Der Grill – welcher Grill ist perfekt für dich?

Das Wie ist beim Grillen mittlerweile so entscheidend wie die Wahl des Grillguts. Grillen kann man mit Holzkohle, über strombetriebene Heizstäbe oder einer Gasflamme. Darüber hinaus hält der Markt viele spezielle Grill-Modelle wie den Smoker, einen Schwenkgrill oder kompakte Grillstationen bereit und ermöglichen es euch ferner, das Grillen zu einem besonderen Event zu machen – am See oder im eigenen Garten.

Einen Grill auszuwählen, ist eine herausfordernde Aufgabe: Sie setzt voraus, dass man weiß, was mit ihm möglich ist und was nicht. Ausstattung, Größe, Brennmaterial und der Preis sind wichtige Faktoren, mit denen ihr eure Favoriten vom umfangreichen Angebot im Grill-Sortiment abgrenzen könnt. Der perfekte Grill für besondere Anlässe kann dabei ganz unterschiedlich aussehen: Handliche Grills mit Holzkohle sind praktisch zum Mitnehmen. Einen Smoker, einen großen Kugelgrill und eine gasbetriebene Außenküche kann man zwar nicht so leicht transportieren, aber umso besser für die Zubereitung aufwendiger Gerichte nutzen. Wir konzentrieren uns daher erst einmal auf den Brennstoff und drei entsprechende Grills.

Der perfekte Grill: drei Modelle und die Qual der Wahl

Grillen auf Holzkohle, mit Gas oder Strom: Das sind die Alternativen, die jede für sich gute Gründe liefert, in Anspruch genommen zu werden. Daher schielen wir schon auf drei Grills, die für sich genommen perfekt sind: einen Kugelgrill von Weber für den Betrieb mit Kohle, einen großen Gasgrill mit separater Kochstelle von Broilmaster und einen Elektrogrill von Outdoorchef, der die Optik eines Holzkohlegrills hat.

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Weber Master Touch

  • Holzkohlegrill
  • Jedem zu empfehlen, der sich fürs Grillen Zeit nimmt und einen qualitativ hochwertigen Grill sucht

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Gasgrill von Broilmaster

  • Gasgrill mit 4 Brennern und einer Kochstelle
  • Geeignet für jeden, der spontan grillen und viele Gäste gleichzeitig bewirten möchte

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Elektrogrill von Outdoorchef

  • Elektrogrill
  • Geeignet für spontane Griller, die eine lange Vorbereitung und das Spiel mit Holzkohle oder Feuer nicht brauchen

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Für Einsteiger und Profis: Weber Master Touch

Freude an der Handhabung – das zeichnet einen Weber in unseren Augen aus. Dazu gehört ein guter Look, eine gute Verarbeitung der Kanten, ein hochwertiger Grillrost und eine einfache Reinigung. Das ist aber noch nicht alles: Spaß macht auch das umfangreiche Modulsystem, das euch Weber erschließt. Folgende Einsätze lassen sich im Grill integrieren:

In Kundenrezensionen schneiden die Grill-Modelle von Weber sehr gut ab. Ja, mittlerweile gibt es eine richtige Fanbase um den Grillhersteller. Weber ist zu einer Marke herangewachsen, die mit hochwertiger Qualität, Grillen als Lebensphilosophie und einem guten Kundenservice assoziiert wird. Im Sortiment des Herstellers stehen nicht nur Holzkohlegrills zur Wahl. Zwischen einem Elektro- und Gasgrill könnt ihr euch bei Weber ebenso entscheiden.

Der Weber Master Touch ist eine Weiterentwicklung des One Touch Premium Grills. Er verfügt über eine extragroße Auffangschale für die Asche – besonders praktisch, wenn ihr über einen langen Zeitraum grillen möchtet. Dadurch könnt ihr den Weber Master Touch auch zu einem Smoker umfunktionieren. Immerhin lassen sich die Kohlen oder Briketts auch in einem Ring anordnen und die Luftzufuhr am Regler steuern. Das macht den Holzkohlegrill wiederum zum optimalen Grill für die indirekte Grillmethode, bei der das Grillgut von der Hitze umgeben und langsam gegart wird – ein kaufrelevanter Faktor, wenn ihr einen Grill für alle Fälle sucht.

Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill: Was denn jetzt?

Diesen einen, der euren Ansprüchen gerecht wird – so einfach lautet unsere Antwort. Aber wir wollen doch etwas konkreter werden. Wenn ihr euch entschieden habt, mit welchem Brennstoff ihr grillen wollt, seid ihr einen entscheidenden Schritt weiter. Trotzdem steht ihr noch vor der großen Wahl, welcher Grilltyp es sein soll: Mit einem Schwenkgrill zelebriert ihr das Grillen auf seine ursprüngliche Art, mehr noch als mit einem Holzkohlegrill auf Füßen. Man kann ihn zudem auch als Feuerschale nutzen – für die Extraportion Lagerfeuerromantik. Allerdings braucht man dafür unbedingt einen Garten oder einen anderen geeigneten Ort.

Ein Rundgrill oder Kugelgrill lässt sich da schon einfacher aufbauen. Grillen mit Holzkohle erfordert Zeit, Muße und ein Händchen für die richtige Temperatur. Auf einem Gasgrill lässt sie sich mittels eines stufenlosen Reglers einfacher und vor allem schneller regulieren. Gasgrills sind außerdem spontan einsetzbar, zeitnah auf Grilltemperatur aufgeheizt und einfacher zu reinigen. Gegenüber einem Elektrogrill haben Gasgrills außerdem den Vorteil einer echten Flamme. Das führt das Grillerlebnis zumindest näher an den Ursprungsgedanken vom Garen über Feuer heran. Dafür aber erzeugt der Elektrogrill wenig Rauch, ist ebenfalls spontan grillbereit und muss nicht unbedingt im Freien eingesetzt werden.

Grill auswählen: Einweggrill, Gasgrill und mehr

Um euch ein überschaubares Maß an Auswahl zu geben, haben wir einige Grilltypen mit ihren Vor- und Nachteil in einer Tabelle aufgeführt. Hinter den Links verbergen sich passende Produktvorschläge auf Amazon.de. Vielleicht kommt ihr so der Lösung näher!

Grill-ArtenBrennstoffVorteileNachteile
EinweggrillHolzkohle und GrillanzünderBei einmaligem Kauf günstig, leicht und für spontane Ausflüge in den Park leicht zu transportierenUmweltsünde und keine (dauerhafte) Lösung für kulinarische Grillgelüste
RundgrillHolzkohleGünstig, unprätentiös und erfüllt seinen ZweckRostanfällig, schmucklos und nicht für große Grill-Aufgaben gerüstet
SäulengrillHolzkohleAnsprechendes Design für wenig GeldHohe Luftzirkulation bedeutet starken Kamineffekt und eine hohe Temperaturentwicklung der Kohlen
SchwenkgrillHolz / HolzkohleAuch als Feuerschale zu gebrauchen, viel Platz für das GrillgutNimmt viel Platz in Anspruch; Kommt daher nur für Gartenbesitzer in Betracht
KugelgrillHolzkohle / BrikettsDeckel integriert, der Temperatur und Raucharomen einschließt; kleine, tragbare Grills für unterwegs gibt es auchKohlen müssen erst im Kamin angefacht werden, Temperatur mittels Luftregler kontrolliert werden
SmokerHolzkohle / Briketts / RäucherchipsUnschlagbare Grillergebnisse bei richtiger Handhabung; Viele Modelle können auch als Holzkohlegrill benutzt werdenGarvorgang kann bis zu 24 Stunden dauern und erfordert viel Feingefühl in der Temperaturregulierung
GasgrillPropangas / ButangasSchnell grillbereit, einfache Reinigung, geringe Rauchentwicklung, regulierbare Brenner vereinfachen die TemperatursteuerungGasflasche muss gefüllt sein, ansonsten kann das Grillen mit dem Gasgrill unbeabsichtig früh enden
ElektrogrillStromSpontan einsatzbereit, leicht zu reinigen, keine RauchentwicklungDas Abenteuer-Feeling gerät beim Grillen ins Abseits

