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Rama Cremefine
ToppitsArtikel vom 03.05.2012

Essen ist Lust, Kochen ist Liebe. Genuss verbindet Menschen über Länder und Grenzen hinweg. So einfach ist das, und doch manchmal scheinbar so schwer:
Die überaus erfreuliche Tatsache, dass die Arbeit am Herd an Bedeutung gewinnt treibt manch seltsame Blüte. Dem Mainstream geschuldet kommen Produkte und Methoden in Mode, die eifrig und ambitioniert übernommen werden. Es mag durchaus gut gemeint sein, jeden Teller mit Balsamico-Creme zu verzieren, gleich ob Antipasti, Salat oder Dessert. Das macht jedoch aus dem Koch noch lange keinen Italiener. Klingende Namen, solarbetriebene Capuccino-Schäumer, möglichst exotische Gewürze und Salze aus fernen Ländern, komplizierte Rezepturen aus den Büchern der Meister ersetzen keine wahre Könnerschaft.
Die wirklich guten Dinge des Lebens sind oft einfach, klar und schnörkellos.
So einfach und auch so ursprünglich wie Brot. Brot ist seit Jahrtausenden das wichtigste Nahrungsmittel aller Kulturvölker, seine Geschichte reicht zurück bis zu den Wurzeln der zivilisierten Menschheit. Unsere Vorfahren haben das Feuer gezähmt und Ackerbau betrieben. Irgendwann wurde Getreide gedörrt und geröstet, wohl um es vor Verderb zu schützen. Das Getreide wurde mit Wasser zu einem Brei verrührt und auf einem heißen Stein zu Fladen gebacken.
Stand der Brei eine Weile vor dem Backen herum, so wurde er säuerlich, eben Sauerteig. Die Mikroorganismen haben dafür gesorgt, dass der Getreidebrei aufging, dabei locker und wohlschmeckend wurde. Dies war der eigentliche Ursprung der Brotbäckerei. Es wurde Leinsamen oder Mohn zugegeben. Brot wurde aus unterschiedlichen, standorttypischen Getreidesorten gebacken. Aus Feuergruben, die in Erdlöchern entzündet wurden, entstanden im Laufe der Zeit Backöfen und nach und nach entwickelte sich aus all diesen Anfängen unsere heutige Brotkultur. Dabei zählt das Produkt und ebenso seine Bedeutung: Brot ist weit mehr als nur ein einfaches Nahrungsmittel. Es steht symbolisch für bestimmte Aspekte des menschlichen Lebens und Zusammenlebens:

Für Gemeinschaft, weil gemeinsam „das Brot zu brechen“ ein Akt von Freundschaft und Hingabe ist.
Für Wohlstand, weil man mit Arbeit „seine Brötchen verdient“
Für Glück und Segen, deshalb wird „Brot und Salz“ zum Einzug in ein Neues Heim geschenkt
Für Spiritualität, denn Brot spielt in der Kirche ein große Rolle, ist dort Metapher für leibliche Nahrung, für geistige Nahrung und für Leben
Nicht zuletzt bedient der Geruch von frisch gebackenem Brot in unserem Unterbewusstsein einen Knopf, der mit Wohlgefühl verbunden ist.
Außer ein wenig Arbeit kostet es nicht viel, sein eigenes Brot herzustellen.
Die Zutaten im Grundrezept dafür sind Weizen-Mehl Typ 405, Wasser, Hefe oder Sauerteig und ein wenig Salz. Diese Zutaten werden vermischt, dann bekommt der Teig etwas Zeit um zu gehen. Anschließend wird ein Laib geformt, der gebacken wird. Eine besonders knusprige Kruste entsteht, wenn der Teig vor dem Backen mit wasserfeuchten Händen glattgestrichen wird; auf der Oberseite können mit einem scharfen Messer diagonal Schnitte als Sollbruchstellen gesetzt werden.
Das Grundrezept kann nach Belieben verändert werden, hier sind dazu einige Beispiele:

Unterschiedliche Getreidesorten haben auch unterschiedliche Back-Eigenschaften, die hauptsächlich abhängig von Anteil und Zusammensetzung ihrer Eiweiße sind. Besonders interessant finde ich hier alte Sorten wie Emmer, Urkorn, Einkorn, Dinkel. Reformhäuser und Bioläden sind wahre Fundgruben, um mit diesen Zutaten seine eigene Versuche zu machen. Das Wasser im Rezept kann ganz oder teilweise durch Milch, Buttermilch oder Wasser und Öl ersetzt werden. Durch Zugabe von Sonnenblumenkernen, Nüssen, Kräutern, Gewürzen, getrockneten Tomaten, Oliven, Speck oder anderen geeigneten Ingredientien entstehen wohlschmeckende, neuartige und spannende Kombinationen. Probieren geht über studieren und so richtig schiefgehen kann dabei eigentlich nichts. Gebacken wird bei ungefähr 180°C, am besten unter Zuhilfenahme von Dampf. Backen mit Dampf ist die Methode der Wahl, weil der Dampf dafür sorgt dass die Hitze besser übertragen wird und nicht mehr Feuchtigkeit als notwendig dem Brot entweicht. Übrigens kochen und backen alle Profis mit dem AEG Multidampfgarer BS7304001M, denn die Ergebnisse sind durch die Bank besser. Die Experimente aus Großmutters Küche mit der wassergefüllten Kaffeetasse in der Backröhre braucht es nicht mehr, dafür gibt es leistungsfähige Technik in Verbindung mit elektronisch gesteuerten Programmen.
Kochen und Backen mit Dampf ist heute Stand der Technik, insbesondere mit dem AEG Multidampfgarer BS7304001M.
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