Pizza selber machen – Besser als jeder Lieferservice!

Pizza selber machen und genießen

Es gibt wohl kaum ein Gericht, das häufiger als Lieblingsessen genannt wird als die Pizza – jeder hat seine bevorzugte Variante und einen Pizzabelag, der immer dabei sein muss. Aber auch die Abwechslung kommt nicht zu kurz, denn beim Pizza selber machen gilt: Es gibt so gut wie nichts, das nicht auf die Pizza darf!

Selbst gemachte Pizza ist so wandlungsfähig, wie es ein Gericht nur sein kann: Von der traditionellen neapolitanischen Margherita mit krossem Boden und dünnem Belag bis hin zur Chicago Style Pizza mit extra dickem Boden und Belag gibt es riesigen Spielraum. Wenn man nicht gerade Zeit hat, beim Italiener Pizza aus dem Steinofen zu genießen, ist die beste Möglichkeit an leckere Pizza zu kommen immer noch: Pizza selber machen. Denn seien wir mal ehrlich – ein richtig guter Lieferservice, bei dem die Pizza heiß und kross ankommt, muss noch entdeckt werden und von Tiefkühlpizza wollen wir gar nicht erst sprechen. Selbst gemachte Pizza ist nicht nur lecker, sondern macht auch Spaß und stellt jeden zufrieden, denn jeder kann sich seine Ecke individuell belegen. Entweder original italienische Varianten wie Pizza Marinara oder Pizza Napoli oder ganz eigene Kreationen mit bunten Kombinationen.

Pizza selber machen: Die Basis ist der Pizzateig

Der erste Schritt zu selbst gemachter Pizza ist der Pizzateig: Traditionell ist ein einfacher Hefeteig, aber auch Quark-Öl-Teig ohne Hefe ist beliebt und besonders einfach herzustellen. Achtet auf den Mehltyp – je feiner das Mehl, desto feiner der Teig. Auch beim Pizzateig sind die Geschmäcker verschieden: Der eine mag ihn hauchdünn und knusprig, der andere lieber etwas dicker nach amerikanischer Art. So oder so sollte man den Teig recht lange kneten, bis er elastisch und gleichmäßig ist. Hefeteig sollte lange genug ruhen können.

Varianten für Pizzateig

italienischer Pizzateig

  • hauchdünn ausgerollter Hefeteig,
  • kross
  • Tipp: mit Hartweizengrieß im Teig wird es noch knuspriger

amerikanischer Pizzateig

  • dicker Hefeteig,
  • soft, fluffig und weich

Pizzateig mit Käserand

Hefeteig ausrollen und dann, je nach Wunsch:

  • dünne Scheiben Cheddar, Goudastangen
  • Scheiblettenkäse,
  • Schmelzkäse und geriebener Käse

am Rand verteilen und den Teig ein wenig umklappen.

schnelle Variante

  • Pizzateig aus Quark-Öl-Teig
  • Fladenbrot belegen

Low Carb-Pizzateig

  • Pizzateig aus Thunfisch (und Ei, Hüttenkäse)
  • Oopsies als Pizzateig
  • Blumenkohl mit Käse und Ei
  • Quark & Ei

Pizza selber machen: individueller Belag

Als nächstes folgt die Tomatensoße, die auch Pizzaiola gennant wird: Frische Fleischtomaten oder Tomaten aus der Dose und Kräuter, wie Basilikum, Oregano, Majoran – fertig! Ein besonders intensives Aroma erreicht man, wenn die Soße erhitzt wird, bevor sie auf die Pizza kommt. Wer es scharf mag, gibt noch ein wenig unitalienisches Chili in die Grundsauce. Auch ein Schuss Wein und eine Prise Zucker können nicht schaden.

Ob traditionell oder modern: Als nächster Schritt kommt der Mozzarella auf die Pizza. Natürlich kann man auch anderen Käse verwenden – nicht ganz stilecht, aber durchaus auch lecker und verbreitet. Wer möchte, kann den Käse auch auf die anderen Zutaten geben.

Jetzt kommt der Teil, der beim Pizza selber machen am meisten Spaß bereitet: Die Pizza nach Lust und Laune belegen. Steht euch der Sinn nach Pizza Funghi, Pizza Hawaii, Pizza Napoli oder Pizza Salami? Oder doch nach einer ganz individuellen Eigenkreation – mit Feigen und Schinken, Rucola und Ziegenkäse oder vielleicht Lauch und Lachs? Italienische Pizza sollte allerdings nicht allzu dick belegt werden.

Ideen für eure eigene Pizza bekommt ihr auch in der Infografik, die gemeinsam mit stern.de entstanden ist. Hier seht ihr die beliebtesten Zutaten für Pizza unserer User: Neben Klassikern wie Tomaten, Zwiebeln und Schinken, belegen manche ihre Pizza auch mit Weißkohl, Baked Beans und Sauce Hollandaise. Aber nicht nur beim Belag, auch beim Pizzateig sind unsere User kreativ, wie stern.de berichtet. Nach einem Klick auf die Grafik öffnet sich die Infografik:

zur Infografik

Pizza selber zu machen hat den großen Vorteil, dass auch individuelle Wünsche berücksichtigt werden können: Wer Kalorien sparen möchte, macht Pizza ohne Käse - auch Vegetarier, Veganer oder Pizzaliebhaber, die allergisch auf bestimmte Lebensmittel sind, können sich freuen.

