Food Fotografie - So machen Sie mehr aus Ihren Bildern

Food Fotografie - 8 Tipps & Tricks für schönere Fotos

Warum schauen wir uns so gerne Kochbücher an? Und wonach entscheiden wir, welches Rezept wir ausprobieren? Ein gutes Foto lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen und wir meinen fast schon zu schmecken, was wir sehen. Um selbst bessere Food Fotos von ihren Meisterwerken zu machen, brauchen sie nicht unbedingt eine teure Spiegelreflexkamera oder ein eigenes Fotostudio. Häufig reicht es schon, einige Tipps zu beachten und ein Gefühl für ihr Motiv zu bekommen. Für Food Fotografie gilt dasselbe wie für die Kochkunst: Übung macht den Meister! Je häufiger Sie die Kamera zur Hand nehmen, desto besser werden Ihre Ergebnisse.

Food Fotografie heißt der Bereich der Fotografie, in dem Lebensmittel und zubereitete Speisen fotografiert werden. Food Fotos können wiederum aus ganz unterschiedlichen Gründen aufgenommen werden: für Kochbücher oder für einen Blog, für ein neues Produkt oder einfach als private Erinnerung. Professionelle Food Fotografen arbeiten häufig mit einem Food Stylisten zusammen, der die Speisen schön herrichtet. Dieser Luxus steht Ihnen vermutlich nicht zur Verfügung - Sie müssen also Stylist und Fotograf in einer Person sein. Dafür dürfen Sie Ihre Werke meistens auch verspeisen - ein Glück, für das der Profi nicht unbedingt Zeit hat.

8 Tipps und Tricks, wie sie mehr aus Ihren Food Fotos machen

1. Versuchen Sie, möglichst ohne Blitz zu fotografieren - das Ergebnis mit automatischem Blitz wirkt häufig unnatürlich und lässt Ihre Speisen steril oder schlicht unappetitlich wirken. Die besten Fotos entstehen meist bei Tageslicht. Falls dieses nicht zur Verfügung steht, versuchen Sie möglichst natürlich wirkendes künstliches Licht zu nutzen, zum Beispiel von einer Tageslichtlampe. Häufig sieht es auch ansprechender aus, wenn das Licht nur von einer Quelle kommt. Falls Sie ein Stativ haben, nutzen Sie es! So können Sie auch mit weniger Licht noch unverwackelte Fotos machen.

2. Achten Sie auch auf die Dekoration - eine außergewöhnliche Tischdecke oder ein farblich abgestimmter Teller können Wunder wirken. Eine Speise, die selbst schon sehr farbenfroh ist, kann am besten wirken, wenn sie minimalistisch auf einem weißen Teller fotografiert wird. Eine eher schlicht aussehende Speise verträgt hingegen auch ein wenig mehr Farbe in der Dekoration. Mit der Zeit werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, welche Vorgehensweise bei welcher Speise angemessen ist.

3. Fotografieren Sie die Speisen möglichst frisch. Essen sieht gerade auf Fotos sehr schnell unappetitlich aus. Daher sollten Sie auch so viel wie möglich vorbereiten, bevor das Essen fertig ist. Vergessen sollten Sie Klischees von Haarspray & Co. um die Speisen künstlich frisch erscheinen zu lassen. Ihre Fotos sollen schließlich möglichst natürlich werden und nicht unbedingt den nächsten Preis für sterile Produktfotografie gewinnen.

4. Achten Sie auch auf den Winkel, aus dem Sie aufnehmen. Manchmal sehen Fotografien aus der Vogelperspektive hübsch aus - häufig bewirken sie aber auch, dass die Speisen flach und unansehnlich wirken. Hier gilt wie für alle anderen Tipps in der Food Fotografie: Experimentieren Sie! Scheuen Sie sich nicht davor, mehr Fotos zu machen, als Sie brauchen werden. Im Zeitalter der digitalen Fotografie müssen Sie sich ja wegen der Kosten für das Bildmaterial keine Sorgen machen.

5. Falls Sie für einen Blog fotografieren, sollten Sie natürlich auch Fotos der einzelnen Arbeitsschritte und der Zutaten aufnehmen. Nehmen Sie sich Zeit und arrangieren Sie die einzelnen Zutaten in hübschen Schalen oder auf einem passenden Hintergrund. Optimal ist es natürlich, wenn Sie Hilfe bei Arrangement und Zubereitung haben - so bleibt Ihnen mehr Ruhe für Ihre Food Fotos.

6. Kennen Sie den Goldenen Schnitt? Einfach erklärt bedeutet diese Grundregel der Kunst, die auch in der Food Fotografie gilt, dass Sie Ihr Motiv nicht genau mittig platzieren sollten. Teilen Sie ihr Foto im Geiste in drei gleich große Teile (bei vielen Kameras können Sie sich diese Aufteilung auch schon im Display anzeigen lassen) und versuchen Sie, die markanten Teile ihres Motives in den äußeren Bereichen zu platzieren.

7. Auch mit der Blendenöffnung können Sie Einfluss auf die Gestaltung Ihres Food Fotos nehmen: Je größer die Blendenzahl ist, desto länger ist die Belichtungszeit und desto weiter ist die Schärfentiefe. Mit anderen Worten: Wenn es heller ist, können Sie länger belichten und dementsprechend werden größere Teile des Bildes scharf. Andererseits kann es auch attraktiv aussehen, mit kleinerer Blendenzahl zu fokussieren - so wird der oft unwichtige Hintergrund unscharf und lenkt nicht von ihrem leckeren Hauptmotiv ab.

8. Falls Sie sich entscheiden, sich intensiver mit Food Fotografie oder Fotografie im Allgemeinen zu beschäftigen, sollten Sie lernen, mit einem Bildbearbeitungsprogramm umzugehen. Auch aus nicht ganz perfekten Bildern kann man so noch eine Menge herausholen.

Die wichtigste Regel lautet aber natürlich: Haben Sie Spaß bei der Sache! Und lassen Sie Ihr Essen nicht kalt werden.

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