Der perfekte Kaffee – So gelingt der Muntermacher

Tipps für den perfekten Kaffee: Von der Bohne bis zur Zubereitung

Kaffee ist der liebste Muntermacher der Deutschen. Auf dem Frühstückstisch oder zu einem leckeren Stück Kuchen darf eine Tasse Kaffee nicht fehlen. Wir zeigen euch den Weg zum perfekten Kaffee, beleuchten die zahlreichen Zubereitungsmethoden und erklären, was ihr über Röstung und Kaffeebohnen wissen müsst.

Kaffeebohnen und Röstung machen den Unterschied

Die sensibilisierten Geschmacksknospen eines Kaffeekenners schmecken ihn sofort: den Unterschied zwischen den zwei großen Kaffeesorten Arabica und Robusta. Der milde, leicht fruchtig schmeckende Arabica und der kräftige, eher erdig schmeckende Robusta zählen zu den beiden beliebtesten und häufigsten Kaffeebohnen. Je nach gewünschtem Geschmack und Aroma einer Kaffeemischung werden Kaffees unterschiedlicher Herkunft, Sorte und Qualität aufeinander abgestimmt. Für einen Espresso etwa werden Arabica und Robusta gemischt.

Herkunft und Aussehen Geschmack und Verwendung
Arabica
  • stammt aus Südamerika und Ostafrika
  • längliche, glatte Form
  • geringer Koffeingehalt
  • weniger Bitterstoffe und feinere Geschmacksnuancen als Robusta
  • Arabica gilt als hochwertiger Kaffee
Robusta
  • stammt aus Westafrika und Asien
  • gleichmäßig geformte, hellbraune Bohne
  • hoher Koffeingehalt
  • bildet eine feinere Crema
  • die Bohne ist weniger aromatisch, aber die Pflanze ist widerstandsfähiger und leichter anzubauen.

So funktioniert das Rösten von Kaffee

Doch nicht nur die Wahl der Kaffeebohne bestimmt Geschmack und Aroma des Kaffees – auch die Röstung der Kaffeebohnen entscheidet darüber, für welche Form der Zubereitung sie später verwendet werden. Der eigentliche Röstvorgang beginnt bei einer Röstguttemperatur von 100° C und endet bei 200 bis 260° C. Das in den Kaffeebohnen enthaltene Wasser verdampft, die Farbe geht in dunkelbraun über, das spezifische Kaffee-Aroma bildet sich. Nach Ablauf des Röstprozesses wird das Röstgut gekühlt, nochmals gereinigt und sortiert. Je nach Länge und Temperatur der Röstung unterscheidet man Kaffeesorten in insgesamt fünf verschiedenen Röststufen.

Name der Röstung Besonderheiten Geschmack
Helle Röstung oder Zimtröstung Kaffeesorte mit hellen, leicht säuerlichen, aber nicht bitter schmeckenden Bohnen. Farbe der Bohnen erinnert an Zimt. Der Kaffee schmeckt eher säuerlich
Mittlere Röstung oder amerikanische Röstung Kaffeesorte mit kastanienbraunen Bohnen.
Starke Röstung oder Wiener Röstung Kaffeesorte mit leicht glänzenden Bohnen, da das Öl aus der Bohne durch die Röstung an die Oberfläche tritt.
Dunkle Röstung, Französische Röstung oder Continental Röstung Kaffeesorte mit dunklebraunen Bohnen und zunehmendem Glanz.
Sehr dunkle Röstung, Italienische Röstung oder Espresso Röstung Kaffeesorte mit besonders dunklen und glänzenden Bohnen. Aromatische und säurearme Kaffeesorte. Der Kaffee schmeckt rauchig und etwas bitter

Kaffee selber mahlen?

Viele Kaffeegourmets schwören darauf, ihre Kaffeebohnen selbst zu mahlen. Frisch gemahlener Kaffee duftet und schmeckt einfach zu gut – allerdings sind die Bohnen häufig teurer als fertig gemahlener Kaffee und auch die Kaffeemühle muss zuerst angeschafft werden. Doch für echte Kaffeegourmets lohnt sich die Anschaffung – Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen schmeckt einfach aromatischer.

Der perfekte Kaffee dank guter Wasserqualität

Der erste Schritt zum perfekten Kaffee ist das Wasser. Wenn man bedenkt, dass Kaffee zum Großteil aus Wasser besteht, ist klar, warum Kaffeeliebhaber sich auch mit der Wasserqualität beschäftigen. Eine der größten Beeinträchtigungen des Geschmacks entsteht durch eine hohe Carbonhärte – diese äußert sich nicht nur als Verkalkung in Wasserkocher und Co, sondern eben auch in schlechterem Kaffeegeschmack. Wer dies verhindern möchte, filtert entweder sein Wasser oder nutzt stilles Wasser aus der Flasche.

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Kaffee: Zahlreiche Zubereitungsmethoden

Wie man seine Kaffeebohnen in Kaffee oder Espresso verwandelt, ist vermutlich der wichtigste Schritt und weltweit gibt es unzählige unterschiedliche Zubereitungsmethoden. In Deutschland wird der Kaffee traditionell durch einen Filter gebrüht, aus Italien kommt der unter Druck gebrühte Espresso, in Frankreich ist die French Press beliebt und für türkischen Kaffee wird dieser mit Zucker und Wasser in einem speziellen Kupferkännchen aufgekocht:

Filterkaffee: So filtert ihr euren Kaffee richtig

Um einen perfekten Kaffee mit dieser Methode herzustellen, sollte man darauf achten, dass das Kaffeepulver gleichmäßig und eben in der Filtertüte verteilt ist und es kurz in kreisenden Bewegungen von innen nach außen anfeuchten, sodass das Brühwasser gleichmäßig durch das Pulver laufen kann.

