Rote Bete gibt es nicht nur eingelegt im Glas. Wer die farbenfrohe Rübe noch nie frisch probiert hat, dem ist bisher etwas entgangen. Denn die übliche Essigmarinade der eingelegten Roten Bete raubt der zarten Knolle ihren buttrigen Geschmack und ist mit verantwortlich dafür, dass Rote Beten bei vielen Menschen nicht besonders beliebt sind.
Rote Bete (Beta vulgaris), auch Rote Beete, Rote Rübe, Rande
oder Rahner, ist eine Verwandte der Zuckerrübe und des Mangolds.
Vor allem ihr Saft ist eine Art legales Doping, wirkt er doch extrem
leistungssteigernd, blutdrucksenkend und stimmungsaufhellend. Und nicht nur als
frisch gepresster Saft, sondern auch als Rohkost ist die Rote Bete tatsächlich
ein kleines Wunder. Als eine der gesündesten Gemüsesorten auf der ganzen Welt
ist sie reich an Betanin, Folsäure, Calcium, Magnesium, Vitamin C, A und K und
hat einen hohen Nitrat- und Eisengehalt. Vor allem die Blätter der Rübe bündeln
die Vitamine in sich.
Und als wäre diese Ballung an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen nicht bereits genug, ist die Rote Bete auch noch sehr anspruchslos. Selbst in ungünstigen Lagen kann sie leicht angebaut werden, sie stellt keine hohen Anforderungen an den Boden und lässt sich zudem noch äußerst unkompliziert und lange lagern. Die Erntezeit beginnt im Juli/August und reicht bis kurz vor den ersten Frost. Rote Beten lassen sich zum Beispiel in Mieten leicht lagern und sind deshalb seit jeher auch ein beliebtes Wintergemüse.
Zuhause kann man die frischen Rüben ohne Probleme an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort lagern. Möchte man Rote Beten einfrieren, sollten sie zuvor gekocht werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Knolle nicht zu groß ist - denn damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Rübe holzig ist.
Rote Bete zubereiten
Wer die Rote Bete nicht als Rohkost im Salat essen möchte,
hat generell mehrere Möglichkeiten, die Rübe zu garen. Man kann sie zum
Beispiel in Alufolie einwickeln und bei 180° 70 bis 80 Minuten in den Ofen
geben. Geschnitten kann sie alleine oder mit anderen Zutaten in der Pfanne
angebraten und geschmort werden. Wollen Sie Rote Bete kochen, sollten Sie
darauf achten, dass die Schale der Rübe nicht verletzt ist. Denn die Rübe wird
mit der Schale gekocht - so bleibt ihre prächtige Farbe erhalten. Ist die
Schale beschädigt, blutet die Knolle beim Kochen aus und ist nachher nicht mehr
so ansehnlich. Nach dem Kochen schälen Sie die Rote Bete, allerdings am besten
mit Handschuhen und gebührender Vorsicht, denn der rote Farbstoff ist sehr
intensiv. Sollten Sie doch einmal rote Flecken auf die Kleidung bekommen, hilft
heißes Wasser, denn der Farbstoff Betanin ist nicht besonders hitzebeständig. Wer sich diesen Kochvorgang sparen möchte, kann auch auf die in vielen Supermärkten erhältlichen im Ganzen vorgekochten, geschälten und vakuumierten Roten Beten zurückgreifen.
Rezepte mit Rote Bete, die besonders bekannt sind, sind der russische Borschtsch oder der nordische Labskaus. Was Sie noch alles mit der Roten Rübe anstellen können, erfahren Sie in unserer Rezeptstrecke auf der nächsten Seite.
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