Kartoffelsalat - beliebt für Party, Grillen und Heiligabend

Kartoffelsalat – das Dressing macht den Salat

Für viele ist eine richtige Party ohne Kartoffelsalat undenkbar und als Grillbeilage hat der Kartoffelsalat genauso wie der Nudelsalat längst Kultstatus erreicht. Auch an Weihnachten gehört für viele der Kartoffelsalat traditionell zum Heiligabend einfach mit dazu. Einzig bei der Frage nach dem Dressing scheiden sich die Geister: Die einen schwören auf die cremige Sauce mit Mayo, die anderen bevorzugen die leichtere Variante mit Essig und Öl. Egal, mit welchem Dressing Sie die Kartoffeln bevorzugen - wir zeigen Ihnen die wichtigsten Tipps und die besten Rezepte für Kartoffelsalat!

Kartoffelsalat

Kartoffelsalat hat in Deutschland eine lange Tradition und gehört mittlerweile fest in das Repertoire verschiedener Lieblingsspeisen, wie z.B. Kartoffelsalat mit Würstchen, Schnitzel oder Schäufele. In manchen Regionen ist Kartoffelsalat mit Würstchen sogar die traditionelle Speise an Heiligabend. Darum verwundert es nicht, dass jede Region ihre ganz eigene Art hat, Kartoffelsalat zuzubereiten: mit Mayonnaise oder ohne, mit Fleischbrühe, warm oder kalt serviert.

Kartoffelsalat zubereiten: Kartoffeln richtig kochen

In der Grundzubereitung gibt es jedoch kaum Unterschiede: Die Kartoffeln werden zunächst gekocht und anschließend mit dem Dressing der Wahl sowie weiteren Zutaten zu einem Salat verarbeitet. Wer seinen Kartoffelsalat sämig haben möchte, verwendet am besten vorwiegend festkochende Kartoffen, wie z.B. Christa, Laura oder Secura oder gibt bei festkochenden Sorten einige wenige mehligkochende Kartoffeln mit dazu. Die meisten kochen die Kartoffeln als Pellkartoffeln mit der Schale und schälen und schneiden sie erst nach dem Abkühlen. Man kann aber auch Salzkartoffeln für die Herstellung eines Kartoffelsalats kochen. Allerdings verlieren die leckeren Knollen beim Kochen einen Teil der Vitamine und Mineralstoffe an das Kochwasser. Legt man Wert auf schön erhaltene Kartoffelscheiben, sollte man die Kartoffeln für den Salat am besten einen Tag vor der Zubereitung kochen. Frisch gekocht und noch warm verarbeitet nehmen die Kartoffeln allerdings die Sauce besser auf, können dabei jedoch zerbrechen. Für einen besonders würzigen Kartoffelsalat kann man die Kartoffeln auch geschält in Brühe oder Bouillon statt mit Salzwasser kochen, sollte dann aber beim späteren Abschmecken vorsichtig mit dem Salz sein, da die Kartoffeln bereits beim Kochen einiges an Salz aus der Brühe aufgenommen haben.

Über alle Saucen-Vorlieben hinweg ist bei den Kartoffelsalat-Fans eine Variante besonders beliebt - der meist warm servierte schwäbische Kartoffelsalat.

Schwäbischer Kartoffelsalat: warm und kalt ein Genuss

Der schwäbische Kartoffelsalat hat viel gemein mit der fränkischen sowie der bayerischen Kartoffelsalat-Variante. Alle drei werden mit einer Mischung aus Essig, Öl und Brühe angemacht, aber nur der schwäbische Salat wird auch warm serviert. Damit die Kartoffeln das Dressing besonders gut aufnehmen, werden sie direkt nach dem Kochen weiterverarbeitet. Sobald die Kartoffeln geschält und in Scheiben geschnitten sind, wird das Dressing aus heißer Fleischbrühe, Essig und Öl sowie etwas Senf, Zucker, Salz und Pfeffer hergestellt. Dieses wird noch heiß über die warmen Kartoffeln gegeben, sodass diese die Marinade gut aufnehmen und gleichzeitig etwas Stärke an die Sauce abgeben können. Dadurch wird der Kartoffelsalat später schön sämig. Wer mag, lässt nun noch Speckwürfel in der heißen Pfanne aus und brät in dem Fett die gewürfelten Zwiebeln kurz mit an. Die Speck-Zwiebel-Mischung gibt man zum Kartoffelsalat und hebt sie vorsichtig unter. Zum Schluss kann man noch in Röllchen geschnittenen Schnittlauch über den Salat geben, das schmeckt schön frisch und wertet den Kartoffelsalat auch optisch auf. Wer die Zwiebeln lieber roh im Salat isst, kann diese einfach ohne anbraten zu den Kartoffeln geben.

