Die besten Leistungssportler der Welt versammeln sich in London, um
bei den olympischen Sommerspielen 2012 Medaillen zu gewinnen und Rekorde zu
brechen. Um Bestleistungen zu bringen, wird längst nicht nur trainiert, sondern
auch ganz besonders auf die Ernährung geachtet. Dieses Großereignis nehmen wir uns zum Anlass und möchten aufräumen mit einigen verbreiteten Mythen, die im Bereich der Sportlerernährung
kursieren. Denn Ernährung ist nicht nur wichtig für die Sportler im olympischen
Dorf, sondern für jeden, der sich zuhause sportlich betätigt.
Die meisten Mythen über Sportlerernährung gibt es schließlich nicht bei den Profis, sondern im Fitnessstudio um die Ecke. Da lässt sich der ein oder andere doch hin und wieder das neueste "Wundergetränk" andrehen, weil es angeblich leistungssteigernd wirkt oder nach dem Training besonders regenerierend sein soll. Aber stimmt das? Wir räumen auf mit den fünf hartnäckigsten Mythen über Sportlerernährung.
Magnesium hilft gegen Muskelkater
Kurz gesagt: Leider nicht! Die Brausetablette können Sie sich also getrost sparen. Wichtiger ist es, vor und während des Trainings ausreichend zu trinken. Der Körper sollte mit genügend Flüssigkeit versorgt werden, damit es erst gar nicht zum Muskelkater kommt. Außerdem gilt: Je besser man trainiert ist, desto unwahrscheinlicher wird ein Muskelkater. Überfordern Sie sich also nicht, sondern trainieren Sie regelmäßig auf Ihrem Level und steigern Sie sich langsam.
Der Muskelaufbau benötigt zusätzliche Proteine aus Supplementen
Richtig ist, dass für den Muskelaufbau Proteine benötigt werden. Diese werden im Normalfall jedoch ausreichend über die Nahrung aufgenommen, sodass es unnötig ist, hier Supplemente zu nehmen. Teure Proteinshakes sind also nicht notwwendig, da Milchprodukte, Fleisch und Fisch ausreichend Proteine enthalten. Selbst Profisportler können den Eiweißbedarf über die Nahrung decken. Denn der Proteinbedarf einer austrainierten Person ist nur geringfügig höher als der einer untrainierten Person.
Gute Sportlerernährung braucht Nahrungsergänzungsmittel
Was für Proteinprodukte gilt, gilt auch für alle anderen Nahrungsergänzungsmittel. Beliebt sind Multivitaminpräparate mit Zink. Solche Produkte sind bei einer ausgewogenen Ernährung überflüssig, denn der Körper wird ausreichend versorgt. Das gilt auch für untrainierte Personen. Auch spezielle Sportlernahrung sollte kritisch betrachtet werden, vor allem, wenn sie angeblich leistungssteigernd ist oder beim Abnehmen helfen soll - sowie beispielsweise Sportlergetränke mit L-Carnitine. L-Carnitin ist eine Aminosäure, die in vielen Sportlergetränken verwendet wird. Natürlich kommt L-Carnitin vor allem in Fleisch vor, es kann aber auch im Körper selbst gebildet werden. Die Produkte mit L-Carnitin versprechen Leistungssteigerung und eine gesteigerte Fettverbrennung. Leider ist beides nicht belegt und Studien deuten darauf hin, dass hier wohl eher ein Placebo-Effekt zur Geltung kommt.
Zwei Stunden nach dem Sport nichts zu essen, verbrennt mehr Fett
Die Fettverbrennung wird von einer direkten Nahrungsaufnahme nach dem Sport nicht beeinflusst und läuft trotz Essens und Trinkens weiter. Ganz im Gegenteil ist es sogar wichtig, gerade nach dem Sport die Energiespeicher wieder aufzufüllen und dem Körper alles zur Verfügung zu stellen, was er für die Regeneration und Erholung benötigt. Ein Joghurt, ein Brot und ein Getränk bieten sich an. Sie müssen also keinesfalls nach dem Sport hungern.
Vor dem Sport viel und während des Sports nichts trinken
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig und richtig. Jedoch sollten keine großen Mengen auf einmal getrunken werden oder komplett auf Flüssigkeit verzichtet werden. Wichtig ist es, gleichmäßig über den Tag verteilt und regelmäßig zu trinken. Dabei sollten Getränke möglichst kalorienarm sein. Spezielle Sportlergetränke versprechen dabei besonders isotonisch zu sein. Das heißt, sie müssen nicht verdaut werden, sondern können schnell den Verdauungstrakt passieren, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen. Saftschorlen erfüllen dies allerdings gleichermaßen. Isotonische Getränke sind während des Sports zu empfehlen. Ansonsten sollte Wasser bevorzugt werden. Softdrinks wie Cola sind ungeeignet, auch in der Diätvariante. Die normalen Softdrinks enthalten zu viel Zucker, während die Diätvariante zu wenig enthält, als dass sie als Sportlergetränk geeignet wäre.
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits