie der Butternuss-Kürbis oder der Muskat-Kürbis, verlangen etwas mehr Zuwendung, punkten dafür aber mit besonders feinen Aromen. Besonders sämig wird die Kürbissuppe, wenn man noch einige mehlig kochende Kartoffeln mit hinein gibt. Egal ob Sie Ihre Kürbissuppe eher exotisch mit Ingwer, Curry und Kokos zubereiten oder lieber eine fruchtige bzw. deftige Variante bevorzugen, mit einer Scheibe knusprigem Baguette oder auch kräftigem Roggenbrot serviert, ist die Kürbissuppe der absolute Suppen-Star im Herbst. Da fällt es gar nicht so leicht, sich für ein Rezept zu entscheiden. Nur gut, dass der Kürbis den ganzen Herbst und Winter über Saison hat, denn die aromatischen Früchte lassen sich prima lagern. So kann man auch weit nach der Ernte feine Kürbissuppe genießen und das ein oder andere Rezept ausprobieren.

Kürbiscremesuppe - besonders fein und cremig

Für Gäste oder als feine Vorspeise empfiehlt sich besonders die Kürbiscremesuppe. Sie ist noch feiner in der Textur und dank eines guten Schusses Sahne auch cremiger. Damit das Aroma des gewählten Kürbisses, wie z.B. Butternut oder Muskat-Kürbis, so richtig zur Geltung kommt, garen Gourmets den Kürbis für die Kürbissuppe im Backofen, bevor sie das butterzarte Fruchtfleisch als Suppe verabreiten. Ebenfalls beliebte Beigaben für tolle Geschmacksnuancen sind neben Gewürzen auch frischer Ingwer, Weißwein, edle Brände oder andere aromatische Alkohole, wie z.B. Sherry, Calvados oder Cointreau. Ist die Kürbiscremesuppe fertig, kann man ihr mithilfe von feinen Zutaten zu einem optisch und geschmacklich elegantem Finish verhelfen. Dazu einfach knusprige Croutons oder geröstete Kürbiskerne auf die Kürbissuppe streuen, einige Tropfen Kürbiskernöl, halbgeschlagene Sahne, ein Klecks Schmand oder Crème fraîche auf die Suppe geben und nach Geschmack mit frischen Kräutern oder auch knusprig gebratenen Salbeiblättern garnieren.

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Kürbissuppe und Gemüsecremesuppe

Gemüsesuppen sind ein weitläufiges Feld. Ihr könnt sie aus diversen Gemüsesorten herstellen. Und vor allem an kalten Herbst- und Wintertagen ist das eine leckere Mahlzeit.

Eine kleine Auswahl Sorten habe ich euch mal vorbereitet. Da haben wir zum Beispiel den Blumenkohl, eignet sich hervorragend als Cremesuppe. Wir haben Zucchini, das ist eine Kürbisart, ein schönes weißes Fleisch, wenn wir aufschneiden, sieht man auch, sehr ähnlich wie bei den Kürbissen, mit leichten Kernen versetzt, sehr gesund, hat einen leicht nussig-süßen Geschmack.

Auch bei den Süßkartoffeln ist das süße Gegenstück zu den normalen weißen Kartoffeln oder gelben Kartoffeln, die wir kennen, gibt es in zwei Varianten.

Wir haben hier einmal die Orangefleischige, gibt es auch als Weißfleischige, die haben dann einen Verlauf von Orange ins Weiße in die Mitte, das ist natürlich eine tolle Farbe. Und hat nur einen Bruchteil des Stärkeanteils, die eine normale Kartoffel mit sich bringt.

Wir haben natürlich Kürbis. Wir haben in diesem Fall ein Hokkaidokürbis, das ist ein Kürbis, wo wir die Schale mitessen können, kann man auch roh essen und ist sehr leicht zu verarbeiten. Schön orangefleischig, ein sehr leckerer Geschmack und kann auch roh verzehrt werden. Wir haben Zwiebeln, der französische Klassiker die Zwiebelsuppe, einfach nur in dünne Streifen schneiden und anschwitzen, Weißwein ablöschen, Anis dazu.

