Die Gurke wird häufig
nebenbei und fast unbeachtet in ein Gericht geschnippelt. Man könnte sagen, sie
ist ein Mauerblümchen unter den Gemüsen. So ziert die obligate Gurke fast
unbeachtet den Tellerrand im Restaurant oder den kleinen gemischten Salat. Dabei hat frische Gurke viel größere Aufmerksamkeit verdient. Denn es steckt mehr in
ihr! Sie ist vielseitig, aromatisch und abwechslungsreich. Sie harmoniert nicht nur mit anderem Gemüse, sondern auch mit Obst. Es kommt nur auf die Kombination und das
Dressing an.
Gurken wässern schnell
Gurke besteht zu 96 Prozent aus Wasser. Deshalb ist die Gurke erfrischend, jedoch verwässert sie auch leicht das Salatdressing. Salzt man die Gurke, gibt diese sofort Wasser ab. Das kann man schön beobachten, wenn Gurkenscheiben mit Salz bestreut kurz liegen bleiben. Denn wo die kleinen Salzkristalle liegen, da bilden sich schnell Wassertröpfchen auf der Gurke. Deshalb sollte Gurkensalat erst kurz vor dem Servieren angemacht werden, sonst verliert die Gurke schon zu viel Wasser.
Gurkensalat mit cremig weißem Dressing
Soll der Gurkensalat ein cremig weißes Dressing bekommen, stellt sich die Frage, ob Sahne, Schmand, Milch, Joghurt oder gar ganz ohne? Hier liegt der Unterschied nicht nur in der Kalorienmenge. Denn Sahne macht die eigentlich kalorienarme Gurke zu einer Kalorienbombe. Sondern auch eine Geschmacksfrage! Sahne schmeckt süßlich, ebenso wie Milch. Joghurt, Schmand und saure Sahne hingegen haben eine säuerliche Note. Ein weißes cremiges Dressing für Gurkensalat kann aber auch ganz ohne Milchprodukte zubereitet werden. Wie das geht? Ganz einfach.
Cremig weißes Dressing ohne Milchprodukte
Eine cremig weiße Salatsauce ohne Milch ist im Grunde einfach. Die Zutaten erinnern an ein Mayonnaise-Rezept und genau wie diese wird die Sauce mit Ei und Öl hergestellt. Die Sämigkeit bekommt die Mayonnaise durch das Aufschlagen von einem zimmerwarmen Eigelb in Öl. Die Sorte des Öls kann nach Belieben Rapsöl sein oder anderes. Olivenöl ist nicht zu empfehlen, da dieses beim Aufschlagen leicht bitter wird. Zum Aufschlagen kann man einen Rührmixer oder einen Zauberstab verwenden. Verwendet man einen Rührmixer muss das Öl tropfenweise zum Eigelb hinzugefügt werden und immer erst aufgeschlagen werden, bevor weiter Öl hinzugefügt wird. Verwendet man einen Zauberstab wird das Eigelb einfach mit dem gesamten Öl in den Becher gegeben. Der Zauberstab wird auf den Boden aufgesetzt und gestartet. Wenn sich unten am Boden die Mayonnaise bildet, kann der Zauberstab langsam hochgezogen werden bis das Öl komplett untergerührt ist. Wichtig ist, dass das Rührgefäß sehr schmal ist, es sollte nicht breiter als der Kopf des Zauberstabs sein. Sonst klappt es nicht. Da die Mayonnaise so natürlich noch kein Salatdressing ist, wird Essig oder Zitronensaft hinzugefügt und untergerührt, die Säure gibt Geschmack und bewirkt, dass die Mayo weiß wird. Weiter wird Wasser und Verdickungsmittel hinzugefügt. Als Verdickungsmittel können verschiedene Zutaten verwendet werden, die gerade da sind. Möglich ist Karrageen, das ist das Verdickungsmittel im Tortenguss, Guarkernmehl, oder sonstiges Geliermittel. Hier muss auf das Mengenverhältnis geachtet werden, damit die Sauce nicht komplett stockt. Da für die Sauce rohes Ei verwendet wird, sollte sie unverzüglich nach der Zubereitung gegessen und nicht aufbewahrt werden.
Zum Würzen dieser Sauce je nach Geschmack eine Zwiebel sehr fein hacken und unterrühren, außerdem Kräuter, Salz und Pfeffer nach Belieben. Auch ein kleines bisschen Senf passt gut, gerade zu Fischgerichten. Viel Spaß beim Ausprobieren! Weitere leckere Gurkensalat-Ideen finden Sie auf der nächsten Seite.
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