Wenn der Spätsommer
in den Herbst übergeht, gibt es wieder köstlichen Zwiebelkuchen begleitet von
einem prickelnd-süßen Federweißen. Das herzhafte Gebäck ist kalt wie warm ein
Genuss und darf auf keinem Weinfest fehlen.
Dank seiner Beliebtheit wird der Zwiebelkuchen gerade auf Weinfesten oder für die große Runde oft gleich als Blechkuchen und mit einem saftigen Boden aus Hefeteig gebacken. Je nach Region genießt man den Zwiebelkuchen aber auch gern mit einem knusprigen Mürbeteigboden. Weitere Varianten bieten Quark-Öl-Teig oder auch ein Zwiebelkuchen ganz ohne Boden.
Dem Namen entsprechend machen Zwiebeln den Hauptteil des würzig abgeschmeckten Belags aus. Dafür werden die Zwiebeln in Ringe oder grobe Würfel geschnitten und - anders als beim Flammkuchen - in heißem Öl oder Butterschmalz angedünstet oder auch kräftig angebraten. Für manche ist außerdem eine gute Portion geräucherter, gebratener Speck im Zwiebelkuchen unerlässlich. Anschließend wird die Zwiebelmasse mit einem Guss abgebunden, der aus einer Mischung aus Ei, Sahne oder Schmand besteht und würzig mit Salz und Pfeffer sowie Gewürzen, wie Muskat oder Kümmel, abgeschmeckt wird. Wer dem Zwiebelkuchen zusätzliches Aroma verleihen möchte, kann auch noch geriebenen Käse mit in den Guss geben.
Wer seinen Zwiebelkuchen gern einmal variieren möchte, findet in der folgenden Liste zahlreiche köstliche Anregungen.
Weitere Zutaten für köstliche Zwiebelkuchen-Varianten
- Geriebener Apfel
- Speck
- Gekochter Schinken
- Käse, z.B. Camembert, Roquefort oder Bergkäse
- Oliven
- Sardellen
- Kapern
- Tomaten
- Räuchertofu
Besonders lecker schmeckt der Zwiebelkuchen frisch gebacken und noch lauwarm. Dazu passen knackiger Blattsalat mit einem frischen Dressing und natürlich der prickelnd-süße Federweiße oder auch ein gut gekühltes Bier.
Federweißer: fruchtig-prickelnder Neuer Wein
Federweißer ist ein Neuer Wein aus leicht vergorenem, hellem Traubensaft und harmoniert hervorragend mit der delikaten Würze des Zwiebelkuchens. Der Alkoholgehalt des Federweißen hängt jedoch stark davon ab, wie lang dieser bereits gelagert wurde und bei welchen Temperaturen. Denn die Gärung ist noch in vollem Gange und der enthalte Zucker der Trauben ist anfangs erst zu einem geringen Teil in Alkohol umgewandelt. Darum sollte man Federweißen auch immer gut gekühlt lagern und möglichst zügig verbrauchen, denn mit steigendem Alkoholgehalt schmeckt der Wein immer saurer. Durch den Gärprozess entsteht außerdem Kohlensäure, die dem süffig-süßen Wein sein erfrischendes Prickeln verleiht. Da die Gärung jedoch nicht abgeschlossen ist, können die Flaschen nicht wie üblich mit einem Korken oder Schraubverschluss verschlossen werden. Damit die bei der Gärung entstehenden Gase entweichen können, werden die Flaschen lediglich abgedeckt und sollten darum immer stehend gelagert und transportiert werden.
Ab einem Alkoholgehalt von 4 Prozent geht der Federweiße in den Verkauf. Dieser startet je nach Beginn der Weinernte meist Anfang September und endet im Oktober. Je nach Region wird der Federweiße auch als Rauscher, Bitzler oder Sauser bezeichnet. Auch aus roten Trauben lässt sich ein Neuer Wein entsprechend dem Federweißen herstellen. Die roten Früchte werden allerdings bevorzugt zu hochwertigeren Weinen weiterverarbeitet.
Gönnen Sie sich zu Ihrem nächsten Glas gut gekühltem Federweißen doch einen frisch gebackenen Zwiebelkuchen. Auf der folgenden Seite finden Sie zahlreiche Anregungen und Rezepte für Zwiebelkuchen in allen Variationen.
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