Die Aubergine (Solanum
melongena) gehört zu den Nachtschattengewächsen und wird wegen ihrer Form auch
Eierfrucht genannt. Vor allem in den mediterranen Küchen und dem Orient spielt
sie eine große Rolle und ist eine beliebte Zutat in berühmten Gerichten. Freiland-Auberginen
stammen im Frühsommer hauptsächlich aus der Türkei oder Marokko, im Sommer aus
Italien und Spanien und bis in den späten Herbst hinein aus verschiedenen
Teilen Mitteleuropas. Mittlerweile findet man sie als Treibhausware aber auch ganzjährig
im Supermarkt.
Die Aubergine hat einen eher neutralen Geschmack und passt sich daher gut an die verschiedensten Gerichte an. Egal ob in der Pastasoße, dem Reisgericht oder gefüllt mit Fleisch und Käse - die violettschwarze Frucht ist vielseitig wandelbar. Sie darf weder im französischen Ratatouille fehlen, noch im griechischen Moussaka, der orientalischen Auberginencreme Baba Ghanoush oder dem italienischen Auflauf-Klassiker Melanzane alla Parmigiana.
So berühmt und international die Aubergine auch ist - es halten sich einige hartnäckige Mythen rund um die Eierfrucht, die längst überholt sind.
Mythen rund um die Aubergine: Von Salz, Nikotin und Bitterstoffen
Salz oder kein Salz
Sollten Auberginen vor der Zubereitung gesalzen werden oder nicht? Früher wurde
dazu geraten, die in Scheiben geschnittenen Auberginen zu salzen, bevor man sie
weiter verarbeitet. Auch heute noch findet man diesen Hinweis immer wieder im
Zusammenhang mit Auberginen-Rezepten. Das Salzen sollte die in der Frucht
enthaltenen Bitterstoffe lösen und „ausschwemmen". Da heute jedoch Auberginen
so gezüchtet werden, dass sie keine Bitterstoffe mehr enthalten, ist ein Salzen
aus diesem Grund nicht mehr nötig. Das Salz kann jedoch unter bestimmten
Umständen trotzdem ein guter Trick sein. Dann zum Beispiel, wenn die Aubergine
gekocht werden soll. Denn das Salz entzieht der Frucht Wasser, was beim anschließenden
Kochen für eine angenehmere Konsistenz sorgt. Brät man die Auberginen, kann
weniger Wasser auch hilfreich sein, wenn man ein Kochen im eigenen Saft
verhindern möchte. Frittiert man Auberginen, sorgt das vorherige „Entwässern"
dafür, dass sie nicht ganz so viel Fett aufsaugen. Allerdings sollte man immer
bedenken, dass zusätzlich mit dem Wasser auch Aromastoffe entweichen.
Inhaltsstoffe:
Nikotin und Solanin
Rohe Auberginen enthalten das natürliche Gift Solanin. Da es hauptsächlich in
unreifen Früchten vorkommt und beim Garen zerstört wird, sollte man auf die
Reife der Auberginen achten und sie nicht roh verzehren.
Hartnäckig hält sich der Mythos, Auberginen enthielten besonders viel Nikotin.
Dieser Irrglaube beruht auf einer alten Analyse, die mittlerweile längst als
fehlerhaft entlarvt wurde. Zwar enthält die Aubergine mit bis zu 100 Mikrogramm
pro Kilogramm Frucht auch Nikotin - allerdings nicht mehr als andere
Gemüsesorten auch.
Tipps rund um die Auberginen-Zubereitung
Verfärbung: Beim
Kontakt mit Luft verfärbt sich das Fruchtfleisch der Aubergine schnell zu einem
unschönen Braun. Um das zu verhindern, reichen allerdings schon ein paar
Spritzer Öl oder Zitrone.
Häuten: Wer Auberginen häuten möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Entweder man schält sie wie eine Mohrrübe mit dem Messer oder dem Kartoffelschäler. Oder man brüht sie kurz - ähnlich wie Tomaten, die man häuten möchte - und zieht ihnen dann die Haut vorsichtig mithilfe eines Messers ab. Die dritte Möglichkeit ist, sie etwa 20 Minuten bei ca. 200 Grad zu grillen, bis die Haut Blasen wirft und schwarz wird. Anschließend lässt sich die Haut ebenfalls einfach abziehen.
Aufbewahren: Reife Auberginen sollten eine gleichmäßige Schale mit mattem Glanz aufweisen und über noch frisches Grün verfügen. Auf etwas Druck sollte das Fruchtfleisch leicht nachgeben. Haben die Auberginen bereits braune oder dunkle Flecken, sollten sie nicht mehr gekauft werden. Am besten verwendet man die Aubergine möglichst frisch, allerdings hält sie sich auch bei Kellertemperatur in Folie gewickelt bis zu einer Woche lang. Vermeiden sollte man normale Zimmertemperatur, Kühlschrank-Temperatur und die Lagerung in der Nähe von Tomaten oder Äpfeln.
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