Indirekt und direkt grillen: Welcher Grill beides kann

Indirektes Grillen ermöglicht eine schonende Zubereitung des Grillguts – innen zart und saftig, außen knusprig angeröstet. Bei einer konstant niedrigen Temperatur werden große Fleischstücke von der zirkulierenden heißen Luft langsam und von allen Seiten gleichmäßig gegart. In einem Kugelgrill bzw. Holzkohlegrill ergeben sich optimale Bedingungen für die indirekte Grillmethode, wenn die Kohlen in einem Ring an den Rand gelegt werden. Je größer der Grill im Durchmesser ist, desto größer ist der Effekt der indirekten Grillmethode. Diesen könnt ihr aber auch mit einem Gasgrill erzielen. Notwendig sind dafür mindestens zwei Brenner. Den zentralen Brenner schaltet ihr am Gasgrill aus, damit die Hitze nur von den Seiten ausgeht. Hat euer Gasgrill nur einen Brenner, müsst ihr das Grillgut mittels einer Schale oder eines Bratenkorbs vom Rost entkoppeln. Ansonsten wirkt die Hitze direkt auf das Fleisch ein.

Indirektes Grillen gestaltet sich mit einem Elektrogrill schwierig. Die Brennstäbe des Grills sind nicht verstellbar. Man kann sie auch nicht punktuell an- oder ausschalten. Bei einem Elektrogrill macht man sich daher am besten keine Illusionen und grillt Würstchen, Gemüse und dünne Scheiben Fleisch ausschließlich direkt. Wenn das die einzige Anforderung an euren Grill ist, sind einfache strombetriebene oder mit Holzkohle zu gebrauchende Grills ideal für euch. Wer jedoch zwischen beiden Optionen wählen möchte, entscheidet sich lieber für einen großen Holzkohlegrill oder einen Gasgrill mit mindestens zwei Brennern.

Den richtigen Grill finden: Was ein Grill können muss

Zubehör für den Grill: Räucherbox, Pizzastein & Co.

Räucherbox: Es klappt vielleicht nicht mit jedem Modell, aber sicherlich mit jeder Aufbauart eines Grills: Mit dem richtigen Zubehör könnt ihr viele Mankos an einem Grill ausgleichen. Beispiel Gasgrill: Verfechter der Holzkohle sind sich einig, dass Brennstoff und Geschmack des Grillguts unmittelbar zusammenhängen. Beim Grillen mit Holzkohle soll ein Aroma freigesetzt werden, das bei einem Gasgrill nicht zustande käme. Eindeutig belegen lässt sich das nicht, es sei denn, man arbeitet zusätzlich mit Räucherchips und aromatisierendem Holz. Die gute Nachricht ist aber, dass ihr mithilfe von Räucherboxen dieses Aroma auch in einem Gasgrill haben könnt.

Pizzastein: Wenn es euch nicht nur darum geht, ein Würstchen zu grillen, sollten ihr euch mit einem Pizzastein vertraut machen. Das Backen auf Stein hat den Vorteil, dass Flüssigkeit und Schwitzwasser in die feinen Poren des Gesteins hineinsickert. Der Teig liegt dann nicht mehr im eigenen Saft und kann kross gebacken werden. Im Grill herrschen zudem optimale Temperaturen, um den Pizzastein aufzuheizen. Pizza ist aber nicht das einzige, das auf einem Naturstein gegrillt werden kann: Kuchen solltet ihr auch unbedingt einmal ausprobieren.

Grillthermometer: Beim Grillen geht es darum, Feuer, Glut und Temperatur zu beherrschen. Für gewöhnlich grillt man nicht über offenen Flammen. Man wartet, bis die Glut konstante Hitze abgibt. Grillthermometer geben einem nicht nur konkrete Informationen darüber, wie heiß es im Innenraum oder in Rostnähe des Grills ist. Mit ihnen lässt sich auch die Kerntemperatur des Grillguts messen. Damit nähert ihr euch dem optimalen Garpunkt eures Fleisches, ohne Austrocknen oder Verbrennen zu riskieren. An den meisten Gasgrills und Holzkohlegrills sind Thermometer angebracht. Sie geben aber keinen Aufschluss über punktuelle Hitzeentwicklungen im Grill. Ein separates Thermometer, das einen Fühler für die Temperaturmessung im Garraum und einen weiteren für die Kerntemperatur des Grillguts hat, ist daher sehr zu empfehlen.

Anzündkamin: Gasgrills werden auf Knopfdruck angeschaltet. Einen Holzkohlegrill anzuzünden, ist mit größerem Aufwand verbunden. Mithilfe eines Anzündkamins gestaltet sich das jedoch sehr praktisch. Kohle oder Briketts werden darin unter ausreichender Luftzufuhr angefacht. Als Anzündhilfe eignen sich kleine Hölzer. Mit ein wenig Übung kommt man schließlich auch ohne Spiritus und chemische Anzündhilfen aus.

Macht den Test: Welcher Grill-Typ bist du?

Spontan, schnell und sauber: Grillen mit einem Gasgrill ist eine einfache Sache und kann die eigene Kreativität in puncto Essenszubereitung erheblich steigern. Schnell und einfach muss aber nicht jedermanns Credo sein. Wenn es langsam, abenteuerlich und genüsslich zugehen soll, wird der Gasgrill nicht das Richtige für euch sein. Sobald ihr wisst, welcher Grilltyp ihr seid, kennt ihr auch eure Ansprüche an einen Grill. Acht Fragen sollen Aufschluss darüber geben, ob ihr mit einem Gasgrill, Holzkohlegrill oder Elektrogrill besonders gut bedient werdet. Dann wisst ihr auch, ob es ein Grill von Weber, Outdoorchef, Landmann oder Enders sein soll.

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Weitere Tipps rund ums Grillen findet ihr auf der nächsten Seite. Grill-Blogger verraten ihre Geheimnisse für ein perfektes Barbecue.

Grill-Blogger verraten ihre Tipps & Tricks

Wir haben passionierte Grill-Blogger befragt: Welcher ist der perfekte Grill? Was ist ihr ultimativer Grill-Tipp? Und welches Rezept sollte jeder einmal ausprobiert haben? Mit von der Partie sind:

Frank Blömer von Franky's BBQ Backyard

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Diese Frage kann man meiner Meinung nach nicht grundsätzlich beantworten. Ich habe diverse Holzkohlegrills und einen Gasgrill in meinem Fuhrpark und je nach Rezept und Zubereitungsmethode verwende ich unterschiedliche Grills. Wenn es schnell gehen soll, nehme ich gerne den Gasgrill, der ist innerhalb von 10 Minuten betriebsbereit. Für indirekte Grillgerichte bevorzuge ich meinen Kugelgrill, zum smoken meinen Watersmoker. Am meisten Spaß macht mir jedoch das Smoken. Der universellste Grill ist und bleibt der Kugelgrill, hier kann man direkt und indirekt grillen (ich empfehle für das indirekte Grillen Kohlekörbe) und mit Räucherchips smoken. Außerdem ist die Zubehörpalette für den Kugelgrill immens, wie z.B. Pizzastein, Rotisserie, Gussroste. Man sollte lieber einen größeren Kugelgrill kaufen, da dann mehr Fläche zum indirekten Grillen gegeben ist.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Geduld und eine ausreichende Planung sind meiner Meinung nach am wichtigsten, dann stellen sich sehr schnell Erfolge ein. Man sollte sich im Vorfeld genau überlegen, welches Gericht mit welchen Beilagen man grillen will. Dann kann man in Ruhe alles vorbereiten und den Garzeiten entsprechend die einzelnen Komponenten des Menüs auf den Grillrost legen. Ebenso braucht es etwas Übung seinen Grill zu beherrschen, vor allem die Temperatursteuerung bei Kohlegrills, da der Grill träge auf Veränderungen bei der Zuluftsteuerung reagiert. Lasst die Finger von Spiritus und anderen Brandbeschleunigern, kauft euch einen Anzündkamin zum Entzünden der Kohlen.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Ribs low & slow aus dem Smoker, sprich 6 Stunden bei niedriger Temperatur (110° C - 120° C) gegart, mit einer tollen Sauce als Glasur versehen mag ich am liebsten, hier kann man unendlich variieren - bei den Gewürzen und bei der Sauce. Wer lieber Fisch mag, sollte unbedingt mal Lachs von der Zedernholzplanke probieren. Eine echte Herausforderung sind natürlich Longjobs im Smoker wie Pulled Pork (gezupfte Schweineschulter oder -Nacken) oder ein Beef Brisket (Rinderbrust). Diese Gerichte benötigen schon mal 18-20 Stunden im Smoker, das ist dann die Königsdisziplin.

Thorsten Brandenburg von bbqpit.de

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?

Die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es kommt immer drauf an, was man mit dem Grill alles machen möchte. Ein Kugelgrill ist für den Einstieg äußerst praktisch, da man hier für ein relativ kleines Budget (200-300 Euro) hochwertige Grills bekommt, mit denen man sowohl direkt als auch indirekt grillen kann. Auch Räuchern und Pizzabacken sind mit dem passenden Zubehör möglich.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Kauft kein vormariniertes "Neonfleisch" im Supermarkt oder im Discounter. Diese oft neonfarben leuchtenden (daher der Name Neonfleisch) Steaks schmecken nicht wirklich gut und die vielen Zusatzstoffe und "E"-Nummern auf der Zutatenliste müssen nicht sein. Marinaden und Gewürzmischungen lassen sich ohne viel Mühe selber herstellen. Der Experimentierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt und man weiß was drin ist.

2. Tipp: Um Holzkohle oder Grillbriketts zu entzünden, sollte man auf keinen Fall Flüssiganzünder, Benzin, Spiritus oder sonstige Flüssigkeiten verwenden. Zum einen ist die Unfallgefahr sehr hoch durch diese hochentzündlichen Flüssigkeiten. Zum Anderen schmeckt man die Rückstände der Anzündflüssigkeiten im aufgelegten Grillgut, wenn diese nicht vollständig verbrennen. Viel schneller, einfacher und sicherer ist das Entzünden der Briketts mit einem Anzündkamin (Kostenpunkt 15-25 Euro). Man legt ein zusammengeknülltes Stück Zeitung oder einen Grillanzündwürfel unter den mit Briketts oder Holzkohle gefüllten Anzündkamin. Durch den Kamineffekt ist der Inhalt des Anzündkamins innerhalb von etwa 20 Minuten durchgeglüht. Schneller und sicherer lassen sich Briketts nicht entzünden.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Ein tolles Fingerfood-Rezept sind die Wurstlollies vom Grill. Sie sind schnell und einfach zu machen und sind der absolute Renner bei jeder Party. Das Rezept gibt es auf meinem Blog: Wurstlollies.

Markus Kaufer von 0815BBQ

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?

