Bubble Tea: leckerer Sommerdrink mit Risiko?

Das neue Trendgetränk für diesen Sommer heißt Bubble Tea. War es zunächst nur in den Großstädten zu haben, kann man das kalte Tee-Mixgetränk mit den sirupsüßen Kugeln mittlerweile fast überall erstehen. Jedoch hat das Kultgetränk aus Fernost nicht nur Fans, Verbraucherschützer sehen auch Risiken.

Besonders beliebt ist der Eistee-Trend aus Fernost beim jungen Publikum, denn Bubble Tea verbindet Süßigkeiten in Form von siruphaltigen Perlen mit einem geeisten Getränk und ist in allen erdenklichen Farben und Geschmacksrichtungen zu haben. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, wie beispielsweise die Verbraucherzentrale Bayern, die vor den quietschbunten Tee-Mixgetränken aus den überall entstehenden Bubble Tea Shops und diversen Café-Ketten warnen.

Bubble Tea in der Kritik

Als bedenklich gelten die vielfach im Tee-Mixgetränk enthaltenen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe, die nicht immer klar gekennzeichnet werden. Außerdem besteht die Gefahr des Verschluckens der süßen Perlen, die mit einem extra breiten Trinkhalm aufgesaugt werden, weshalb der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte Bubble Tea für kleine Kinder für ungeeignet hält. Ein weiterer Kritikpunkt ist die hohe Nährwertdichte: Oft bestehen die bei uns angebotenen Bubble Teas nur noch zu einem geringen Teil aus kalorienarmen Tees. Den Hauptanteil tragen Milch-, Sirup- und Joghurtmixturen. So kann schon ein kleines Glas mit rund 200 ml Bubble Tea bis zu 500 kcal mitbringen - das entspricht einer kleineren Mahlzeit! Die in Sirup getränkten Perlen aus Tapioka, Stärkemehl gewonnen aus der Maniokwurzel, tragen dabei wesentlich zu dem hohen Brennwert des In-Getränks bei. Eine vergleichsweise bessere Bilanz bieten die Popping Bobas - kleine Kugeln aus teilgeliertem Fruchtsaft, sofern diese wirklich mit 100 Prozent reinem Saft und nicht wie in den Shops mit Sirup oder anderen Konzentraten hergestellt werden.

Popping Bobas: Gelee-Perlen mit Überraschungseffekt

Bubble Tea Joghurt-Erdbeere mit Popping BobasNicht zuletzt auch wegen der Popping Bobas ist Bubble Tea so beliebt. Denn diese farbenfrohen Perlen bieten einen ganz besonderen Gaumenkitzel: Popping Bobas sind außen von einer geleeartigen Konsistenz, innen aber noch flüssig und platzen beim Draufbeißen, was einen ähnlich Spaßfaktor mitbringt wie prickelndes Brausepulver oder knisternde Schokolade. Hergestellt werden die bunten Kugeln aus Fruchtsaft, Sirup, Fruchtsaftkonzentraten oder einer Mischung daraus. Mithilfe eines Verfahrens aus der molekularen Küche entstehen aus der Flüssigkeit kleine Kugeln, indem diese mit einer Spritze oder Pipette tropfenweise in ein mit Calcium angereichertes Wasserbad gegeben werden. Dank des eingerührten Geliermittels Alginat im Saft bildet sich durch den Kontakt mit dem Wasser eine feste Hülle. Der Kern bleibt flüssig, da er nicht mit der Lösung in Berührung kommt. Die so entstandenen Popping Bobas werden dann in den fertig gemixten Bubble Tea gegeben und mit einem extrabreiten Trinkhalm aufgesaugt.

Der ursprüngliche Bubble Tea besteht jedoch aus rein natürlichen Zutaten und so wollen wir ihn hier auch herstellen, in einer traditionellen Schwarztee- sowie einer fruchtigen Variante. Wir zeigen in einer Anleitung Schritt für Schritt, wie Sie den beliebten Bubble Tea sowie fruchtige Popping Bobas zuhause selbst herstellen können. Damit lassen sich dann die verschiedensten Bubble Tea-Variationen ganz nach den individuellen Vorlieben kreieren: von traditionell bis fruchtig, süß oder herb!

Bubble Tea selber machen: Rezept mit Foto-Anleitung

Zutaten bereitstellen

Für die Herstellung von klassischem Bubble Tea braucht man, Tee zum Aufgießen (hier schwarzer Tee), Wasser, Eiswürfel oder Crushed Ice, Sirup oder andere Süßungsmittel sowie Tapioka-Perlen.

(Foto: chefkoch)

Tapioka-Perlen kochen

Einen Topf mit Wasser aufkochen und die Tapioka-Perlen in das sprudelnde Wasser geben. Die Perlen müssen ca. 30-40 Minuten bei mittlerer Hitze gekocht werden, bis sie vollständig klar geworden sind. Danach die Perlen in einem Sieb abgießen und gründlich mit Wasser abspülen. Wer keine Tapioka-Perlen zur Hand hat, kann ebenso gut normalen Perlsago aus dem Supermarkt verwenden. Die etwas kleineren Perlen passen dann auch durch Trinkhalme mit normaler Breite.

(Foto: chefkoch)

Tapioka-Perlen aromatisieren

Jetzt können die Tapioka-Perlen in einem Sirup der Wahl, z.B. Vanillesirup, mariniert werden. Dazu die Perlen in ein Gefäß geben und mit Sirup bedeckt einige Zeit ziehen lassen.

(Foto: chefkoch)

Tee kochen

Der gewählte Tee sollte mindestens doppelt so stark aufgebrüht werden wie normal. Dazu eine entsprechende Menge Teebeutel oder losen Tee in frisch aufgekochtem Wasser ziehen lassen. Hier sind es drei Beutel Schwarzer Tee auf 500 ml Wasser. Den Tee nach Packungsanweisung ziehen lassen, dann die Beutel entfernen.