Besonders aromatisch schmeckt der Kaffee, wenn das Pulver mit kochendem Wasser übergossen wird. Daher empfiehlt es sich bei einer Kaffeemaschine auf das Direkt-Brüh-Prinzip zu achten – hier wird das Wasser bis zum Siedepunkt erhitzt, bevor es in den Filter läuft.

Türkischer Kaffee, Moka-Kanne und French Press

Eine besonders einfache Methode, für die man keine Kaffeemaschine braucht, ist der sogenannte Räuberkaffee, für den schlicht in einer Tasse Kaffeepulver mit Wasser aufgebrüht wird. Anschließend wartet man, bis das Kaffeepulver sich gesetzt hat. Diese Brühmethode wird ähnlich in der French Press, auch Pressstempelkanne genannt, verwendet – allerdings mit dem großen Vorteil, dass der Kaffeesatz mithilfe eines Drahtgeflechts auf den Boden gepresst werden kann. Mit dieser Methode wird der Kaffee besonders aromatisch und man kann die Brühzeit den eigenen Wünschen anpassen. Auch eine einzelne Tasse Kaffee kann gut mit der French Press gebrüht werden.

Einen ganz anderen Geschmack hat türkischer Kaffee, für den fein gemahlener Kaffee mit Zucker und meist auch Gewürzen in einem Ibrik oder auch Cezve genannten Kupferkesselchen aufgekocht wird. Für den deutschen Geschmack ist dieser Kaffee jedoch meist zu stark und zu bitter. Recht stark wird der Kaffee auch in der in Italien und Spanien verbreiteten Moka-Kanne. Diese Metalkanne wird direkt auf die Herdplatte gestellt, sodass das Wasser durch den hitzebedingt enstehenden Druck durch den oberen Teil und das enthaltene Kaffeepulver gepresst wird. In Deutschland wird die Moka-Kanne fälschlicherweise als Espressokanne bezeichnet – sie brüht jedoch Kaffee, denn der Druck ist wesentlich geringer als in einer Espressomaschine und das Wasser ist heißer.

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Von: Meinerezepte, Länge: 9:43 Minuten, Aufrufe: 568

Das Rezept zum Video:

Der perfekte Kaffee mit Pads und Kapseln?

Mit Druck arbeiten auch die immer beliebteren Kaffeepad- und Kaffeekapselmaschinen wie Senseo, Nespresso und Tassimo. Der Druck ist zwar wesentlich geringer als bei einer Espressomaschine, aber es entsteht trotzdem eine leckere Crema und die Zubereitung ist denkbar einfach. Pads und Kapseln eignen sich vor allem dann, wenn man genau eine Tasse Kaffee zubereiten möchte und nicht gleich eine ganze Kanne Kaffee aufsetzen will.

Kaffee aus Kaffeekapseln schmeckt meist noch aromatischer als Kaffee aus Pads, da die Kapseln versiegelt sind und mit größerem Druck aufgebrüht werden. Nachteilig ist jedoch der erhöhte Verpackungsmüll, der durch Kaffeekapseln entsteht, und dass Kaffee aus Pads oder Kapseln oft teurer ist als herkömmlicher Filterkaffee.

Kaffee wie die Profis dank Kaffeevollautomat?

Für viele ist der Kaffeevollautomat ein Garant für den perfekten Kaffeegenuss. Ob schwarzer Kaffee, Cappuccino, Milchkaffee oder Latte Macchiato – der Kaffeevollautomat verspricht vielfältigen Kaffeegenuss auf Knopfdruck. Der Genuss steht und fällt jedoch auch hier mit der Wahl der richtigen Bohnen, mit dem perfekten Milchschaum, der Wasserqualität und vielen weiteren Faktoren. Da eine solche Vollversion der Kaffeemaschine nicht gerade preiswert ist, sollte ein Kauf wohlüberlegt sein. Wer die Investition jedoch wagt, wird mit wirklich gutem Kaffee belohnt.

Kaffeemaschine

Was ist also die beste Empfehlung für perfekten Kaffee?

In jedem Fall sollte man auf die Wasserqualität achten und gute Bohnen selber mahlen. Entweder empfiehlt sich danach das Aufbrühen von Hand durch einen Filter oder auch die Verwendung einer French Press. Letztlich ist dies aber natürlich Geschmackssache und auch ein wenig Gewöhnung – der eine schwört auf die Moka-Kanne, der andere gibt gerne ein wenig mehr Geld für Kaffeekapseln aus. Klar ist auch: Für viele ist nur ein Espresso der perfekte Kaffee. Hier erklären wir, wie man den perfekten Espresso macht! Egal, für welche Zubereitung ihr euch für euren Lieblingskaffee entscheidet, empfehlenswert ist es auf jeden Fall, die Tassen vorher vorzuwärmen. Einfach heißes Wasser in die Tasse gießen, fertig. So bleibt der Kaffee schön lange warm und lecker genießbar.

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