Die mexikanische Küche – Tortillas, Tacos & Burritos

Die mexikanische Küche ist feurig und vielseitig

"Chili con Carne" lautet meist die Antwort, wenn man seine Mitmenschen nach ihrem Lieblingsgericht aus der mexikanischen Küche fragt. Dabei handelt es sich bei dem beliebten scharfen Hackfleischeintopf gar nicht um ein Gericht der mexikanischen Küche, sondern um den berühmtesten Vertreter der sogenannten Tex-Mex-Küche. Diese stellt eine Fusion aus mexikanischen Gerichten und Südstaatenküche dar - typisch mexikanisch ist sie aber nicht! Die wirklich traditionelle mexikanische Küche bietet noch viele Überraschungen und  Rezepte, die weit über die Erwartungen der europäischen Zunge hinausgehen.

Mexikanische Küche

Mexikanische Küche - aufregende Rezepte und Traditionen

Mexikanische Küche ist häufig eine aufregende Fusion aus althergebrachten Traditionen mit neueren Einflüssen der Kolonialisierungsmächte. Rezepte der Azteken und Maya verschmolzen mit Nahrungsgewohnheiten der Spanier und Franzosen. Auch innerhalb der mexikanischen Küche gibt es große regionale Unterschiede: Im Süden Mexikos merkt man noch stärker die Indioeinflüsse auf die Küche, im Norden herrschen spanische Geschmäcker vor. Wiederum anders wird an der mexikanischen Küste gekocht: Fischgerichte und Meeresfrüchte in vielfältigen Variationen, besonders häufig mit Tomaten, Limetten und Koriander gewürzt, sind hier besonders beliebt.

Mexikanische Küche - die reiche Vegetation macht den Unterschied

Wichtig für die mexikanische Küche ist auch, dass Mexiko eine besonders reiche Vegetation hat: Neben Kakao, Vanille, Avocado, Erdnüssen und Tomaten, sind besonders Chili und Mais weit verbreitet. Maismehl kommt in fast allen Teiggerichten vor und auch mit Chilis wird nicht gerade sparsam umgegangen. Im mexikanischen Norden wird milder gekocht als im Süden - allerdings werden einem nicht abgehärteten Europäer wohl die meisten Rezepte scharf erscheinen. Als mexikanisches Nationalgericht gilt Mole Poblano: Truthahn mit einer Sauce aus Chili und Schokolade. In den 50er Jahren entstand auch die Nueva Cocina Mexicana: In ihr wird die eh schon facettenreiche mexikanische Küche mit Methoden und Rezepten der Haute Cuisine verbunden. Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist in Mexiko das Mittagessen. Zum Frühstück gibt es meist nur ein kleines Gebäck und einen Kaffee, zum Abendessen auch nur einen kleinen Snack. Das mexikanische Mittagessen hingegen wird zelebriert: Die Mittagspause ist in Mexiko recht lang und das Mahl kann durchaus vier Gänge haben und mehrere Stunden dauern.

Tortillas, Fajitas und Burritos - mexikanische Brote

Die Tortilla, ein dünner Fladen aus Mehl, Wasser und Salz, ist in Mexiko Grundnahrungsmittel. Sie wird meistens mit Maismehl hergestellt, Weizenmehl ist seltener. Die Variante aus Maismehl schmeckt besonders gut im warmen Zustand, da sie erkaltet häufig eine recht harte Konsistenz annimmt. Weizentortillas hingegen sind auch im kalten Zustand noch weich. Es gibt die Tortilla in zahllosen regionalen Varianten und Zubereitungsweisen. Fajitas sind Weizentortillas, die jeder selbst am Tisch befüllt - Burritos die bereits fertiggerollte Variante. Quesadillas werden hauptsächlich mit Käse gefüllt und Enchiladas sind gefüllte und gerollte Maistortillas, die mit Sauce gratiniert werden.

Getränke mit Tradition bietet die mexikanische Küche auch zur Genüge. Horchata zum Beispiel ist eine süße Milch aus Reis und Mandeln. Viel häufiger jedoch sind alkoholische Getränke mit Tradition: Tequila, Mezcal und Pulque. Sie alle werden aus dem Saft der Agave gebrannt. Nicht ganz so traditionsreich, aber in Deutschland sehr beliebt, ist der Kaffeelikör Kahlúa.

Rezepte, so vielseitig wie die mexikanische Küche, finden Sie auf der nächsten Seite!

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