Gesunde Ernährung für Schulkinder

Warum gesunde Kinderernährung so wichtig ist

Gesunde Ernährung ist besonders für Kinder wichtig, da sie sich noch in der Wachstumsphase befinden. Viele Vitamine und Mineralstoffe sind nachweislich entscheidend für die Entwicklung. Und gerade wenn sich die Kinder in der Schule mehrere Stunden lang konzentrieren müssen – oftmals auch am Nachmittag – ist eine ausgewogene Ernährung das A und O. Und das nicht nur für den Lernerfolg.

Gesunde Ernährung für Schulkinder geht auch mit einem Wrap

Nicht nur das Wachstum wird durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung gefördert, sondern eine gute Nährstoffversorgung unterstützt auch die kognitiven Fähigkeiten und die motorische Entwicklung: Die Kinder können sich besser konzentrieren und auch lernen. Umso wichtiger ist es, dass Kinder sich ausgewogen ernähren.

Gesunde Ernährung für Schulkinder: Schulkantine vs. Elternküche

Während vor wenigen Jahren noch darauf geachtet wurde, dass die Kinder nicht zu lange in der Schule bleiben und die Eltern mehr Verantwortung für die gesunde Ernährung ihrer Kinder hatten, hat sich das Blatt nun gewendet und die meisten Schulen haben Unterricht bis in den Nachmittag, und auch die Ganztagsschulen befinden sich auf dem Vormarsch. Das hat zur Folge, dass Schüler mittags in der Schule versorgt werden. Viele Schulen sind jedoch nicht auf einen adäquaten Mittagstisch ausgelegt und haben gar keine Kantinenräume.

Den Schulen fällt es häufig schwerer, sich um eine gesunde Ernährung der Schüler zu kümmern. Schwierigkeiten bereitet etwa das knapp bemessene Budget, von dem weder qualitativ hochwertige Lebensmittel, noch dazu ausgebildetes Fachpersonal zu bezahlen sind. Dieser Zustand wurde etwa 2012 in einer Studie der Hochschule Niederrhein festgestellt. Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichen Bedingungen in den Bundesländern – schließlich ist die Schule Hoheitsgebiet der Länder. Damit die Schulverpflegung in Deutschland einen einheitlichen Standard bekommt, setzt sich inzwischen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und deren bundesweite Initiative IN FORM ein, und zwar vom ausgewogenen Mittagessen bis zur Versorgung mit Getränken.

Trotzdem: An vielen Schulen gibt es noch Defizite in der Versorgung – und die Eltern müssen noch selbst für gesunde Snacks und das Mittagessen in der Schule sorgen. Gar nicht so einfach, wenn man nicht frisch kochen kann und schon alles fertig mitgeben muss. Wir haben deshalb die Tipps für die gesunde Ernährung Ihrer Kinder.

Gesunde Ernährung für Schulkinder: Die wichtigsten Nährstoffe

Kinder wachsen – entsprechend verändert sich ihr Körper und auch ihr Bedarf. Um Knochen aufzubauen und zu stärken, Muskeln und Fettgewebe, Haut, Haare und Zähne zu bilden, braucht der Körper nicht nur Energie, sondern auch Vitamine und insbesondere Calcium, Eisen, Vitamin D und Eiweiß.

Nährstoffe

Funktion

Lebensmittel

Calcium

  • Baustein für Knochen und Zähne

  • beiteiligt bei der Weiterleitung von Reizen, zum Beipspiel beim Hören und Sehen

Milch, Joghurt, Käse, Quark, auch einige Gemüsearten wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel und Lauch. Bewegung im Freien fördert zudem die Bildung von Vitamin D - beides gemeinsam stärkt die Knochen

Eisen

  • Baustein für roten Blutfarbstoff (am Sauerstofftransport beteiligt)
  • Blutbildung
  • unentbehrlich für eine optimale Gehirnerntwicklung von Kindern und Jugendlichen

Fleisch, Vollkorngetreide, Gemüsearten wie Bohnen, Spinat, Fenchel, Scharzwurzel, Grünkohl, Karotten, Zucchini, Beeren, Trockenfrüchte, Nüsse und Samen

Eiweiß

  • Baustoff von Zellen, Geweben, Enzymen, Hormonen, Antikörper

Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Getreide

Quelle: eigene Darstellung nach DGE e.V.

