Essbare Blüten sind Hingucker und bringen Aroma

Essbare Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen - sie sind auch überraschend lecker und verwandeln jedes Gericht in ein Fest der Farben. Schon beim bloßen Betrachten einer Suppe mit Kapuzinerkresse oder Ringelblumen kommen Frühlingsgefühle auf – und erst recht beim Essen!

Warum kocht man mit essbaren Blüten?

Im Salat und als Dekoration auf dem Teller machen die bunten Blumen schon rein optisch einiges her. Aber auch die Aromen können so manche Gerichte ordentlich aufpeppen. Denn die Aromen der Blüten ähneln meistens denen der Blätter der jeweiligen Pflanze, nur süßer und feiner.

Dementsprechend eignen sie sich auch besonders gut zum Backen: Kuchen wird durch bunte Blüten aromatischer und Brötchen mit Blüten lassen den Sonntagsbrunch zum Frühlingsfest werden. Auch für Nachspeisen sind Blüten bestens geeignet: Creme mit Lavendelblüten oder Rosenblüten-Pannacotta bringen unbekannte Aromen auf den Tisch - manchmal sind Blüten einfach die besseren Kräuter. Besonders beliebt ist es auch, noch geschlossene Blütenknospen einzulegen und als "falsche Kapern" zu verwenden. Alle essbaren Blüten lassen sich auch kandieren - und ergeben so Süßigkeiten, die überaus dekorativ sind und sich auch wunderbar als Geschenk eignen. Kapuzinerkresse, Veilchen und Heckenröschen, Jasmin, Gänseblümchen, Ringelblumen, Lavendel und Stiefmütterchen – auch die Blüten von Zucchini, Orange, Apfel, Raps und sogar Zwiebel sind essbar.

 

Woher bekomme ich essbare Blüten?

Besonders hübsch sind essbare Rosen – allerdings solltet ihr natürlich weder diese noch andere Blumen im Blumenladen kaufen.

 

Gezüchtete Blumen vom Händler sind nur für die Augen gedacht und nicht zur Zubereitung geeignet.

 

Wer einen eigenen Garten hat, der kann essbare Blüten problemlos selbst ziehen - natürlich ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mit wenig Dünger.

 

Falls ihr außerhalb eures Gartens sammeln wollt, solltet ihr auf ungedüngte Wiesen achten – möglichst weit von Städten und Straßen entfernt. Geerntet wird am besten morgens, sobald der Tau getrocknet ist.

Die Blüten werden anschließend vorsichtig unter laufendem kaltem Wasser abgewaschen. Ein kurzes Bad in Eiswasser erhält den Geschmack und die Farben. Je nach Größe müssen der Stängel, der Stempel, alle grünen Teile und die Staubgefäße vorsichtig entfernt werden. Auch sollten Sie die Blüten möglichst wenig erwärmen oder gar kochen, denn ihre Besonderheit ist ja gerade, dass man sie frisch, roh und knackig direkt aus dem Garten essen kann. Ausnahmen sind natürlich erlaubt – gerade für Likör, Essig, Marmeladen, Gelees und die anderen vielfältigen Möglichkeiten, essbare Blüten einzumachen und zu konservieren. Denn so haben sie im Winter zumindest noch Frühling in Flaschen und frische Farben in Gläsern!

 

Blütenbutter
Von: Natürlich Lecker, Länge: 3:36 Minuten, Aufrufe: 7.263

Das Rezept zum Video:

Von Gänseblümchen bis Borretsch - welche Blüten sind essbar?

Am bekanntesten sind die Blüten von Zucchini und anderen Kürbissen sowie die Blüten der Kapuzinerkresse (deren Blätter und Knospen ebenfalls essbar sind). Weitere essbare Blüten stammen von Begonie, Borretsch, Chrysantheme, Jasmin, Lavendel, Ringelblume, Stiefmütterchen, Kornblume und vielen mehr. Fast überall gibt es auch das kleine Gänseblümchen - die jungen Blätter und Blüten machen sich hervorragend im Salat. Die jungen Blätter und Blütenknospen und auch die bereits geöffneten Blüten der Gänseblümchen schmecken sehr gut im Salat. Die nussartig schmeckenden Knospen eignen sich auch, in Essig eingelegt, als Kapernersatz.

Auf keinen Fall darf man unter anderem Christrose, Christstern, Engelstrompete, Goldregen, Hahnenfuss, Maiglöckchen, Oleander und einige andere Blumen essen! Erkundigt euch lieber vorher, welche Blumen und Blüten wirklich essbar sind!

Kochen mit Blumen und Blüten hat Tradition

Kochen mit Blüten ist so alt wie das Kochen selbst. Die alten Griechen, Römer und Azteken haben mit Blüten gekocht und im Mittelalter und zur Zeit der Renaissance waren essbare Blüten gang und gäbe, zumal man damals kaum einen Unterschied zwischen Blumen und Gewürzen machte. Wenn man zum Beispiel bedenkt, dass unsere Gewürznelken nichts anderes sind als getrocknete Blumenknospen des Nelkenbaumes und Safran nichts anderes als getrocknete Blütennarben von "crocus sativus" sind, wundert man sich nicht.

Beim Blättern durch alte Kochbücher stößt man immer wieder auf Rezepte, in denen Blüten wie Kräuter verwendet werden. So wohlklingende Namen wie Rosenmarmelade, Geraniengelee oder Veilchenkonfitüre machen neugierig. Und Pasteten, unter deren Mürbeteigdecke sich Primeln oder Stiefmütterchen verbergen, und Omeletts, in denen in Butter gedünstete Löwenzahnblüten stecken, zwingen einfach zum Experimentieren.
Habt ihr euren Tee schon mal mit Jasminblüten verfeinert? Dieser Brauch geht zurück bis in die Anfänge der orientalischen Geschichte. Auch alte Weinrezepte mit Löwenzahn, Rotklee, Geißklee, Holunderblüten oder Rosen lassen Blumen im neuen Licht erscheinen – von Blumenlikör, Rosen- und Orangenwasser gar nicht zu reden. Es lohnt sich also, die alte Kunst, Blumen und Blüten als Kräuter zu verwenden, wieder ein bisschen zu beleben.

Essbare Blüten - Rezepte für Ringelblumenlikör & Co.

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Essbare Blüten verzieren, dekorieren, schmecken, sind gesund und einfach mal was anderes! Besonders viel Spaß macht es natürlich, Blumen und Blüten aus dem eigenen Garten zu essen, denn was man selbst gepflanzt und geerntet hat, schmeckt gleich doppelt so gut. Deko und geheime Zutat seines Frühlingssalates kann man so direkt vorm Verzehr von der eigenen Wiese pflücken. Auch wenn ihr ein feines Menü für Gäste kocht, können die bunten Blüten euren Speisen eine ganz besondere Note geben – und für Gesprächsstoff sorgen sie sicherlich!