Milch macht schön, schlau und stark – Tag der Milch

Milch: 10 Fakten über Milch

Milch macht schön. Milch macht schlau. Milch macht stark. Milch schützt Milchzähne. Mütter, die stillen, sollen viel Milch trinken. Milch schützt vor Osteoporose. Milch kann ganz schön viel. Aber was stimmt davon wirklich?

Milchverbrauch

Jeder Deutsche verbraucht im Durchschnitt etwa 90 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse pro Jahr. Damit der Verbrauch gedeckt werden kann, werden Kühe auf Hochleistung gebracht. Der Milchertrag pro Hochleistungskuh ist 1,5 mal so hoch wie noch vor zehn Jahren.

Milch macht schön

Cleopatra badete in Milch. Das Milchfett macht die Haut geschmeidig, gibt Feuchtigkeit und unterstützt durch die Milchsäure den Säureschutzmantel der Haut. Einfach Milch und Honig ins Badewasser geben und entspannen!

Milch beruhigt

Honigmilch hilft beim Einschlafen. Denn Milch wirkt beruhigend auf den Körper. Wenn Sie also nicht einschlafen können, machen Sie sich eine heiße Milch mit Honig, das hilft nicht nur bei Kindern.

Milchverträglichkeit

Erst seit 7000 Jahren gibt es Menschen, die auch im Erwachsenenalter Milch verdauen und somit vertragen können. Diese Fähigkeit hat sich erst mit der Haltung von Milchvieh ausgeprägt. In Ländern, in denen nie viel Milch konsumiert wurde, wie Asien und Afrika, können die meisten Menschen noch heute keine Milch verdauen, da Ihnen das Enzym dafür fehlt.

Kaum frische Milch

Es gibt kaum noch frische Milch im Handel. Wenn Sie genau hingucken, handelt es sich häufig um ESL-Milch. ESL steht für extended shelf life, das heißt, die Milch ist länger frisch als frische Milch, jedoch ohne den typischen Kochgeschmack der H-Milch. Rund 75 Prozent der Konsummilch macht allerdings H-Milch aus.

Milch von Weidekühen ist gesünder

Eine Kuh, die Gras und Wiesenfutter bekommt, gibt weniger, aber qualitativ hochwertigere Milch, als eine Kuh, die mit Kraftfutter gefüttert wird. In der Milch von einer Weidekuh sind mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Milch macht stark

Man sagt, Milch stärke die Knochen. Allerdings ist in Japan und China, wo kaum Milch verzehrt wird, die Osteoporose-Rate viel geringer als in Deutschland, obwohl Deutschland im Milchkonsum mit an der Weltspitze liegt. Das heißt, Milchkonsum schützt nicht unbedingt vor Osteoporose, trotz des Calciumgehalts spielen weitere Faktoren eine größere Rolle.

Die Milch wird bitter

Verdorbene Milch kann nicht nur sauer, sondern auch bitter schmecken. Frische und ESL Milch werden durch den Verderb sauer, da die Milchsäurebakterien die Laktose, das ist ein Zucker, zu Lactat vergären. Die Milchsäurebakterien werden in der H-Milch durch die hohe Erhitzung abgetötet, so dass die Milch länger haltbar ist. Wenn sie verdorben ist, schmeckt sie deshalb bitter und nicht sauer.

Einziges "vollwertiges" Lebensmittel

Milch ist genau genommen das einzige Lebensmittel, das allein den gesamten Nährstoffbedarf eines Menschen decken kann. Natürlich gilt das nur für Säuglinge. Die werden durch die Muttermilch vollständig mit Nährstoffen versorgt und benötigen die ersten vier bis sechs Monate keine weitere Nahrung. Allerdings trifft dies natürlich nicht auf Erwachsene zu.

Milch macht schlau

Macht ein Glas Kuhmilch am Tag schlauer? Leider nicht. Das trifft nur auf Muttermilch zu. Demnach haben Kinder, die gestillt werden, einen höheren IQ. Kuhmilch ist kein Ersatz für Muttermilch. Kuhmilch enthält mehr Proteine, Frauenmilch hingegen mehr Kohlenhydrate und mehr essentielle Fettsäuren.

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