Flammkuchen ist eine
beliebte Elsässer Spezialität, die ebenso wie Zwiebelkuchen gern als würziger Snack oder auch als Hauptspeise
zu Wein und Bier serviert wird. Und auch in anderen Regionen kennt man die
delikat belegten, knusprig gebackenen Brotfladen.
Flammkuchen stammen aus der Zeit, da die Dörfer und Gemeinden gemeinsame Backhäuser unterhielten. Um die Temperatur des angefeuerten Steinbackofens zu prüfen, wurden hin und wieder Flammkuchen darin gebacken. An der Backzeit ließ sich dann erkennen, ob die Temperatur für die eigentlichen Backwerke - die Brote - stimmt. Heute sind Flammkuchen die unumstrittenen Stars, werden aber nach wie vor traditionell im Steinbackofen bei offenem Feuer gebacken. Dadurch erhält der Flammkuchen nicht nur seinen köstlich rauchigen Geschmack, sondern auch die typischen leicht geschwärzten Ränder. Auf Märkten, Wein- und Stadtfesten sieht man immer häufiger Stände, die frische Flammkuchen aus dem Flammkuchenofen anbieten, der vergleichbar mit einem traditionellen Pizzaofen ist. Aber auch zuhause kann man im eigenen Backofen oder auch auf dem Grill köstliche Flammkuchen backen. Das Wichtigste ist dabei, dass der Flammkuchenteig sehr dünn ausgerollt wird.
Flammkuchenteig: mit Hefe, Sauerteig oder puristisch
Auch wenn die meisten ihre Flammkuchen mit einem Hefeteig zubereiten, kann man grundsätzlich jede Art von Brotteig für die lecker-knusprigen Fladen verwenden. So schmecken beispielsweise Flammkuchen aus Sauerteig mit Roggenmehl kräftiger, mit Hefeteig etwas feiner und der einfachste Teig kommt mit vier Zutaten aus: Mehl, Salz, Wasser und Öl. Daher verwundert es nicht, dass man auch aus fertigem Pizzateig leckere Flammkuchen backen kann, wenn man diesen entsprechend dünner ausrollt und mit den gewünschten Zutaten belegt. Die Backzeit des Flammkuchen hängt letztlich davon ab, wie hoch die Temperatur im Ofen oder auf dem Grill ist sowie natürlich von der Größe des Flammkuchens und dessen Dicke. Dabei zählt nicht nur die Dicke des Teigfladens, sondern auch, wie viel Belag mitgebacken wird.
Elsässer Flammkuchen - der Klassiker
Der berühmteste Flammkuchen ist mit Abstand der Elsässer
Flammkuchen, der traditionell aus einem salzigen Hefeteig gebacken wird. Die
hauchdünn ausgerollten Fladen werden mit einer frischen Creme aus Schmand oder
saurer Sahne, Salz und Pfeffer bestrichen und dünn mit rohen Zwiebeln und Speck
belegt. Danach kommt der Flammkuchen für einige Minuten in einen sehr gut
aufgeheizten Ofen - traditionell ein mit Holzkohle befeuerter Steinbackofen.
Man kann aber auch im normalen Backofen knusprige Flammkuchen backen. Dazu
sollte der Ofen auf höchster Stufe bei Ober- und Unterhitze aufgeheizt werden.
Anschließend kann man den rohen Flammkuchen entweder auf einem vorgeheizten
Blech backen oder das vorbereitete Blech auf den Backofenboden stellen. So
erhält der Flammkuchen auch von unten maximale Hitze. Wer ein unschlagbar
knuspriges Ergebnis erzielen möchte, bäckt auf einem Backstein. Dieser gibt die
gespeicherte Hitze gleichmäßig an den Flammkuchen ab und sorgt so für einen
herrlich knusprigen Boden. Den Stein kann man auch auf dem Grill verwenden,
sofern dieser einen Deckel für indirektes Grillen hat. Mit so einem Grill steht
auch dem Flammkuchen mit original Raucharoma nichts mehr im Wege.
Ähnlich wie bei der Pizza ist der Flammkuchen äußerst variabel, was den Belag angeht. So kann man als Dessert auch eine leckere süße Variante herstellen, indem man den Schmand pur auf den Teigfladen streicht, diesen dann mit Apfelscheiben belegt und mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreut. Dazu schmeckt eine sahnige Kugel Vanille-Eis.
Für herzhafte Flammkuchen bieten sich außerdem noch viele weitere Beläge an. Hier darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen und gern auch mit ungewöhnlichen Kombinationen experimentieren.
Weitere Beläge für köstliche Flammkuchen:
Auf der folgenden Seite finden Sie weitere köstliche Rezepte für Flammkuchen, die mit unterschiedlichen Teigarten und auch Belägen für leckere Abwechslung sorgen.
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits
Roher Schinken