Pizza selber machen: Ofen oder Grill

Dem Ofen sollte schon rechtzeitig eingeheizt worden sein – am besten auf die höchste Stufe! Dementsprechend kurz ist dann die Backzeit: Bei 250 Grad reichen meist 15 Minuten Ofenzeit aus. Heizt auch das Backblech mit vor – so wird der Boden besonders knusprig. Mit einem Pizzastein schmeckt die Steinofen-Pizza wie beim Italiener.

Küchentipp: Pizza richtig aufwärmen
Pizza übrig geblieben? Dann solltet ihr sie besser nicht im Ofen oder in der Mikrowelle wieder aufwärmen, denn dort wird die Pizza meist entweder zu hart oder matschig. Besser klappt es in einer beschichteten Pfanne. Die Pizza einfach ohne Fettzugabe für ein paar Minuten bei mittlerer Hitze wieder aufbacken.

Statt im Ofen könnt ihr Pizza sogar auf einem Holzkohlegrill zubereiten – ein ganz besonderer Genuss. Dieses Video erklärt, wie ihr eine Barbecue-Pizza mit "Bierteig" grillen können

Video-Player wird geladen ...
Pizza vom Holzkohlegrill

Ich hab noch etwas von meinem Pulled Pork übrig, also habe ich mir gedacht, ich mach mir heute mal eine BBQ-Pizza schön mit Pulled Pork drauf, ein bisschen BBQ-Sauce, Creme fraîche, ein paar Zwiebeln ein bisschen Tomate und einen schönen Käse. Ich habe einen Pizzaofen mitgebracht, passend für einen 57er Kugelgrill, Holzkohle wohl gemerkt. Hier haben wir einen schönen Pizzastein, der wird vorher erhitzt, circa 10 Minuten lang, damit der auf Betriebstemperatur kommt. Der ist dafür da, dass wir unten gleichmäßig eine schöne Bräunung an den Teig bekommen, dass er schön kross wird der Teig. Und von oben, hier hinten sind Luftlöcher, da kommt die heiße Luft lang und strömt ganz dicht über unseren Belag, dadurch gratinieren wir den schön. Der Teig geht richtig schön auf, wunderbar. Das Besondere an dem Pizzateig, das seht ihr einmal hier, wir haben hier richtig schöne schwarze Punkte drin, das ist ein richtig schön, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. Da wollte ich ein bisschen Kraft mit in den Teig bekommen. Und ich habe anstatt Wasser, hab ich ein normales Pils genommen, also ein Bier. Damit wir auch eine leichte Biernote in dem Teig haben, passt super zu dem Pulled Pork, genial. Der Teig darf nicht an den Händen kleben, also schön mehlieren. Zur Not noch ein bisschen mit Mehl arbeiten, wo ihr das schön ausdrücken könnt, am besten mit den Händen. Wirklich drauf achten, dass der Teig nicht zu feucht ist. Sonst nimmt der mit dem Pizzastein eine Verbindung auf und dann könnt ihr einen Bandschleifer nehmen und den wieder runterholen. Das wollen wir natürlich nicht. Das Schöne ist, man riecht auch richtig schön das Bier, die Hefe arbeitet gut, super. Wenn ihr irgendwas übrig habt, entweder mal eine Pizza machen oder ihr macht euch ein schönes Sandwich. Das ist einfach genial, ihr braucht nichts wegschmeißen. Also wie gesagt, ich mach Pizza. Fertig belegt, ab auf den Heber und ab auf den Grill damit. Bitte dabei bleiben, nicht wegrennen. Die dauert nur circa 4 bis 5 Minuten, dann ist die soweit. Aufschneiden, großes Messer nehmen. Hier seht ihr an der Seite auch das Pulled Pork, sieht eigentlich fast aus wie eine Thunfischpizza, ist es aber nicht. Wir haben unser Pulled Pork drauf, da oben die Zwiebeln mit dem Käse, lecker. Der Boden ist schön knusprig, das ist BBQ-Pizza. Kinder, die Pizza ist fertig. Komm mal her mein Kleiner.
Von: Marc Balduan, Länge: 3:20 Minuten, Aufrufe: 48.574

Das Rezept zum Video:

Auf der nächsten Seite findet ihr Rezepte für Pizzateig, Tomatensauce und leckere Pizza-Varianten für zu Hause!

Autor:
Du hast Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann nutze bitte unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprich uns gerne im Magazin-Forum an.

Kommentare

Was sagst du zum Thema? Hast du noch weitere Tipps? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

Um selbst Kommentare abgeben zu können, musst du dich bei Chefkoch.de registrieren oder mit deinem Benutzernamen und Passwort anmelden.