Die Paprika: gefüllt, gebraten, gegrillt - gefällt!

Die Paprika – Capsicum hat viele Sorten

Die Paprika (Capsicum) ist ein Klassiker der deutschen Küche: Gefüllte Paprika mit Hackfleisch gehören wohl zum Standardrepertoire jedes Hobbykochs. Doch die Gemüsepaprika hat noch viel mehr zu bieten: Gebraten, gegrillt, eingelegt, in Dip und Sauce oder als Chutney - die Paprika hat sich ihren Platz bei den beliebtesten Gemüsesorten redlich verdient!

Paprika

Die Paprika - Capsicum ist eine vielseitige Pflanze

Neben der in Deutschland verbreiteten milden Variante der Gemüsepaprika in gelb, grün und rot gehören auch Chili, Peperoni, Pfefferoni und Jalapeño zur Familie der Paprika (Capsicum). Ursprünglich kam die Paprika aus Südamerika und die erste Sorte war rot und deutlich kleiner und schärfer als heute. Von dort verbreitete die Paprika sich über Amerika und durch den Kolonialismus auf der ganzen Welt. Welche Sorte Paprika wo beliebt ist, hängt zu einem großen Teil vom Klima ab: Zum einen ist es natürlich einfacher, Paprika in tropischen Gebieten anzubauen, zum anderen sind in heißen Ländern eher die scharfen Paprikasorten beliebt, da sie das Hitzeempfinden senken. Die schärferen Sorten Paprika sind daher besonders in der mexikanischen Küche und anderen südamerikanischen Küchen verbreitet - aber auch in asiatischen Küchen findet man häufig scharfe Sorten.

Paprika als Gewürz

Gerade in der europäischen Küche ist die Paprika auch als Gewürz beliebt. Zur Herstellung von Paprikapulver werden Paprika getrocknet und gemahlen. Hierfür werden unterschiedliche Paprikasorten verwendet und die Pulver der getrockneten Paprika haben daher unterschiedliche Schärfegrade: Edelsüß, Rosenpaprika, Extra - und Cayennepfeffer besteht aus gemahlenen Cayenne-Chilischoten. Viele Länder haben auch typische scharfe Würzsaucen, die auf Paprika basieren: der Mojo auf den Kanaren, Harrissa aus Nordafrika, Sambal Oelek aus Indonesien, der in der Türkei beliebte Ajvar und natürlich die amerikanische Tabascosauce. 

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Die Paprika in der Küche - Rezepte

Die in der deutschen Küche verwendeten Sorten Capsicum sind das Ergebnis erfolgreicher Züchtung von milderen Varianten - zum Glück, denn selbst wenn man es etwas schärfer mag, so sind viele Gerichte mit Paprika doch besser mild zu genießen. Die Schärfe der Chili, die ebenso zur Familie der Capsicum gehört, kommt übrigens vom Alkaloid Capsaicin - dieses ist in Paprika nur minimal vorhanden. Egal, ob Paprikasuppe, Paprikasalat, Paprikapfanne, gefüllte Paprika, Paprika mit Hähnchen, Paprikaschnitzel oder ein anderes Lieblingsrezept: Paprika ist vielseitig, verträgt fast jede Zubereitungsart und harmoniert mit den meisten anderen Gemüsen, von Zucchini über Pilze bis Möhren und Mais.

Capsicum - so baut man die Pflanze an

Falls sie die Pflanze Capsicum selbst anbauen möchten, gelten für so gut wie alle Sorten Paprika dieselben Regeln. Paprika ist besonders wärmebedürftig – ein ertragreicher Anbau funktioniert also am besten im Gewächshaus. Capsicum lässt sich auch im Freiland anbauen, die Pflanze gedeiht dann aber nicht ganz so gut. Die Aussaat findet am besten im März statt, dann können Sie die Pflanzen Ende April/Anfang Mai ins Gewächshaus pflanzen – der Abstand zwischen den Paprika sollte 40 bis 50 cm betragen. Reife Paprika können Sie dann ab Juli von der Pflanze ernten.

Auf der nächsten Seite finden Sie köstliche Rezepte mit der vielseitigen Paprika.

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