Für mich ist der beste Grill ein Grill, der vielseitig einsetzbar ist. Ich persönlich grille über 90 % meiner Grillgerichte auf meinem Smoker. Ich mag es, wenn es richtig raucht und qualmt. Mit ihm kann ich in der SFB (Side-Fire-Box - der kleinen Kammer neben der Garkammer) direkt grillen, z, B, Steaks, Burger und Würstchen aber auch kleine Mengen indirekt grillen (z. B. Hähnchenschenkel oder Moinkballs). Für größere Fleischstücke, zum räuchern oder "smoken" nutze ich die große Garkammer. Wenn ich diesen Grill nicht hätte, würde ich wohl auf einem Kugelgrill grillen, da dieser mit jeder Menge Zubehör auch universal einsetzbar ist.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Allen Grillanfängern würde ich raten, zu Beginn Erfahrungen mit einem Grill mit Deckel (z. B. einem einfachen Kugelgrill) zu sammeln. Nur mit diesen Grills kann man lernen, indirekt (Fleisch nicht direkt über der Hitze, sondern über einer mit Flüssigkeit gefüllten Auffangschale) zu grillen. Nach meiner Erfahrung kann man sich mit dieser Grilltechnik am besten vom "bisherigen Grillverständnis" (fertig mariniertes Grillgut direkt über der Glut grillen, bis es außen schwarz und innen noch roh ist) abheben. Es dauert zwar im Vergleich zum direkten grillen vielleicht etwas länger, aber in unserem heutigen, vom Stress bestimmten Alltag sollte IMHO die Idee der "Entschleunigung" ohnehin beim Essen und der Zubereitung im Vordergrund stehen. Und das Ergebnis entschädigt in der Regel für jede Wartezeit. Mit diesem Grill kann man sehr schnell das "A und O" - die Kontrolle über die Temperatur - erlernen. Sobald man weiß, wie viel Kohle in den jeweiligen Grill gehört und wie die Ventile eingestellt werden müssten, um eine bestimmte Temperatur zu erreichen, ist man in der Lage, nahezu alle Grilltechniken anzuwenden und interessante Grillgerichte zuzubereiten.

Zum guten Grillergebnis gehört nicht nur der Grill. Ich kann nicht oft genug empfehlen, Fleisch und Zutaten frisch und von hoher Qualität zu kaufen. Lieber ein paar Mal unter der Woche weniger Discounterfleisch kaufen, dafür am Wochenende was Ordentliches auf den Grill legen. Dazu bewirken frischer Thymian, Knoblauch und Rosmarin geschmacklich wahre Wunder. Wer sich zudem noch ein Thermometer zulegt, mit dem die Kerntemperatur des Fleisches überwacht werden kann, der überlässt nichts mehr dem Zufall.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Mein persönliches "Aha-Erlebnis" hatte ich mit Lachs von der Zedernholzplanke. Hier wird ein Stück Lachs auf einer vorher in Flüssigkeit (i. d. R. Wasser, geht aber auch mit Weißwein, Rum etc.) getränkten, unbehandelten Holzplanke (gibt es im gut sortierten Fachhandel) gegart. Das Holz gibt dabei sein Aroma an das Grillgut ab. Das ist nicht nur von der Zubereitungsart, sondern auch geschmacklich spektakulär. Wer das probiert, wird es niemals vergessen. Das verspreche ich.

Tobias Lohmann von tobias.grillt.de

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?

Es gibt viele "Pro" und "Kontra" für die einzelnen Grill/Grilltypen. Mein persönlicher Favorit ist hier der Kugelgrill mit Holzkohle. Er umfasst wirklich viele Möglichkeiten und ist meiner Meinung nach der am vielfältigsten einsetzbare Grill, mit dem man wirklich sehr viel machen kann. Im Bereich der "BBQ-Methode" ist es unabdingbar, einen Grill mit Deckel und mit Luftregulierung zu besitzen, erst dann stehen einem die Vielzahl der unterschiedlichen Rezepte zur Verfügung.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Einen ultimativen Tipp für Grillanfänger gibt es in der Form nicht, denn jeder Grillanfänger "muss" seine eigenen Erfahrungen sammeln. Es gibt wirklich viele Varianten des Grillens und man muss für sich eben die eigene finden. Es gibt wirklich viele Informationen, Tipps und Tricks, und wenn man sich intensiver mit der Thematik befasst, wird man sehr schnell merken, dass es auch noch mehr gibt, als "Nur mal eben eine Wurst zu grillen". Was ich nur mit auf dem Weg geben kann, ist, dass vieles mit Ruhe und Geduld funktioniert. Wenn man sich immer mehr zutraut, kann man auch mal Eigenkreationen probieren. Es gibt wirklich keine Tabus, fast alles ist beim Grillen erlaubt und es kann sich, wie bei mir, zu einer Leidenschaft entwickeln.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Was man auf dem Grill unbedingt ausprobieren sollte, ist eine "Bacon Bomb" oder auch "Bacon Explosion". Das ist nichts anderes wie ein gefüllter Hackbraten ummantelt mit Bacon. Hier kann man die Füllung sehr stark Variieren, vom einer Mediterranen Füllung bis hin zu einer eigenen Kreation. Eine wirklich wahrhaftig schmackhafte Erfahrung, die ich nur empfehlen kann. Das Rezept gibt es hier

Sven O. Rimmelspacher von Disturbed Cooking

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?

