Holunderblütensirup und andere Genüsse aus Holunder

Holunderblütensirup und was sich noch mit Holunder zaubern lässt

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist die bei uns bekannteste Holunder-Art und hat mehr als nur schöne weiße Blüten zu bieten. Denn neben dem beliebten Holunderblütensirup lässt sich auch Holunderblütengelee, Holundersaft, Holunderblütenlikör oder Holundermarmelade herstellen. Dabei kann man sowohl die Blüten als auch die Beeren des Holunders verwenden.

Holunderblütensirup

Die schirmähnlichen Dolden zeigen ihre weiße Blütenpracht von Juni bis Juli - genau die richtige Zeit für Holunderblütensirup. Danach beginnen die Beeren zu reifen, die im Spätherbst als reife, tiefschwarze Früchte geerntet werden können. Aufpassen sollte man beim Verzehr der rohen Beeren. Die noch nicht ausgereiften grünen Beeren sollte man auf keinen Fall direkt vom Strauch naschen, denn sie enthalten viele Giftstoffe. Auch die reifen, schwarzen Holunderbeeren verträgt roh nicht jeder. Bei vielen Menschen kommt es zu Magen- oder Verdauungsproblemen. Sicherheitshalber sollten Sie die Holunderbeeren deshalb immer erst zum gewünschten Endprodukt verarbeiten oder zumindest erhitzen.

Holunderblütensirup selber machen

Das wohl beliebteste Produkt aus Holunder, auch Holler genannt, ist der Holunderblütensirup. Der Sirup lässt sich wunderbar aufbewahren und als leckere und erfrischende Zugabe zu anderen Getränken nutzen. So passt ein Schuss Holunderblütensirup zum Beispiel sehr gut in ein Glas Sekt - vor allem im Sommer ist dieser Holundersekt ein beliebter Aperitif. In den letzten Jahren hat sich diese Kombination leicht verfeinert zum absoluten Trend-Cocktail genannt Hugo gewandelt. Ein Hugo ist seitdem bei vielen DAS Sommergetränk schlechthin - und das nicht umsonst, denn ein Hugo schmeckt erfrischend spritzig und wird dank der Kombination aus Minze, Sekt und Holunderblütensirup belebend und nicht zu süß.

Und auch in Verbindung mit Apfelsaft oder einfach nur einem kalten Glas Wasser macht sich Holunderblütensirup einfach hervorragend als erfrischende Abwechslung. Holunderblütensirup selber zu machen geht ganz einfach - hier ein Grundrezept:

Für 10 bis 15 Blütendolden braucht man 1 Liter Wasser, 1kg Zucker und 2,5gr Zitronensäure (bekommt man in der Apotheke). Die Holunderblüten sollten vollreif und aromatisch sein und nur abgeschüttelt, nicht abgewaschen werden. Dann die Holunderblüten ohne Stiele in einem Liter Wasser 24 Stunden ziehen lassen und anschließend durch ein feines Sieb abseihen. 1kg Zucker zugeben und mit der Zitronensäure zusammen aufkochen. Dann die heiße Flüssigkeit abfüllen - so hält sich der Holunderblütensirup etwa ein Jahr lang.

Tolle Holunder Rezepte abseits von Holunderblütensirup

Holunderblütensirup - HolundergeleeDer Holunder, also die Holunderblüten und die Holunderbeeren, gelten schon seit der Antike als Heilmittel. Heute sind sie vor allem wegen ihres hohen Vitamin A- und C-Gehalts als Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten beliebt. Doch nicht nur aus Gesundheitsgründen sind Rezepte mit Holunder empfehlenswert - sie sind auch einfach lecker. Aus den reifen Beeren kann man Holundergelee, Holundermarmelade, Holundersaft oder Holunderlikör machen. Und sogar die unreifen, grünen Holunderbeeren lassen sich bei richtiger Verarbeitung zu einer Leckerei verwerten, nämlich zu einem schmackhaften Kapern-Ersatz. Die Holunderblüten können ebenfalls zu Holunderblütengelee, Holunderblütenmarmelade oder Holunderblütenessig verarbeitet werden. Auch frittiert oder in Bierteig gebacken sind sie eine Delikatesse.

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