Rucola: Von der Warenkunde bis hin zu Ideen für mediterrane Rezepte

Rucola - roh oder gegart einfach gut

Rucola oder Rauke ist ein feinwürziger Salat der ganz besonderen Art. Denn Rucola ist ein Salat, der sich nicht nur roh zubereiten lässt, sondern auch hervorragend warm zu einem Rezept mit Nudeln, Pizza oder Suppe passt. 

Rucola passt gut zu mediterranen Rezepten

Rucola: Warenkunde

Rauke, oder Rucola wie das grüne Blattgemüse häufiger genannt wird, stammt ursprünglich aus dem südlichen Mittelmeerraum. Schon die Römer haben den Salat gerne in ihren Rezepten verwendet, selbst im Mittelalter war Rucola noch in Teilen Europas beliebt. Aber irgendwann ist die Kohlart in Vergessenheit geraten. Leider. Denn Rucola schmeckt dank seines nussig-scharfen Aromas zu fast jedem mediterranem Rezept: Die jungen Blätter der Rucola schmecken so ähnlich wie Kresse, sind nussig, würzig und auch leicht scharf. Damit eignet sich Rucola wunderbar zum Würzen und harmoniert gut mit anderen Salaten wie etwa Kopfsalat oder Eisbergsalat. Aber auch bei Nudeln - als Pesto oder Topping -, Pizza oder Kartoffelsalat ergänzt Rucola gekonnt jedes Rezept um eine würzig-scharfe Note. Die schmalen, länglichen und gezackten Blättchen, die der Form nach an Löwenzahn erinnern, sind so knackig, dass sie bei der Zubereitung nicht gleich zusammenfallen, wie jeder andere feine Salat. Nein, Rucola kann ein bisschen Hitze vertragen und bereichert so manches Rezept. Sogar heiß serviert als Suppe liefert Rucola eine tolle Geschmackskomponente.

Hier präsentiert Carsten Dohrs ein Rezept für eine Rucolacremesuppe mit Pinienkernen, die sich ganz leicht nachkochen lässt.

Unter Rucola werden zwei botanisch unterschiedliche Pflanzenarten verstanden: Die Wilde Rauke und die Salatrauke. Im Rezept steht oft nur Rucola - gemeint ist damit in der Regel die Salatrauke. Die Wilde Rauke wird eigentlich nur zum Würzen eingesetzt, denn sie ist wegen ihrer vielen Senföle deutlich schärfer als der handelsübliche Rucola. Bevor man Rucola verzehrt, sollte er gründlich gewaschen und anschließend am besten auch trocken geschleudert werden - so kommt der Geschmack des Rucola gut zur Geltung und wird nicht im wahrsten Sinne des Wortes verwässert.

Im Kühlschrank, am besten im Gemüsefach, kann Rucola etwa zwei Tage lagern. Frisch und knackig bleiben die etwa fünfzehn Zentimeter langen Stängel der Rucola, wenn sie nicht nur kühl lagern, sondern zusätzlich auch im feuchtes Küchenpapier eingewickelt sind. Rucola hat das ganze Jahr über Saison, doch in den Sommermonaten - der Hauptsaison für den heimischen Anbau - bis in den Herbst hinein sind sie besonders aromatisch.

Tipp: Junge Blätter der Salatrauke sind meist etwas milder, später legen sie an Schärfe nach.

Rucola harmoniert mit Walnussöl

Im Salat oder in Pesto harmoniert Rucola mit Nussölen, vor allem mit Walnussöl, auf das man bei der Zubereitung nicht verzichten sollte. Meist hat man bei einem italienischen und mediterranen Rezept, bei denen Rucola am häufigsten Verwendung findet, zu schnell das Olivenöl in der Hand. Dabei kann durch Walnussöl das nussige Aroma des Rucola viel mehr herausgekitzelt werden. Dafür darf man Öle gern auch mischen und beispielsweise für ein Pesto vornehmlich Olivenöl verwenden und es mit einem Spritzer aromatischem Walnussöl verfeinern. Ein Rezept für Pesto vom Rucola eignet sich für einen sommerlichen Nudelsalat. Aber auch warme Nudeln oder Pizza lassen sich mit Rucola schnell und lecker würzen.

Rucola: Nicht nur die Blätter sind genießbar

Rucola wächst im Freien und auch auf dem Balkon

Die leichte Schärfe macht die Salatblätter der Rucola zu etwas besonderem, allerdings sind die Blätter nicht das Einzige, was man von der Rucola genießen kann. Auch die Wurzel und die Saat der Rucola finden in so manchem Rezept Verwendung.

Die Wurzel der Rucola ist sogar so scharf, dass sie dem Meerrettich Konkurrenz macht und sich deshalb als Ersatz eignet. Kaum bekannt ist das Rucola-Öl. Dieses wird aus der Saat der Rucola gepresst und zum Einlegen von Gemüse verwendet.

Da man die Wurzeln von Rucola oder die Saat hier nicht so einfach im Handel bekommt, muss man die robust wachsende Rucola wohl selbst im Garten aussäen oder kann es sogar im Kübel auf dem Balkon versuchen. Das lohnt sich, denn Rucola kann theoretisch sogar ganzjährig geerntet werden. Man sollte für einen besonders würzigen Geschmack der Rauke allerdings darauf achten, dass man die Saat des Wilden Rucola erwischt.

Hat man keinen grünen Daumen, kann man Rucola entweder frisch oder kauffertig als Crema oder Pesto di rucola bekommen. Letzteres ist eine leckere Würze für jegliche mediterranen Rezepte. Der frische Rucola macht sich sogar gegart als Beilage wie Spinat ganz hervorragend. Dieser Salat kann eben einfach alles!

Wer nach dieser kleinen Warenkunde nun Appetit auf ein Rezept mit dem aromatischen Rucola bekommen hat, findet in unserer Rezeptstrecke jede Menge Anregungen.

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