Ich grille sowohl auf Gas als auch auf Holzkohle. Den Holzkohlegrill (57er Kugelgrill) verwende ich in erster Linie für Low & Slow-Gerichte, also für größere Fleischstücke, die bei niedriger Temperatur und indirekt gegrillt werden. Ein Gasgrill ist von der Bedienung und exakten Temperaturregelung sehr einfach in der Handhabung und durch Drehspieß, verschiedene Brenner, usw. sehr vielseitig. Mit einem günstigen Grill aus dem Supermarkt tut man sich selbst keinen Gefallen.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Lieber weniger Fleisch essen und dafür auf hohe Qualität und Herkunft achten. Immer Geduld mitbringen, dem Grillgut Zeit lassen und mit einem Kerntemperatur-Thermometer arbeiten.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Für Steakliebhaber ein richtig großes, dickes Steak perfekt gegart, z. B. mein Porterhouse-Steak im Bistecca Fiorentina Style.
Wer etwas experimentierfreudig ist, sollte mal einen großen Braten indirekt auf dem Grill zubereiten, z. B. eine Hochrippe.

Christian Kaiser, Bastian Dammers und Martin Scholzen von Outdoor-Cooking-Blog

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?

Wir finden, dass nach wie vor der ganz klassische Kugelgrill der beste und vor allem universellste Grill ist. Egal ob es saftige Steaks über einer heißen Glut sind oder ein Pulled Pork... Mit einem Kugelgrill und eventuell ein wenig Zubehör kann man wirklich alles machen.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Der Grundstein für eine erfolgreiche Grillkarriere ist am besten mit der Anschaffung eines Grill- bzw. Fleischthermometers gelegt. Die Kerntemperatur von Fleisch, Fisch oder Geflügel zu messen und sich nicht auf ein Bauchgefühl zu verlassen, gibt die Sicherheit, die man braucht, um sich auch mal an ein Stück gutes und wahrscheinlich etwas teureres Stück Fleisch heranzutrauen. Und es gibt wohl nichts Schlimmeres als ein übergartes Steak.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Spare Ribs...Da kommt einfach alles vor, was ein gutes Barbecue ausmacht: Ein bisschen Rauch, ein bisschen langsames und indirektes Garen (low&slow) und eine leckere Glasur mit BBQ-Sauce. Was zum Schluss dabei herauskommt ist super-zartes Fleisch mit einem echt tollen Aroma.

Marc Plotzki von O.S.G.C. Grill-Blog

Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?

Der ideale Grill ist meiner Meinung nach entweder ein Holzkohlegrill, am besten ein Kugelgrill mit Deckel, oder ein Gasgrill. Bei diesen Grilltypen hat man durch die variablen Hitzezonen die Möglichkeit, direkt sowie indirekt zu grillen und muss keine Einschränkungen bei der Wahl des Grillgutes in Kauf nehmen.

Schnelle Erfolge erzielt man mit einem Holzkohlegrill. Hier kann man einfach den Grillanzünder auf dem Kohlerost und der Holzkohle oder den Briketts vorglühen lassen und schon kann man loslegen. Zum Vorglühen der Holzkohle/der Briketts empfehle ich einen Anzündkamin, da dieser das Brennmaterial schnell und gleichmäßig zum glühen bringt. Ein qualitativ hochwertiger Holzkohlegrill ist ab 100 € zu haben, ein Gasgrill ab etwa 300 €. Bei einem Kauf sollte man evtl. auf einen Markenhersteller zurückgreifen, da diese Hersteller in der Regel eine lange Nachkaufgarantie für Ersatzteile bieten und auf das Grillgerät bis zu 10 Jahre Garantie - bei sachgemäßer Nutzung - geben.

Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?

Einfach mal das fertig marinierte Fleisch vom Discounter links liegen lassen und mutig sein! UND: Nicht aufgeben! Kaufen Sie einfach ein gutes Stück Fleisch beim Metzger Ihres Vertrauens und würzen es nach Ihren Vorlieben selbst. Trauen Sie sich ruhig, einfach mal eine eigene Gewürzmischung oder einen selbst kreierten Rub (Trockengewürzmischung) auszuprobieren. Für die Gewürzmischung gibt es eine kleine Faustformel: einen großen Teil Süße (brauner oder weißer Zucker), einen kleineren Teil Salz und einen gleichgroßen Teil Schärfe (Pfeffer, Chili). Sicherlich werden hier die ersten Versuche nicht immer perfekt gelingen. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Ihren eigenen Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt.

Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?

Moink Balls

Der Name des Rezepts kommt von den Lauten der beiden „Bestandteile" des Fleisches, nämlich „Moo" für das Rinderhackfleisch und „oink" für den Bacon vom Schwein. Bei diesem Rezept handelt es sich um einen kleinen Zwischengang bzw. eine Vorspeise und es ist einfach und schnell zubereitet. Es werden die folgenden Zutaten benötigt:

500g Rinderhack mit hohem Fettanteil
12 Scheiben Bacon (Frühstückspeck, dünn geschnitten)
Gewürze (Salz und Pfeffer) oder evtl. ein Rub (z. B. selbstgemachter 8-3-1-1 Rub*)
BBQ Sauce zum Bestreichen
Holzspieße (alternativ Zahnstocher)
einen Pinsel zum Bestreichen

* Der 8-3-1-1 Rub besteht aus 8 Teilen Zucker (brauner Zucker bevorzugt), 3 Teilen Salz, 1 Teil Pfeffer und 1 Teil nach Ihren Wünschen (z. B. Paprikapulver, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Curry, usw.). Man kann diesen Rub auch erweitern, so dass man einfach immer einen Teil des Gewürzes hinzufügt. Um den Rub zuzubereiten, vermischt man einfach alle Zutaten miteinander und füllt diese nachher in einen Behälter. Beim Würzen sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt und man kann statt des Rubs das Hackfleisch nach eigenen Wünschen verfeinern, z . B. mit frischen Kräutern (Petersilie) oder mit angeschwitzten Zwiebeln oder Schalotten.

Zubereitung

  • Vermengt das Rinderhackfleisch mit den Gewürzen bzw. dem Rub und formt daraus gleichgroße Kugeln (ca. Golfballgröße).
  • Umwickelt die Hackfleischbällchen mit einer oder 2 Scheiben des Bacon.
  • Fixiert die mit Bacon ummantelten Hackbällchen mit einem Holzspieß oder Zahnstocher. Die Holzspieße bzw. Zahnstocher evtl. vorher ein wenig wässern, damit diese nicht verbrennen.
  • Heizt den Grill auf 100 bis 130° C ein. Es empfiehlt sich, eine indirekte Grillzone einzurichten.
  • Legt die „Moink Balls" in die indirekte Grillzone, wo sie keinen direkten Kontakt zur Glut haben.
  • Schließt den Deckel des Grills und lasst die „Moink Balls" ca. 30-35 Minuten bei indirekter Hitze und geschlossenem Deckel garen.
  • Bestreicht in den letzten Minuten die knusprigen „Moink Balls" noch mit ein wenig BBQ Sauce und lasst diese nochmals für 5 Minuten bei geschlossenem Deckel garen, so dass die Sauce leicht karamellisiert.

Das Rinderhackfleisch sollte eine Kerntemperatur von 70° C haben, um serviert zu werden. Wer dies nicht einschätzen kann, kann ein Fleischthermometer verwenden.

Wenn dir das Leben Apfelstrudel gibt, bestell Eis und Sahne dazu! #mangönntsichjasonstnichts

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