(Foto: chefkoch)

Tee schockkühlen

Eine Schüssel oder Kanne mit reichlich Eiswürfeln oder Crushed Ice füllen. Den heißen Tee darüber gießen. So kühlt der frische Tee schlagartig ab und behält besser Farbe und Aroma.

(Foto: chefkoch)

Bubble Tea mixen

In einen Cocktail-Shaker oder Blender Crushed Ice, gekühlten Tee, kalte Milch sowie je nach Geschmack etwas Sirup oder alternative Süßungsmittel geben und gut schütteln. So entsteht der feine Schaum auf dem Bubble Tea.

(Foto: chefkoch)

Bubble Tea servieren

Eingelegte Tapioka-Perlen in ein hohes Glas geben und mit dem fertig gemixten Tee inkl. Eis aufgießen. Mit einem dicken Trinkhalm servieren. Wer Angst hat, sich an den Kugeln zu verschlucken, nimmt einfach einen schmaleren Trinkhalm und löffelt die Kugeln mit einem langstieligen Dessertlöffel.

(Foto: chefkoch)

Die Basis für den klassischen Bubble Tea besteht aus Schwarzem oder Grünem Tee. Er lässt sich aber prinzipiell auch mit jedem anderen Tee, wie Früchtetee oder Kräutertee, herstellen. Weitere Aromen können durch Fruchtsäfte oder verschiedene Sorten Sirup zugefügt werden, beliebte Varianten sind z.B. Erdbeere, Vanille und Mango.

Bevor es mit der Zubereitung von Bubble Tea losgeht, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Neben dem Einkauf sämtlicher Zutaten gehört dazu auch die Herstellung einer ausreichenden Menge Eiswürfel mithilfe von Eiswürfelformen oder Eiswürfeltüten. Wer nicht auf selbstgefrorene Eiswürfel zurückgreifen kann, kauft sich entsprechend Crushed Ice oder fertige Eiswürfel im Supermarkt. Dann steht dem Zubreiten eines selbst kreierten Bubble Teas nichts mehr im Wege - viel Spaß!

Bubble Tea: Popping Bobas selbst herstellen

Zutaten für Popping Bobas bereitstellen

Für die Popping Bobas benötigt man beliebigen Fruchtsaft oder auch andere Flüssigkeiten, Alginat, Calciumchlorid und stilles Wasser sowie eine Spritze, Pipette oder Dosierflasche zum Formen der Saftperlen.

(Foto: chefkoch)

Saft vorbereiten

Den gewählten Saft mit 1g Alginat je 100 ml Flüssigkeit vermischen. zunächst rührt man das Alginat mit ca. einem Drittel der Flüssigkeit glatt und gibt dann den restlichen Saft dazu. Mit einem Rührbesen oder Pürierstab durchmischen, damit das Pulver möglichst schnell und gleichmäßig ohne zu klumpen in den Saft gerührt wird. Danach den Saft kurz ruhen lassen, damit die Luftbläschen entweichen können.

(Foto: chefkoch)

Wässrige Lösung herstellen

3 g Calciumchlorid in 300 ml stillem Mineralwasser lösen. Leitungswasser kann möglicherweise eine für den Prozess ungünstige chemische Zusammensetzung haben, daher greift man besser auf stilles Mineralwasser aus der Flasche zurück.

(Foto: chefkoch)

Popping Bobas herstellen

Den vorbereiteten Saft auf eine Spritze, Pipette oder Ähnliches mit der gewünschten Lochgröße ziehen und mit wenig Abstand zur Wasseroberfläche in die vorbereitete Wasserschüssel tropfen lassen. Die so produzierten Popping Bobas durch vorsichtiges Umschütten durch ein Sieb aus der Flüssigkeit nehmen und mit reinem, stillen Wasser abspülen, um den Gelierprozess zu stoppen.

(Foto: chefkoch)

Bubble Tea mit Popping Bobas servieren

Den vorbereiteten kalten Tee (hier Früchtetee) mit Joghurt, Sirup bzw. anderem Süßungsmittel und etwas Crushed Ice im Cocktail-Shaker oder Blender mixen und in ein hohes Glas gießen. Die Popping Bobas vorsichtig hineingleiten lassen. Mit einem dicken Trinkhalm genießen.

(Foto: chefkoch)

Popping Bobas kann man grundsätzlich auch zuhause herstellen, die Zutaten sind über das Internet oder auch in der Apotheke zu bestellen oder sogar vorrätig. Damit die gewählte Flüssigkeit, wie Saft, Joghurt oder Sirup, auch die gewünschte Perlenform annimmt, versetzt man sie mit einem Geliermittel, dem Alginat. Gibt man das Gemisch dann tropfenweise in eine Wasser-Calciumchlorid-Lösung, entstehen die geleeartigen Bobas mit flüssigem Kern. Da man von den Chemikalien nur sehr geringe Mengen braucht, benötigt man eine sehr genaue Küchenwaage oder weicht auf eine Briefwaage aus. Je nach gewünschter Größe der Popping Bobas verwendet man zum Formen eine Spritze, Pipette oder ein Dosierfläschchen. Mit etwas Übung lassen sich so kleinere oder größere Perlen in das Wasserbad tropfen. Übrigens: Auf dieselbe Art stellt man in der molekularen Küche Frucht- oder Gemüsekaviar her. Viel Spaß beim Experimentieren!

Meine Leidenschaft ist das Backen, aber ich koche auch viel und gerne! Mein Ziel: inspirierende Videos mit vielen Tipps für noch mehr Spaß am Kochen und Backen!

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