Der perfekte Kaffee - So gelingt der Muntermacher

Der perfekte Kaffee - Qualität muss sein

Kaffee ist der liebste Muntermacher der Deutschen. Auf dem Frühstückstisch oder zu einem leckeren Stück Kuchen darf eine Tasse Kaffee nicht fehlen. Wir erklären Ihnen den Weg zum perfekten Kaffee und beleuchten die zahlreichen Zubereitungsmethoden und die Notwendigkeit guter Wasserqualität.

Der perfekte Kaffee dank guter Wasserqualität

Der erste Schritt zum perfekten Kaffee ist unabhängig von der Zubereitungsmethode das Wasser. Viele Kaffeeliebhaber machen sich keine Gedanken darüber, dass ihr Lieblingsgetränk zum Großteil aus Wasser besteht und vernachlässigen dessen Qualität. Eine der größten Beeinträchtigungen des Geschmacks entsteht durch eine hohe Carbonhärte – diese äußert sich nicht nur als Verkalkung in Wasserkocher und Co, sondern eben auch in schlechterem Kaffeegeschmack. Wer dies verhindern möchte, filtert entweder sein Wasser oder nutzt stilles Wasser aus der Flasche.

Kaffee: Die Röstung der Bohnen macht den Unterschied

Es gibt vierzig verschiedene Kaffeesorten, allerdings gibt es meist nur zwei verschiedene im Handel: Arabica und Robusta. Arabica gilt im Allgemeinen als der hochwertigere Kaffee und ist auch dementsprechend teurer. Er hat weniger Bitterstoffe als Robusta und meist auch feinere Geschmacksnuancen. Gerade für Espresso wird gerne eine Mischung aus beiden Sorten verwendet, da Robusta eine feinere Crema bildet.

Bei der Röstung der Kaffeebohnen entscheidet sich, für welche Form der Zubereitung sie später verwendet werden. Je nach Länge und Temperatur der Röstung unterscheidet man Kaffeesorten in insgesamt sechs verschiedenen Röststufen. Erst durch die Röstung kann sich der Geschmack des Kaffees voll entfalten. Wenn die Kaffeebohne über eine helle Röstung vefügt, schmeckt der daraus entstehende Kaffee eher säuerlich. Eine dunkel geröstete Kaffeebohne hat die säuerlichen Röststoffe während der Röstung abggebaut und lässt einen leicht süßlich aber auch etwas bitter schmeckenden Kaffee entstehen. Bohnen für Filterkaffee werden kürzer geröstet als Espressobohnen.

Name der Röstung Besonderheiten
Helle Röstung oder Zimtröstung Kaffeesorte mit hellen, leicht säuerlichen, aber nicht bitter schmeckenden Bohnen. Farbe der Bohnen erinnert an Zimt.
Mittlere Röstung oder amerikanische Röstung Kaffeesorte mit kastanienbraunen Bohnen.
Starke Röstung oder Wiener Röstung Kaffeesorte mit leicht glänzenden Bohnen, da das Öl aus der Bohne durch die Röstung an die Oberfläche tritt.
Dunkle Röstung, Französische Röstung oder Continental Röstung Kaffeesorte mit dunklebraunen Bohnen und zunehmendem Glanz.
Sehr dunkle Röstung, Italienische Röstung oder Espresso Röstung Kaffeesorte mit besonders dunklen und glänzenden Bohnen. Aromatische und säurearme Kaffeesorte.
Torrefacto oder Spanische Röstung Bohnen dieser Kaffeesorte werden während der Röstung gezuckert, um die Säure und Bitterkeit abzumildern. Vor allem bei spanischen Kaffeemischungen beliebt.


Wer sich für Anbau und Verarbeitung von Kaffee interessiert, kann in unserem Artikel "Der Kaffee und seine Reise" mehr erfahren.

Viele Kaffeegourmets schwören darauf, ihre Kaffeebohnen selbst zu mahlen. Frisch gemahlener Kaffee duftet und schmeckt einfach zu gut – allerdings sind die Bohnen häufig teurer als fertig gemahlener Kaffee und auch die Kaffeemühle muss zuerst angeschafft werden. Eine ordentliche Kaffeemühle sollte am besten ein Mahlwerk statt Messern haben und eine Einstellmöglichkeit für den Mahlgrad.

Kaffee: Zahlreiche Zubereitungsmethoden

Wie man seine Kaffeebohnen in Kaffee oder Espresso verwandelt, ist vermutlich der wichtigste Schritt und weltweit gibt es unzählige unterschiedliche Zubereitungsmethoden. In Deutschland wird der Kaffee traditionell durch einen Filter gebrüht, aus Italien kommt der unter Druck gebrühte Espresso, in Frankreich ist die French Press beliebt und für türkischen Kaffee wird dieser mit Zucker und Wasser in einem speziellen Kupferkännchen aufgekocht.