Gesunde Ernährung für Schulkinder: Lebensmittel

Die Basis für eine ausgewogene Ernährung von Schulkindern bilden Lebenmsmittel mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, die aber gleichzeitig nur wenig Kalorien haben. Oft zugreifen sollten Kinder bei Obst, Gemüse, Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Regelmäßig, aber weniger liegen tierische Produkte wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Wurst und Eier oder auch Nüsse und Samen: Sie liefern nicht nur Eiweiß, sondern auch Mineralstoffe wie Calcium, Iod, Eisen und Zink. Hochwertige Öle, wie Rapsöl und Olivenöl, sollten wie bei Erwachsenen auch, nicht fehlen. Davon brauchen Kinder aber nicht viel: Bis zu vier Esslöffel Fett am Tag sind genug. Benutzen Sie deshalb bei der Zubereitung Rapsöl. Dieses hat eine besonders günstige Zusammensetzung von essentiellen Fettsäuren. Diese essentiellen Fettsäuren sind auch in Fisch enthalten, der gut und gern ein bis zweimal auf dem Speiseplan stehen darf und das sogar schon im ersten Lebensjahr – nur Vorsicht mit den Gräten! Ansonsten sollten fettarme Lebensmittel bevorzugt werden, also fettarme Milchprodukte und auch fettarme Wurst- und Fleischprodukte.

Gesunde Ernährung für Schulkinder: Frühstück und Pausenbrot

Starten Sie mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag. Die Relevanz von Frühstück ist vielfältig diskutiert, denn ein reichhaltiges Frühstück macht nicht nur fit für den Tag, sondern schützt auch vor Übergewicht. Kinder brauchen laut Forschungsinstitut für Kinderernährung fünf Mahlzeiten am Tag. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten.Gesunde Ernährung für Schulkinder fängt beim Pausenbrot an: Mit viel Obst, Gemüse und Brot kein Problem

Das Pausenbrot

Da Kinder bestimmte Vorlieben und Abneigungen haben, sollten sie in die Vorbereitung des Pausenbrotes mit einbezogen werden. So lernen Kinder, selbst eine gesunde Mahlzeit zusammenzustellen. Außerdem können sie so eigenständig einschätzen, wie groß ihr Hunger ist. Und das ist in den verschiedenen Wachstumsphasen sehr unterschiedlich. An einem Tag essen sie eher wenig, am nächsten ist der Appetit so groß, dass man sich darüber wundern kann – das gilt für Kinder wie auch für Erwachsene. Dann gibt es Phasen, in denen bestimmte Lebensmittel bevorzugt werden und auf einmal werden diese nicht mehr angerührt. Bereitet man das Pausenbrot zusammen vor, kann man auf diese Bedürfnisse eingehen.

Versuchen Sie, Lebensmittel für den Pausensnack auszusuchen, die lange frisch und knackig bleiben. Denn das Auge isst mit. Wenn man nach drei bis vier Stunden den vorgeschnittenen braun gewordenen Apfel essen muss, ist das keine Freude mehr – da hilft etwas Zitronensaft. Oder noch besser: Man gibt Obst und Gemüse im Ganzen mit oder möglichst wenig klein geschnitten. Anstatt das Essen von gestern mitzugeben, variieren sie lieber Obst, Gemüse, kleine Joghurts und belegte Brote. Denn auch nach Stunden sehen diese noch frisch aus.

Nicht nur das Essen ist wichtig, sondern auch das Trinken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördert die Konzentration und beugt Kopfschmerzen vor. Möglichst ungesüßte Tees, Wasser oder Fruchtsaftschorlen sind zu empfehlen. Einen halben Liter sollten Sie Ihrem Kind mindestens mitgeben. An Tagen mit Sportunterricht eher mehr.

Rezepte für das Frühstück oder Pausenbrot gibt es auf der nächsten Seite

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