Eine Hochzeitstorte muss höchsten Ansprüchen genügen, wird
sie doch zu einem ganz besonderen Fest serviert. Darum wird der Dekoration und
Präsentation der Torte mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dem
Geschmack. Für eine edle Dekoration bieten sich je nach Tortenbasis und Füllung
verschiedene Materialien an: Sahne, Creme, Fondant, Marzipan, Royal Icing,
Früchte, Schokolade und diverses Zuckerwerk. Hilfreich ist es, wenn man vorab
bereits einige Überlegungen bezüglich der Tortendekoration anstellt und diese
evtl. in einer Skizze festhält. Die Bandbreite für die Dekoration einer
Hochzeitstorte reicht von klassisch über puristisch bis hin zu verspielt oder
witzig. Weitere beliebte Elemente der Dekoration sind Blüten, Perlen, verschiedene
Tortenaufleger, Tauben, Ringe, Namen, Widmungen und natürlich die Tortenfigur.
Bevor es an die Details der Dekoration geht, muss die vorbereitete Torte jedoch zunächst einmal entsprechend der Füllung eingedeckt werden.
Hochzeitstorte einkleiden: Fondant, Marzipan und Co.
Nachdem die Kuchenbasis mitsamt der Füllung fertig gestellt ist, kann die äußere Verkleidung auf die Hochzeitstorte gebracht werden. Hierfür eignen sich Cremes oder Sahne passend zur Füllung oder auch eine Decke aus Marzipan oder Fondant. Wer eine selbsttragende, mehrstöckige Hochzeitstorte plant, baut diese entweder zu voller Größe auf und verkleidet sie mit Sahne oder Creme, oder kleidet die einzelnen Ebenen zunächst mit Fondant oder Marzipan ein, um sie danach übereinander zu schichten.
Am schnellsten ist die Hochzeitstorte mit Creme oder Sahne eingedeckt: Zuerst trägt man eine dünne Schicht der gewählten Masse auf den Kuchenboden auf. Das dient dazu, sich dabei lösende Krümel zu binden und kleinere Unebenheiten auszugleichen. Danach sollte man die Torte erneut kühlen, damit die Masse etwas anziehen kann. Dann wird eine weitere, großzügige Schicht darübergestrichen. Wer mag, kann die fertige Creme- oder Sahneschicht noch durch Einziehen von Mustern dekorieren. Eine weitere einfache Möglichkeit für einen dekorativen Überzug bieten Kuvertüre sowie Zuckerguss.
Besonders beliebt ist jedoch eine Verkleidung der Hochzeitstorte mit Fondant oder Marzipan. Diese ist zwar in der Herstellung etwas aufwändiger, dafür aber stabiler und besonders edel. Damit sich Marzipanrohmasse ausrollen lässt, sollte man sie zuvor mit Puderzucker verkneten, bis die Masse nicht mehr so stark klebt. Danach kann das Marzipan zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder auch auf einer mit Puderzucker bestäubten Fläche in der gewünschten Größe ausgerollt werden. Damit das Marzipan auf dem Kuchen haften bleibt, wir dieser zuvor mit einer dünnen Schicht Konfitüre oder Ganache eingestrichen. Ähnlich verfährt man auch mit dem Fondant. Damit er sich problemlos um die Torte legen lässt, wird er einige Minuten weich geknetet und dann auf einer mit Bäckerstärke oder Puderzucker bestäubten Fläche ausgerollt. Auch hier benötigt man eine Zwischenschicht aus Konfitüre, Ganache oder Buttercreme, um den Fondant mit dem Kuchen zu verbinden. Weder Marzipan noch Fondant können als Verkleidung für Sahnetorten genutzt werden, da die enthaltene Feuchtigkeit den Überzug aufweicht.
Wem diese Varianten zu mächtig sind und nicht so viel Wert auf eine klassisch weiße Hochzeitstorte legt, kann diese auch mit ganzen Früchten eindecken, wie z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen etc. oder die Torte mit einem Fruchtspiegel aus Fruchtpüree und Gelatine abschließen und den Rand mit Creme oder Sahne einstreichen.
Hochzeitsorte verzieren mit Zuckerwerk oder Cremedekor
Die Hochzeitstorte steht und fällt mit der Dekoration, die
in der Regel auf den Blumenschmuck und die Farben der Tischdekoration der
Festtafel abgestimmt wird. Sahne- oder Cremetorten lassen sich dank verschieden
geformter Spritztüllen mit aufgespritzten Dekorationen verschönern. Auch ein
Brautpaar als Tortenfigur ist für die meisten auf einer Hochzeitstorte Pflicht.
