Kresse: pflanzen, ernten, dekorieren und genießen

Kresse: Welche Sorten gibt es?

Kresse schmeckt leicht scharf und erinnert an Senf. Sie kann aber auch nach Honig, Anis oder Pfeffer schmecken. Neben den bekannten Kressesorten wie Gartenkresse, Brunnenkresse und Kapuzinerkresse gibt es weitaus mehr Sorten, die durch ihre Geschmacksvielfalt sehr überraschen können.

Mit Kresse hat jeder das erste Mal in der Grundschule zu tun, wenn Kresse-Samen auf einem Stückchen Wattebausch angepflanzt werden. Die Begeisterung, dass da wirklich etwas wächst, ist meist leider schnell wieder verloren. Wenn man nicht viel mit Kräutern kocht, dann gerät Kresse völlig in Vergessenheit. Dabei ist Kresse so vielfältig und auch noch optisch eine schöne Ergänzung zu leckeren Gerichten. Längst hat die Kresse ihr unattraktives Öko-Image abgelegt und findet Verwendung nicht nur in einer frühlingsfrischen Kressesuppe, sondern auch in der Haute Cousine. Hier finden Sie klassische und neue Kressesorten.

Gartenkresse

Gartenkresse

Gartenkresse wird häufig als Gewürz gebraucht. Man kauft diese im kleinen Beet oder sät sie selbst aus. Etwa nach einer Woche können die kleinen zarten Keimlinge geerntet werden. Diese schmecken leicht scharf nach Senf, da sie Senföl enthalten. Sie passt zu Frischkäse, Quark- und Eierspeisen, aber schmeckt auch als Pesto.

 

 

Winterkresse

Winterkresse wächst vor allem auf Äckern und ist bis in den Winter hinein zu finden. Man kann Winterkresse wie Gartenkresse oder Brunnenkresse als Gewürz benutzen oder gedünstet wie Spinat essen. Sie eignet sich wunderbar zum Ergänzen von Fischgerichten. Winterkresse kann im Frühjahr oder Herbst gesät werden.

Brunnenkresse

Brunnenkresse

Brunnenkresse ist ein selten zu findendes Gewürz und ist nicht einfach im Handel erhältlich. Man findet Brunnenkresse an fließenden Gewässern und Teichen, sie bevorzugt sonnige und halbschattige Plätze. Erhältlich ist Brunnenkresse beim Gärtner. Auf dem Balkon lässt sie sich nur schlecht ziehen. Besser wäre, sie an einem nahegelegenen Bach oder Teich in der Nähe anzupflanzen. Dort findet man neben der echten Brunnenkresse auch falsche Brunnenkresse, das sogenannte Schaumkraut oder bittere Kresse, die ebenfalls essbar ist.

Kapuzinerkresse

KapuzinerkresseKapuzinerkresse ist eine hübsche Zier- und Speisepflanze, von der die Blätter wie auch die leuchtend schönen Blüten essbar sind. Diese werden frisch verwendet und haben einen pfeffrigen Geschmack. Sie sollten nicht eingefroren oder getrocknet werden, da die zarten Blätter der Kapuzinerkresse dann zerfallen und ihr Aroma verlieren. Man kann sie jedoch in Öl einlegen.

 

Honey cress

Es gibt auch Kresse, die ganz überraschende Geschmacksrichtungen hat. Beispielsweise die „honey cress". Dies ist eine Kresse, die süßlich und nach Honig schmeckt. Nimmt man die grünen zarten Blättchen in den Mund, ist das Geschmackserlebnis überraschend. Die Honigkresse eignet sich für Süßspeisen oder zum Aufpeppen von Käse wie überbackenem Ziegenkäse.

Sechuan cress

Sechuan Kresse ist wie die Sechuanblüte ein bisschen elektrisierend. Allerdings nicht so stark wie die Sechuanblüte. Die Sechuankresse ruft ein angenehm prickelndes Gefühl auf der Zunge hervor. Man sollte seine Gäste allerdings vorwarnen, damit diese von dem Gefühl nicht verschreckt werden. Es macht Gerichte nicht nur zu einem Geschmacks-, sondern auch zu einem Gefühlserlebnis. Allerdings sind die Geschmacksnerven danach etwas betäubt, deshalb sollte man das Erlebnis nicht unbedingt an den Anfang eines Menüs legen, von dem man dann nicht mehr so viel hat.

Limon cress

Interessant ist auch eine Kresse, die nach Anis und Limone schmeckt. Fischgerichte können raffiniert ergänzt werden. Allerdings könnte man genauso echte Limonen und Anis- oder auch Fenchelsaat benutzen. Es ist eben viel mehr der Überraschungseffekt, dass ein grünes Blatt so unerwartet aromatisch schmecken kann.

Autor:
Sie haben Fragen oder Anregungen? Sprechen Sie uns an, im Magazin-Forum.