Diäten im Überblick - von Low-Carb bis Fasten

Diäten: Low-Carb, Low-Fat und Co

Diäten im ÜberblickNichts ist widersprüchlicher als die Ernährungstheorien von Diäten. Die einen sagen, man soll viel Obst und Vollkorn essen, die anderen wollen Zucker und Kohlenhydrate verbannen. Manche sagen Fett muss reduziert werden und andere behaupten, die Fettzufuhr hätte keinen Einfluss auf das Gewicht. Aber was stimmt denn nun? Hier finden Sie die nötige Aufklärung, um sich ein eigenes Bild über alle Diäten zu machen.

Low-Carb Diäten

Die erfolgreichsten Diäten und deshalb auch die beliebtesten sind proteinreiche Diäten. Gleichzeitig warnen Ernährungsexperten davor. Zu den proteinreichen Diäten gehören beispielsweise die altbekannte Atkins-Diät, die LOGI-Kost und die neue Dukan-Diät. Für den Erfolg dieser Diäten sind mehrere Faktoren verantwortlich. Kohlenhydrate werden reduziert und stattdessen Protein und Fett bevorzugt. Auf Kohlenhydrate soll weitgehend verzichtet werden oder zumindest auf einen niedrigen glykämischen Index geachtet werden. Ein niedriger glykämischer Index bedeutet, dass das Lebensmittel den Blutzucker nur wenig ansteigen lässt. So soll gewährleistet werden, dass der Körper in der Fettverbrennung bleibt. Außerdem haben proteinreiche Lebensmittel weniger Energiedichte als kohlenhydratreiche Lebensmittel. Da keine Kalorien gezählt werden, muss nicht gehungert werden und trotzdem stellt sich Erfolg ein. Aktuelle Studien vermuten, dass diese Wirkung den Aminosäuren zuzuschreiben ist, die einen natürlichen Einfluss auf das Essverhalten haben. Da lässt sich eine Diät gleich viel besser durchhalten, wenn man nicht hungern muss, sondern von ganz allein weniger isst. Vorsicht ist jedoch geboten, da solche Diäten die Nieren stark belasten. Proteinreiche Lebensmittel sind meist tierischer Herkunft, diese enthalten viele Purine, die in großer Menge die Nieren belasten und im schlimmsten Fall Gicht auslösen.

Low-Fat Diäten

Das Gegenteil der Low-Carb Diäten ist das Prinzip der Low-Fat Diäten. Hier werden Nahrungsfette reduziert. Nach den Blitzerfolgen von Low-Carb ist Low-Fat fast in Vergessenheit geraten, obwohl uns das Prinzip täglich in Form von Lightprodukten begegnet. Frischkäse, Joghurt und Wurst gibt es vielfältig in der abgespeckten Variante. Kurzfristig kann eine Low-Fat Diät nicht den Erfolg erzielen, den Low-Carb Diäten einstreichen. Langfristig durchgeführt sind sie nachweislich aber genauso erfolgreich. Für Süßmäuler, die sich schwer tun auf Süßigkeiten zu verzichten, ist diese Diät also langfristig erfolgreicher. Außer der Low-Fat Diät gibt es zahlreiche Diäten, die eine Fettreduktion beinhalten. Dazu gehören die Brigitte Diät und die Fit for Fun Diät, aber auch die Hollywood Diät, die zusätzlich noch eine strikte Kalorienreduktion vorsieht.

Kalorien zählen

In vielen Diäten soll die Kalorienzahl stark reduziert werden und man fängt an zu zählen. Kalorien oder Kilojoule geben an, wie viel Energie in dem Lebensmittel steckt, wenn es vollständig umgesetzt wird. Die Bilanz zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch des Körpers muss negativ sein, damit Körpergewicht verloren wird. So setzen Diäten auf eine extreme Kalorienreduktion, damit Energiereserven im Körper mobilisiert werden müssen und Gewicht abgenommen wird. Jedoch stellt sich der Körper auch auf die verminderte Energiezufuhr ein und fängt an Energie zu sparen. Die Rechnung, dass man nur Gewicht verliert, wenn man weniger Energie aufnimmt, als verbraucht, ist einfach und richtig. Ist die Bilanz aber zu extrem, wird es jedoch ins Gegenteil umschlagen und man kann sich des Jojo-Effekts sicher sein. Hinzu kommt, dass es gar nicht so einfach ist, die Energie von einem Gericht abzuschätzen. Gerade, wenn man häufig essen geht. Abhilfe schaffen da Programme, die das Kalorienzählen vereinfachen wie das Punktesystem von Weight watchers. Die Kalorienzahl über den Tag zu beschränken und zu kontrollieren sollte dennoch nicht zu extrem ausfallen. Nur eine moderate Reduktion ist sinnvoll und das Ziel, die Bilanz langfristig auszugleichen.

Diäten im Überblick - Fasten und Nulldiät

Einerseits verspricht das Fasten Heilung, andererseits wird davor gewarnt. Der Verzicht auf Nahrung kann sehr unterschiedlich aussehen. Verzichtet man auf feste Nahrung, können Suppen, Gemüse- und Fruchtsäfte sowie Joghurt und Kefir gegessen werden. Manche fasten mehrere Tage nur mit Wasser und Tee. Bekommt der Körper über längere Zeit keine Energie zugeführt, gibt es Mechanismen, die den Stoffwechsel regulieren und runterfahren. Der Körper schaltet auf eine Art Notversorgung um. So werden beim Fasten viele Energiereserven verbraucht, was zu einem Gewichtsverlust führt. Leider beschränkt sich das aber nicht auf die Fettmasse, sondern es wird vor allem auch Muskelmasse abgebaut, um die Versorgung zu sichern. Weniger Muskelmasse bedeutet weniger Energieverbrauch. Für einen langfristigen Abnehmerfolg ist Fasten nicht zu empfehlen.

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