Kartoffelsalat mit Mayo

Kartoffelsalat mit Mayonnaise: ein echter Klassiker

Der reichhaltige Snack ist im Norden Deutschlands ebenso beliebt wie in Russland, wo er als Delikatesse gilt, und in Spanien, wo er als Ensaladilla Rusa in jeder Tapas-Bar bereitsteht. Besonders lecker wird Kartoffelsalat mit hochwertigen Zutaten und durch kreative Variationen - egal, ob er als Grillbeilage oder als weihnachtlicher Snack dient!

Kartoffelsalat von Spanien bis Persien

In Russland ist das traditionelle Rezept für Kartoffelsalat mit Mayonnaise der Oliviersalat - er gilt als Festtagsspeise und wird gerne an Neujahr als Vorspeise serviert. Ursprünglich war der Oliviersalat allerdings die Erfindung eines französischen Kochs. Er enthielt neben Kartoffeln das Fleisch wilder Haselhühner, Kaviar, Flusskrebse und Kapern - kein Wunder, dass er als Delikatesse galt. Die Salatsauce wurde nach einem Geheimrezept hergestellt, das Mayonnaise zwar glich, aber niemals perfekt kopiert wurde. Im Laufe der Zeit wurde der Oliviersalat schlichter - heutzutage enthält er Mayonnaise, Gurken, gekochtes Rindfleisch, Möhren, Erbsen und manchmal Hering. Die spanische Version des Oliviersalates, die Ensaladilla rusa, enthält meist Thunfisch und Erbsen - manchmal auch Paprika, Spargel, Knoblauch, Garnelen oder Surimi. Bis nach Persien hat sich der Oliviersalat verbreitet - dort wird er meist mit Hähnchen verspeist. Die traditionell im Norden Deutschlands beliebte Variante von Kartoffelsalat wird meist mit Äpfeln und gekochtem Ei zubereitet, im Rheinland werden gerne Fleischwurst und Gewürzgurken hinzugefügt.

Video-Player wird geladen ...
Kartoffelsalat - Badisch und Berlinerisch

In meiner Brust schlagen zwei Herzen für Kartoffelsalat. Meine Mutter ist in Berlin geboren und ich im Badnerland. Wenn sie zu Besuch kommt und ich mich nicht entscheiden kann, mach ich einfach zwei Varianten, einmal den Berliner Kartoffelsalat mit Mayonnaise, Ei, geschnittenen Gurken oder den Badischen Kartoffelsalat mit Brühe, Essig, Öl, roten Zwiebeln und Schnittlauch.

Wir starten mit dem Badischen Kartoffelsalat und das Besondere daran, ist die kräftige Fleischbrühe. Im ersten Schritt für unseren Badischen Kartoffelsalat machen wir eine Vinaigrette. Dafür brauchen wir natürlich Essig und Öl, ein bisschen mehr Öl als Essig, unser Fleischfond und schlagen das Ganze kräftig mit dem Schneebesen.

Wir brauchen rote Zwiebeln, das finde ich schön für die Farbe und Schnittlauch, eine gute Prise Salz. Die Kartoffeln sind ja gekocht, nehmen also gleich viel Flüssigkeit auf, demnach gut würzen. Alles gut miteinander verrühren und schon können die warmen Kartoffeln dazu. Die Kartoffeln könnt ihr einfach in der Hand zerdrücken. Alles gut miteinander vermengen. Und die Stärke von den Kartoffeln bindet unsere Vinaigrette jetzt ab. Und fertig ist die klassische Variante vom Badischen Kartoffelsalat.

