Eis – mit Eismaschine wirds extra fein und cremig!

Eis ganz einfach selber machen mit der Eismaschine

Cremiges Schokoladen-EisKaum einer kann dem verführerisch cremigen Schmelz einer frisch hergestellten Eiscreme widerstehen. Zu den beliebtesten Sorten gehören dabei Vanille, Schokolade, Erdbeere und Stracciatella. Wie praktisch, dass man sich das Lieblingseis auch gleich zuhause selbst machen kann!

Gerade Eiscreme auf Milch- oder Sahnebasis gelingt in der Eismaschine besonders gut, aber auch Sorbet lässt sich problemlos in der Eismaschine herstellen. Anders als beim Parfait erhält das Eis seine cremige Konsistenz durch das beständige Durchrühren beim Gefrieren - beides übernimmt die Eismaschine. So entstehen die gewünschten feinen, kleinen Eiskristalle, die so schön auf der Zunge zergehen. Wie bei jeder gelungenen Speise spielt für den perfekten Schmelz aber natürlich auch die Wahl der Zutaten wie Sahne, Zucker oder Eigelb eine wichtige Rolle.

Diese Eismaschinen-Typen gibt es

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Eismaschinen: Es gibt solche, die mit einer Kühleinheit arbeiten, während andere einen integrierten Kompressor haben, der ein aktives Gefrieren erlaubt.

Am weitesten verbreitet sind die Eismaschinen mit Kühleinheit, denn sie sind wesentlich günstiger in der Anschaffung und werden mittlerweile saisonal von diversen Discountern und Herstellern angeboten. Um damit ein Eis herstellen zu können, muss zuvor die Kühleinheit je nach Fabrikat und Größe bis zu 24 Stunden ins Gefrierfach wandern, bis die im doppelwandigen Behälter enthaltene Wasser-Salz-Lösung durchgefroren ist. Danach wird die Kühleinheit in die Eismaschine eingesetzt und kann mit der vorbereiteten Eismasse befüllt werden. Diese wird langsam in das laufende Gerät gegossen, während der darin kreisende Spatel oder Rührarm für die optimale Durchmischung sorgt.

Eismaschinen mit Kompressor hingegen gefrieren dank eingebauten Kühlaggregaten ähnlich wie auch der Tiefkühler die Eismasse aktiv, während ein Rührarm oder Spatel bereits angefrorenes Eis von der Wand der Rührschüssel schabt und mit der noch flüssigen Eismasse durchmischt bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Vorteil der Eismaschine mit Kompressor: Man kann auch spontan ein frisches Eis rühren, ohne auf vorbereitende Kühlzeiten achten zu müssen. Allerdings sind solche Eismaschinen wesentlich teurer in der Anschaffung. Wer häufig oder auch mal größere Mengen bzw. mehrere Sorten am gleichen Tag herstellen möchte, für den lohnt sich auch der Kauf einer Eismaschine mit Kompressor.

Manche Eismaschinen können neben cremigem Speiseeis auch noch weitere Eisspezialitäten herstellen, so z.B. Softeis oder Frozen Yoghurt. Allerdings haben solche Extra-Funktionen auch ihren Preis.

Eis in der Eismaschine herstellen - so gehts

Frisch zubereitetes Vanille-EisSobald man sich für ein Eis-Rezept entschieden hat, werden die benötigten Zutaten zu einer cremigen Eismasse verarbeitet. Bei den beliebten Milch- und Sahneeissorten gehören in die Grundmasse natürlich Milch und Sahne in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, Zucker und in der Regel auch Eigelb. Dieses verbindet als Emulgator die in den Zutaten enthaltenen Fette und Wasseranteile zu einer cremigen Emulsion. Wer lieber auf Eigelb verzichten möchte, kann auch auf Sojalecitin oder auch Johannisbrotkernmehl zurückgreifen. Manche Rezepte kommen auch ganz ohne Eigelb und Co aus. Damit das Eigelb als Emulgator funktioniert, wird es mit dem Zucker vermischt und über einem Wasserbad vorsichtig unter stetigem Aufschlagen erhitzt, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Dann gibt man die Sahne bzw. Milch dazu und rührt weiter, bis das Ei bindet und die Flüssigkeit sämig wird. Man kann auch mit verschiedenen Zuckersorten experimentieren, wie z.B. Dextrose, brauner Zucker, Puderzucker, Zuckersirup etc. Denn auch der verwendete Zucker ist mit für die Konsistenz des fertigen Eises verantwortlich, da die Zuckermoleküle die Gefriereigenschaften des enthaltenen Wassers verändern und so für einen zarteren Schmelz sorgen können. 

Nun kann die Grundmasse nach Belieben mit Gewürzen, Aromen, Fruchtpüree oder anderen Zutaten verfeinert werden. Nachdem die fertige Eismasse abgekühlt ist, kann sie sofort weiterverarbeitet werden. Wer aber ein bisschen Geduld mitbringt und die Masse noch einen halben Tag im Kühlschrank ruhen und reifen lässt, wird mit einem intensiveren Aroma belohnt. Zur Fertigstellung des Eises gießt man die abgekühlte flüssig-cremige Eismasse in die laufende Eismaschine. Gröbere Zutaten, wie Nüsse, Rosinen oder Keksstücke, gibt man am besten erst mit in die Eismaschine, wenn die Eismasse nicht mehr ganz flüssig ist. So verteilen sich die Beigaben besser. Je nach Gerät dauert der Gefriervorgang bis zu 45 Minuten, bis das Eis die gewünschte cremige Festigkeit hat. Jetzt kann man das Eis pur oder mit Früchten, Schokolade, Sauce etc. garniert genießen oder ganz klassisch aus der knusprigen Eiswaffel schlecken! Sofern Reste bleiben, können diese einige Wochen im Tiefkühlfach aufbewahrt werden.

Nun steht den eigenen Eisträumen nichts mehr im Wege! Zur Inspiration haben wir viele köstliche Rezeptideen auf der folgenden Seite zusammengestellt - Ob fruchtig oder schokoladig, mit Nüssen oder Keksen, hier ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.

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