Gemüse braucht immer ein Gegenpart. Wir haben Pilze, die einen guten Eigengeschmack haben, in dem Fall haben wir jetzt braune Champignons. Auch die können roh verzehrt werden, da müsst ihr euch überhaupt keine Sorgen machen. Beim Braten oder beim Gemüsesuppenherstellen, würde ich euch empfehlen ganz vorsichtig den Strunk zu entfernen und groben Schmutz einfach nur mit dem Messer abzuziehen.

Das war unsere Auswahl an Gemüse. Heute schnappen wir uns das Halloweengemüse Kürbis und machen eine leckere Suppe daraus. Strunk wird abgeschnitten, in der Mitte zerteilen und einfach mit den Händen Kerne und Fruchtfleisch rausholen.

Den Kürbis schneiden wir in grobe Stücke, schneiden uns eine halbe Zwiebel noch dazu auch ruhig grob. Neben Zwiebel und Kürbis brauchen wir noch ein paar weitere Zutaten, nämlich Salz, Gemüsefond, ein Schluck Sahne und etwas Öl. Und dann habe ich mal was vorbereitet, ein paar Gewürze, Cumin oder auch Kreuzkümmel, Curry, ein paar Chilis, Muskatnuss und der Gegenspieler des Kürbis, die Vanilleschote.

Rüber zum Herd. So ziemlich bei jeder Gemüsesuppe gleich, ist eigentlich der Anfang. Was wir brauchen, ist Fett, in dem Fall ein schönes, kaltgepresstes Olivenöl und unseren Hauptdarsteller, in dem Fall den Kürbis, unterstützt von ein bisschen Zwiebel. Kürbis und Zwiebeln schwitzen wir kurz an, damit sie ein bisschen Farbe kommen und somit der Zucker im Gemüse karamellisieren kann.

Jetzt können wir unsere nächste Zutat, die Vanilleschote dazugeben. Nicht zu lange mit anbraten, das wird schnell bitter. Wir geben unseren Kreuzkümmel dazu, unser Curry, eine getrocknete Chilischote und etwas Muskat. Einmal gut umrühren, damit sich alles im Fett auflösen kann und jetzt löschen wir mit Fond ab. Das Angebratene einmal vom Topfboden lösen. Da haben wir jetzt tolle Aromen, Vanille, Kreuzkümmel, natürlich Kürbis, ein bisschen Chili, ein bisschen Muskat, das ist eine schöne intensive Suppe.

Das Ganze lassen wir jetzt eine halbe Stunde vor sich hin köcheln, bis der Kürbis gar ist, dann können wir den Topf runter nehmen, ein Schuss Sahne dazugeben, alles gut pürieren und noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. So, unser Kürbis ist weich gekocht. Wir können grobe Kräuter, wie den Rosmarin und natürlich unsere Vanilleschote entfernen.

Geben einen guten Schuss Sahne dazu. So, dann können wir unserer Kürbiscremesuppe auch den Rest geben, gut durchpürieren. Eine Prise Salz, wenig Pfeffer, die Schärfe kommt schon gut über die Chili. Und fertig ist unsere Halloween-Suppe.
Von: Fabio Haebel, Länge: 5:45 Minuten, Aufrufe: 113.337

Das Rezept zum Video:

Sollten einmal etwas von der Kürbissuppe übrig bleiben, kann man sie gut ein bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Das hängt ganz von den verwendeten Zutaten ab. Sind Milchprodukte wie Frischkäse, Sahne oder Crème fraîche enthalten, sollte man die Reste zügig aufbrauchen oder aber gleich portionsweise einfrieren. So hat man auf die Schnelle eine köstliche Kürbissuppe auf dem Tisch, wenn einmal die Zeit zum Kochen nicht reicht.

In den Rezepten auf der folgenden Seite finden Sie zahlreiche Anregungen für köstliche Kürbissuppe - von einfach und schnell bis hin zur edlen Kürbiscremesuppe sowie Vorschläge für exotische, fruchtige und deftige Varianten.

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