So filtern Sie Ihren Kaffee richtig

Die deutsche Art des Kaffeebrühens wurde maßgeblich von Melitta Benz und ihrer Erfindung der Filtertüte bestimmt. Kaffeemaschinen, die das Wasser automatisch in die Filtertüte laufen lassen, gibt es erst seit den 50ern. Um einen perfekten Kaffee mit dieser Methode herzustellen, sollte man darauf achten, dass das Kaffeepulver gleichmäßig und eben in der Filtertüte verteilt ist und es kurz in kreisenden Bewegungen von innen nach außen anfeuchten, sodass das Brühwasser gleichmäßig durch das Pulver laufen kann. Helle Filtertüten sind gebleicht und bringen keine geschmacklichen Vorteile. In manchen Haushalten ist es beliebt, noch eine Prise Salz oder Kakao zum Kaffeepulver zu geben - ob Sie einen geschmacklichen Unterschied feststellen, müssen Sie selbst ausprobieren.

Wenn Ihre Kaffeemaschine kein Direkt-Brüh-Prinzip hat - bei dem das Wasser bis zum Siedepunkt erhitzt wird, bevor es in den Filter läuft - schmeckt es meist besser, Wasser zu kochen und von Hand in einen Filteraufsatz auf einer Tasse zu gießen. Dies ist natürlich unpraktisch, wenn man mehr als eine Tasse kochen will - für einen einzelnen Kaffee lohnt sich jedoch der Mehraufwand, denn der Kaffee wird dank der perfekten Wassertemperatur aromatischer.

Türkischer Kaffee, Mokka-Kanne und Co.

Eine besonders simple Methode, für die man keine Kaffeemaschine braucht, ist der sogenannte Räuberkaffee, für den schlicht in einer Tasse Kaffeepulver mit Wasser aufgebrüht wird. Anschließend wartet man, bis das Kaffeepulver sich gesetzt hat. Diese Brühmethode wird ähnlich in der French Press, auch Pressstempelkanne genannt, verwendet - allerdings mit dem großen Vorteil, dass der Kaffeesatz mithilfe eines Drahtgeflechts auf den Boden gepresst werden kann. Mit dieser Methode wird der Kaffee besonders aromatisch und man kann die Brühzeit den eigenen Wünschen anpassen. Auch eine einzelne Tasse Kaffee kann gut mit der French Press gebrüht werden.

Einen ganz anderen Geschmack hat türkischer Kaffee, für den fein gemahlener Kaffee mit Zucker und meist auch Gewürzen in einem Ibrik oder auch Cezve genannten Kupferkesselchen aufgekocht wird. Für den deutschen Geschmack ist dieser Kaffee jedoch meist zu stark und zu bitter. Recht stark wird der Kaffee auch in der in Italien und Spanien verbreiteten Moka-Kanne. Diese Metalkanne wird direkt auf die Herdplatte gestellt, sodass das Wasser durch den hitzebedingt enstehenden Druck durch den oberen Teil und das enthaltene Kaffeepulver gepresst wird. In Deutschland wird die Moka-Kanne fälschlicherweise als Espressokanne bezeichnet - sie brüht jedoch Kaffee, denn der Druck ist wesentlich geringer als in einer Espressomaschine und das Wasser ist heißer.

Der perfekte Kaffee mit Pads und Kapseln?

Mit Druck arbeiten auch die immer beliebteren Kaffeepad- und Kaffeekapselmaschinen wie Senseo, Nespresso und Tassimo. Der Druck ist zwar wesentlich geringer als bei einer Espressomaschine, aber es entsteht trotzdem eine leckere Crema und die Zubereitung ist denkbar einfach. Pads und Kapseln eignen sich vor allem dann, wenn man genau eine Tasse Kaffee zubereiten möchte und nicht gleich eine ganze Kanne Kaffee aufsetzen will. Verschiedene Geschmacksrichtungen lassen die Pads und Kapseln nicht so schnell langweilig werden. Selbst Tee und Kakao kann man mittlerweile in einer Maschine für Kaffeepads herstellen. Kaffee aus Kaffeekapseln schmeckt allerdings meist noch eine Spur intensiver als Kaffee aus Pads, da die Kapseln aromaversiegelt sind und mit größerem Druck aufgebrüht werden. Nachteilig ist jedoch der erhöhte Müllverbrauch, der durch Kaffeepads und Kaffeekapseln entsteht, und dass Kaffee aus Pads oder Kapseln oft teurer ist als herkömmlicher Filterkaffee.

Kaffeemaschine

Was ist also die beste Empfehlung für perfekten Kaffee?

In jedem Fall sollte man auf die Wasserqualität achten und gute Bohnen selber malen. Entweder empfiehlt sich danach das Aufbrühen von Hand durch einen Filter oder auch die Verwendung einer French Press. Letztlich ist dies aber natürlich Geschmackssache und auch ein wenig Gewöhnung - der eine schwört auf die Moka-Kanne, der andere gibt gerne ein wenig mehr Geld für Kaffeekapseln aus. Klar ist auch: Für viele ist nur ein Espresso der perfekte Kaffee. Hier erklären wir, wie man den perfekten Espresso macht!

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