Von klassisch über verspielt bis frech - es gibt viele verschiedene Modelle
über den Fachhandel und im Internet zu kaufen. Eine beliebte Alternative oder
auch Ergänzung zur Tortenfigur ist das Foto als Tortenaufleger. Dazu wird ein
Foto der Brautleute mit Lebensmittelfarbe auf Esspapier oder eine dünne Schicht
Fondant gedruckt. Diese essbaren Fotos kann man beim Konditor oder auch über
das Internet bestellen.
Mit Marzipan oder Fondant eingedeckte Torten werden gern mit Dekor aus Zucker bzw. Marzipan verziert. So kann man essbare Zierbänder, kleine Figuren, Symbole etc. aus eingefärbtem Fondant oder Marzipan selbst herstellen. Wer nicht die Zeit oder Geduld für die kunstvollen Dekorationen hat, kann viele hübsche Deko-Elemente wie Blütenbouquets, filigranen Zuckerdekor oder einzelne Blüten über den Fachhandel erwerben. Ornamente und dezente Dekorationen lassen sich mithilfe von Royal Icing auf Fondant und Marzipan aufmalen oder damit befestigen, wie z.B. Zuckerperlen. Damit aufgemalte Muster auch gleichmäßig werden, sollte man sie zuvor auf Pergament- oder Backpapier vorzeichnen, das der Größe und Form der zu verzierenden Tortenfläche entspricht. Dann überträgt man den Entwurf auf die Hochzeitstorte, indem man die Vorlage anlegt und die Ornamente mit einer Stecknadel in die Oberfläche sticht. Diese lassen sich dann ganz einfach mit dem festen Zuckerguss nachziehen. Auch Widmungen oder Namen der Brautleute sowie das Hochzeitsdatum lassen sich so auf die Hochzeitstorte schreiben.
Egal für welche Art der Dekoration man sich letztlich entscheidet, man sollte bei der Herstellung oder dem Einkauf immer etwas mehr Material einplanen als tatsächlich benötigt. So hat man schnellen Ersatz zur Hand, falls beim Dekorieren oder durch Lagerung und Transport einige der filigranen Deko-Elemente beschädigt werden.
Die Hochzeitstorte richtig präsentieren
Eine selbsttragende Hochzeitstorte kann man entweder auf eine stabile Kuchenplatte mit der passenden Größe präsentieren oder selbst eine dem Dekor entsprechende Platte herstellen, z.B. indem man eine stabile Kuchenplatte aus Pappe mit Fondant überzieht und passend zur Torte dekoriert. Wer seine Hochzeitstorte auf einer Etagere aufbauen möchte, kann unter vielen verschiedenen Modellen wählen: von eckig über rund bis herzförmig, als Treppe, übereinander oder im Bogen arrangiert. Etageren sind jedoch nicht billig. Wenn sich der Kauf nicht lohnt, kann man die passende Etagere auch ausleihen - beim Konditor vor Ort oder über das Internet.
Da man der Hochzeitstorte in der Regel nicht ansieht, was sich unter dem dekorativen Äußeren verbirgt, sind beschriftete Täfelchen oder Schildchen neben der Torte für die Auswahl hilfreich. Darauf können die Füllungen oder besondere Zutaten ausgewiesen werden. Das ist insbesondere für Gäste mit Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten von Nutzen, aber auch für jene Gäste, die evtl. auf bestimmte Zutaten, wie Liköre oder Kaffee, verzichten möchten, beispielsweise Schwangere oder Kinder.
Hochzeitstorte: Tipps für Aufbewahrung und Transport
- Creme- und Sahnetorten immer gut gekühlt lagern, am besten mit einer Haube abgedeckt im Kühlschrank.
- Fondant und Marzipan eingedeckte Torten nicht in den Kühlschrank stellen, da sie sonst Feuchtigkeit ziehen und aufweichen können. Besser in kühlen Räumen wie dem Keller lagern.
- Creme- und Sahnetorten sind empfindlich im Transport und verrutschen leicht bei Stößen oder zu schneller Beschleunigung (Kurven, anfahren, bremsen) und brauchen zudem während des Transports eine ausreichende Kühlung.
- Selbsttragende mehrstöckige Hochzeitstorten sind nicht für den Transport über weite Strecken geeignet. Zu groß ist die Gefahr, dass etwas verrutscht oder gar bricht.
- Einzelne Torten für den Aufbau auf der Etagere gesondert in Kuchenkartons o.Ä. verpacken.
- Filigrane Dekorationen unter Umständen erst am Veranstaltungsort arrangieren und anbringen, damit sie nicht während des Transports beschädigt werden.
Auf der folgenden Seite haben wir Ihnen Basisrezepte sowie zahlreiche Ideen rund um die Dekoration und Präsentation einer Hochzeitstorte zusammengestellt. Bestimmt finden Sie hier noch die ein oder andere Anregung für Ihre individuell entworfene Hochzeitstorte!
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