Weiter geht es mit unserem Berliner Kartoffelsalat und da ist das Besondere unsere hausgemachte Mayonnaise. Und die machen wir aus Öl und Milch. Für unsere hausgemachte Mayonnaise brauchen wir zuerst unseren Stabmixer und ein hohes Gefäß. Nehmen wir uns die Milch, für unseren Salat circa 100 Milliliter, eine Prise Salz, etwas Pfeffer, natürlich Öl und unseren Stabmixer. Das Öl bei der Milch bindet ab, wenn ihr glaubt, da passiert gar nichts mehr.

Und auf einmal habt ihr eine perfekte Mayonnaise ohne Ei. Fertig ist sie die hausgemachte Mayo, einmal probieren, wunderbar. Die könnt ihr auch direkt in eure Schüssel geben. Geschnittene saure Gurken dazu, Zwiebeln, ruhig reichlich, gehört zum Berliner Kartoffelsalat dazu, gehackte Petersilie. Einmal alles gut unterheben.

Jetzt nehmen wir unsere Küchenreibe, ein gekochtes Ei. Klassisch verwendet man beim Berliner Kartoffelsalat auch Pellkartoffeln. Ich mag die Variante gerne mit den sogenannten Drillingen, kleine Kartoffeln oder auch neue Kartoffeln sagt man, junge Kartoffeln. Und da könnt ihr problemlos die Schale dranlassen, wie eigentlich auch an jeder Kartoffel, ihr die Schale dran lassen könnt.

Bei den Jungen ist es natürlich auch am zartesten. Und die meisten Vitamine hängen da unter der Schale. Einmal alles gut unterheben, schön vorsichtig, damit sich die Schale nicht von den Kartoffeln löst und fertig ist die Berliner Variante mit Gurken, geraspeltem Ei und hausgemachte Mayonnaise.

Den badischen Salat, den serviert man klassisch war. Den könnt ihr auch am nächsten Tag problemlos noch mal aufwärmen. Und den Berliner Kartoffelsalat, den könnt ihr direkt kalt essen.
Von: Fabio Haebel, Länge: 4:48 Minuten, Aufrufe: 31.917

Die Rezepte zum Video:

Kartoffelsalat mit Mayonnaise - Köstliche Variationen

Ein richtiges Festtagsessen wird Kartoffelsalat durch köstliche Zutaten und Variationen - wer will, kann sich von den internationalen Rezepten inspirieren lassen oder auch ganz neue Wege gehen: Wie wäre es zum Beispiel mit Rosenkohl, Avocado oder Pilzen im Kartoffelsalat? Frische Kräuter oder Curry-Mischungen können dem traditionellen Kartoffelsalat einen ganz neuen Geschmack verleihen. Vorsicht ist bei gekauften Kartoffelsalaten mit Mayonnaise geboten - in schlecht besuchten Tapas-Bars sollte man wegen der Salmonellen-Gefahr lieber auf die Delikatesse verzichten. Sicherer und leckerer ist es, Kartoffelsalat selbst herzustellen.

Kartoffelsalat leicht und trotzdem cremig

Kartoffelsalat mit Mayo ist einfach lecker - aber auch ganz schön fettig! Da müssen kalorienarme Rezepte her. Mit Joghurt, saurer Sahne und Schmand wird der beliebte Klassiker von einer Kalorienbombe zu einem leichten Genuss.

Mayonnaise besteht zum größten Teil aus Pflanzenöl. Mit einem Eigelb wird dieses zu einer festen Creme geschlagen. So muss Mayonnaise mindestens 80 Prozent Fett enthalten und ist damit sehr gehaltvoll. Wer viele Kalorien im Kartoffelsalat sparen möchte, der muss nicht gleich auf die cremige Variante verzichten! Denn die Mayonnaise kann mit Joghurt, Schmand, Salatcreme und Quark ersetzt oder ergänzt werden - sodass der Kartoffelsalat auf leichte Art trotzdem cremig wird.

