Würzen Sie Speisen
nur mit Pfeffer und Salz? Dann sollten Sie unbedingt mal ein paar Kräuter
ausprobieren. Das frische Grün gibt Gerichten einfach und schnell den richtigen
Pepp.
Der Braten mit Kräuterkruste, das Tabuleh mit frischer Minze oder einfach Tomaten mit Mozzarella und Basilikum schmecken durch das Kräuteraroma gleich nochmal so gut. Wir haben für Sie Tipps rund um das Kochen mit Kräutern.
Getrocknet oder frisch - was ist besser?
Getrocknete Kräuter lassen sich sehr lange lagern, ohne zu verderben und haben damit einen klaren Vorteil. Man sollte allerdings beachten, dass mit der Zeit auch die ätherischen Öle und damit das Aroma verloren gehen. Deshalb sollten getrocknete Kräuter immer luftdicht gelagert werden. Frische Kräuter bieten mehr Aroma, müssen allerdings, einmal geerntet, sofort verwendet werden. Frische Kräuter zieht man am besten selbst auf der Fensterbank. So sind immer frische Kräuter griffbereit, die einfach bei Bedarf geerntet werden können. Eine Alternative sind tiefgefrorene Kräuter. Da die feinen Kräuterblättchen sehr empfindlich sind, eignen diese sich optisch eher nicht für frische Salate, da sie frisch aufgetaut etwas matschig wirken. Deshalb verwendet man diese besser zum Kochen oder für Kräuterbutter und Quark.
Kräuter selbst trocknen
Wenn Sie Kräuter sammeln oder ernten und nicht sofort verwenden, können Sie diese wunderbar trocknen. Hängen Sie das Kräuterbündel kopfüber an einem trockenen und gut durchlüfteten Raum auf. Man kann die Kräuter bei niedriger Temperatur auch im Ofen trocknen. Achten Sie darauf, dass die Kräuter in der Mitte des Bündels ebenfalls schnell trocknen, sonst können sie schimmeln. Beschriften Sie die Kräuterbündel, da nach dem trocknen eventuell nicht mehr klar zu erkennen ist, um was es sich handelt. Sind die Kräuter trocken, lassen diese sich in einem gut verschließbaren Glas aufbewahren.
Kräuteröl selbstgemacht
Würziges Kräuteröl muss man nicht kaufen, man kann es ganz einfach selbst machen. Einfach das Öl und die gewünschten Kräuter in eine Flasche geben und 4-6 Wochen reifen lassen. Dabei kann man die ganze Kräutervielfalt nutzen und ein individuelles Kräuteröl ganz nach Geschmack kreieren. Dafür eignen sich frische, wie auch getrocknete Kräuter. Frische Kräuter sehen allerdings schöner in einer dekorativen Glasflasche aus. Außerdem enthalten frische Kräuter mehr Aroma als getrocknete, da diese ätherische Öle beim Trocknen verlieren.
Kräutergelees und Tees
Für Kräutergelee und Sirup sind frische Kräuter geeignet. Es werden meist die Blätter und Blüten verwendet. Für Kräutertee eignen sich sowohl getrocknete als auch frische Kräuter. Auch hier gilt wieder getrocknete Kräuter lassen sich besser lagern, jedoch sind beispielsweise frische Minzeblätter im Teeglas einfach dekorativer.
Kräutersalz
Salz ist einer der ältesten Konservierungsstoffe und eignet sich natürlich auch hervorragend, um frische Kräuter haltbar zu machen. Auch hier sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt und man kombiniert Kräuter, wie man mag. Die Kräuter werden klein gehackt und mit dem Salz vermischt, so ist das Kräutersalz ungefähr ein Jahr haltbar.
Kräuterschnaps
Schnaps kann aus allen Wurzeln, Rinden, Knospen, Blättern und Blüten hergestellt werden. Bei Kräutern dauert es nur einige Tage, den Geschmack zu extrahieren, aus Wurzeln und Zweigen dauert es hingegen einige Wochen. Wenn der Schnaps durchgezogen ist, kann man die Kräuter mit Hilfe eines Kaffeefilters einfach herausfiltern.
Kräuterpesto
Der Klassiker aus Italien genauer aus Genua, daher auch der Name Pesto genovese, besteht aus frischem Basilikum, Pinienkernen, italienischem Hartkäse, Knoblauch, Pfeffer und Olivenöl. Am besten schmeckt die frische Kräutersauce ganz frisch zubereitet. Ja nach Geschmack können Kräuter variiert werden. Sehr beliebt ist Bärlauchpesto. Ein kräftigeres und schöneres Grün erhält man, wenn man Pinienkerne und Käse weglässt oder erst auf die Nudeln streut. Weiter kann man das Pesto mit einer Chilischote schön scharf machen. Die frischen roten Chilistückchen machen auch was her fürs Auge.
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