Von Jahr zu Jahr wird der Kreis der Muschelliebhaber größer – kein Wunder, denn die Schalentiere schmecken sehr würzig und haben wenige Kalorien.
In den Sommermonaten von Mai bis August sollte man keine Muscheln essen. In dieser Zeit entstehen in den Meeren der nördlichen Halbkugel giftige Meeresalgen, die die Muscheln aus dem Wasser filtern und die deren Fleisch für den Menschen ungenießbar macht. Der Grund sind die durch die Sonneneinstrahlung hohen Wassertemperaturen.
Von September bis April, also in allen Monaten mit "r" dagegen kann man Miesmuschel kaufen.
Herkunft der Muscheln
Sie werden sowohl in der Nord- und der Ostsee als auch im Atlantik und Mittelmeer in ausgedehnten Muschelkulturen gezüchtet. Deutsche, holländische und dänische Schalentiere sind relativ klein und preiswert. Aus Frankreich kommen besonders aromatische Sorten, aus Spanien größere, gelbfleischige Muscheln.
Muscheln einkaufen
Das Risiko, schlechte Ware zu erwischen, ist durch die strengen Kontrollen bei kommerziellen Fängen gering gehalten.
Muscheln filtern über ihre Kiemen einzellige Algen, aber auch Abfallstoffe aus dem wasser. Eine ausgewachsene Auster kann in der Stunde bis zu 37 Liter Wasser säubern. Da sich die Schadstoffe in der Muschel ansammeln, können Exemplare aus stark verschmutzten Gewässern sehr hohe Cadmium- und Quecksilberkonzentrationen aufweisen. Allerdings werden alle Muscheln aus den Regionen der EU regelmäßig auf Giftstoffe untersucht.
Muscheln aus nicht EU – Ländern unterliegen jedoch solchen Kontrollen nicht.
Trotzdem aller Kontrolle ist es für jeden Muschelliebhaber ratsam, beim Kauf auf folgende Kennzeichnungselemente zu achten:
- Verpackungsdatum mit Angabe von Tag und Monat
- Mindesthaltbarkeitsdatum oder Hinweis: "Diese Muscheln müssen zum Zeitpunkt des Verkaufs lebend sein"
- Herkunftsland und Muschelart
- Hinweis auf die Reinigung, sofern die Muscheln in einem Reinigungszentrum gesäubert worden sind