Kartoffelsalat cremig

Wie leicht der Kartoffelsalat wird, kann man schnell errechnen. Ersetzt man nur die Hälfte Mayonnaise, die einen Fettgehalt von 80 Prozent hat, mit einem Joghurt mit 0,1 Prozent Fett, spart man rund die Hälfte der Kalorien ein. Es lohnt sich also leichte Varianten auszuprobieren. Die selbstgemachte Light-Mayonnaise ist so einfach zuzubereiten wie die normale. Salz, Pfeffer, Eigelb in den Behälter für den Zauberstab geben, darauf einen Becher Joghurt und dieselbe Menge Öl auffüllen. Achtung: Die Zutaten (vor allem das Eigelb) müssen Zimmertemperatur haben, sonst klappt es nicht. Der Zauberstab wird dann beim Mixen langsam von unten nach oben hochgezogen. Möchte man die Mayo nicht selbst zubereiten, dann sollte man im Supermarktregal darauf achten, dass Lightprodukte nicht nur unter „Light" gefunden werden, sondern auch unter Salatcreme. Gerade Produkte mit viel Joghurt dürfen nicht als Mayonnaise deklariert werden.

Es muss nicht Joghurt sein, auch Quark, Schmand oder Saure Sahne machen das Dressing für den Kartoffelsalat cremig, aber nicht so kalorienreich. Wieviel Kalorien und Fett in den verschiedenen Produkten enthalten sind haben wir einmal aufgelistet:

100 Gramm enthalten Kalorien in kcal Fett in g
Öl 883 99
Mayonnaise 789 88
Salatcreme mit Joghurt 300 30
Light-Mayonnaise 100-400 5-40
Quark 40 % in Tr. 142 10
Saure Sahne (10 % Fett) 117 10
Joghurt (3,8 % Fett) 66 3,8
Joghurt (0,1 % Fett) 38 0,1
Magerquark 75 0,2


Dressing für Kartoffelsalat mit Essig & Co

Die Zutaten für ein Kartoffelsalat-Dressing sind in der Regel eher minimalistisch: Zwiebeln, evtl. Fleischbrühe, heller Weinessig, Salz und Pfeffer, ein wenig Zucker sowie das Öl. Aber auch das Essig-Öl-Dressing lässt sich wunderbar variieren, z.B. mit etwas Senf, geriebenem Meerrettich, etwas Pesto, einem Schuss Gewürzgurkensud oder ein wenig Orangensaft - ganz nach Geschmack und Vorlieben. Weitere Variationsmöglichkeiten bieten zusätzliche Beigaben, die dem Kartoffelsalat eine eher deftige, fruchtige oder feine Note geben. Wer den Kartoffelsalat außerdem etwas auflockern möchte, gibt kurz vor dem Servieren noch Blattsalate mit hinein. Dann sollte der Kartoffelsalat allerdings nicht warm gegessen werden, da die Blätter sonst zu schnell zusammenfallen.

Für noch mehr leckere Kartoffelsalat-Varianten kann man z.B. folgende Zutaten dazugeben, sie sorgen vor allem in fettarmen Kartoffelsalaten für viel Aroma:

  • Gurke
  • Tomate
  • Oliven
  • Blattsalate wie Rucola, Feldsalat, Radicchio
  • Bohnen
  • Käse von Gouda bis Feta
  • Wurst oder ausgelassener Speck
  • Gewürzgurken
  • Apfel
  • Gekochtes Ei
  • Mais
  • geröstete Kerne
  • frische Kräuter
  • Hering
  • Radieschen

Und ein besonderes Rezept haben wir als Video-Anleitung für Sie: mediterraner Kartoffelsalat. Einfach lecker!

Video-Player wird geladen ...
Von: Carsten Dorhs, Länge: 9:28 Minuten, Aufrufe: 69.327

Das Rezept zum Video:

Kartoffelsalat ist nicht nur an sich sehr variabel, sondern passt sowohl auf ein Party-Buffet als auch zu einfachen Gerichten wie Frikadellen, Brat- und Siedewürstchen oder Maultaschen in Brühe. Die besten Rezepte für Kartoffelsalat - mit oder ohne Mayo - finden Sie auf den folgenden Seiten.

Autor:
Sie haben Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprechen Sie uns an, im Magazin-Forum.

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren.
Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.