Gesunde Ernährung für Schulkinder

Warum gesunde Kinderernährung so wichtig ist

Gesunde Ernährung ist besonders für Kinder wichtig, da sie sich noch in der Wachstumsphase befinden. Viele Vitamine und Mineralstoffe sind nachweislich entscheidend für die Entwicklung. Und gerade wenn sich die Kinder in der Schule mehrere Stunden lang konzentrieren müssen - oftmals auch am Nachmittag - ist eine ausgewogene Ernährung das A und O. Und das nicht nur für den Lernerfolg. 

Schulbrot

Beispielsweise beeinflusst die Calciumzufuhr vor dem fünfzehnten Lebensjahr später das Osteoporose Risiko. Und nicht nur Knochen- und Körperwachstum werden gefördert, sondern eine gute Nährstoffversorgung unterstützt auch die kognitiven Fähigkeiten und die motorische Entwicklung. Die Konzentration und das Lernen hängen maßgeblich von einer ausreichenden Nährstoffversorgung ab. Umso wichtiger ist es, dass Kinder sich ausgewogen ernähren.

Schulkantine vs. Elternküche

Während vor zehn Jahren noch darauf geachtet wurde, dass die Kinder nicht zu lange in der Schule bleiben mussten und die Eltern mehr Verantwortung für die gesunde Ernährung ihrer Kinder hatten, hat sich das Blatt nun gewendet und die meisten Schulen haben Unterricht bis in den Nachmittag, und auch die Ganztagsschulen befinden sich auf dem Vormarsch. Das hat zur Folge, dass Schüler mittags in der Schule versorgt werden müssen. Viele Schulen sind jedoch nicht auf einen adäquaten Mittagstisch ausgelegt und haben gar keine Kantinenräume.

Den Schulen fällt es häufig schwerer, sich um eine gesunde Ernährung der Schüler zu kümmern. Schwierigkeiten bereitet etwa das knapp bemessene Budget, von dem weder qualitativ hochwertige Lebensmittel, noch dazu ausgebildetes Fachpersonal zu bezahlen sind. Dieser Zustand wurde etwa 2012 in einer Studie der Hochschule Niederrhein festgestellt. Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichen Bedingungen in den Bundesländern - schließlich ist die Schule Hoheitsgebiet der Länder. Damit die Schulverpflegung in Deutschland einen einheitlichen Standard bekommt, setzt sich inzwischen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und deren bundesweite Initiative IN FORM ein, und zwar vom ausgewogenen Mittagessen bis zur Versorgung mit Getränken.

Trotzdem: An vielen Schulen gibt es noch Defizite in der Versorgung - und die Eltern müssen noch selbst für gesunde Snacks und das Mittagessen in der Schule sorgen. Gar nicht so einfach, wenn man nicht frisch kochen kann und schon alles fertig mitgeben muss. Wir haben deshalb die Tipps für die gesunde Ernährung Ihrer Kinder.

Lunchbox

Fit mit Frühstück

Starten Sie mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag. Die Relevanz von Frühstück ist vielfältig diskutiert, denn ein reichhaltiges Frühstück macht nicht nur fit für den Tag, sondern schützt auch vor Übergewicht. Kinder brauchen laut Forschungsinstitut für Kinderernährung fünf Mahlzeiten am Tag. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten.

Selbst aussuchen lassen

Da Kinder bestimmte Vorlieben und Abneigungen haben, sollten sie in die Vorbereitung des Pausenbrotes mit einbezogen werden. So lernen Kinder, selbst eine gesunde Mahlzeit zusammenzustellen. Außerdem können sie so die Größe ihres Hunger eigenständig abschätzen. Und die ist in den verschiedenen Wachstumsphasen sehr unterschiedlich. An einem Tag wird eher wenig gegessen und am nächsten ist der Appetit so groß, dass man sich darüber wundern kann. Dann gibt es Phasen, in denen bestimmte Lebensmittel bevorzugt werden und auf einmal werden diese nicht mehr angerührt. Bereitet man das Pausenbrot zusammen vor, kann man auf diese Bedürfnisse eingehen.

Frisch und knackig

Versuchen Sie, Lebensmittel für den Pausensnack auszusuchen, die lange frisch und knackig bleiben. Denn das Auge isst mit. Wenn man nach drei bis vier Stunden den vorgeschnittenen braun gewordenen Apfel essen muss, ist das keine Freude mehr. Auch das Aroma geht schneller verloren. Beim Apfel hilft ein wenig Zitronensaft. Besser man gibt Obst und Gemüse im Ganzen mit oder möglichst wenig klein geschnitten. Anstatt das Essen von gestern mitzugeben, variieren sie lieber Obst, Gemüse, kleine Joghurts und belegte Brote. Denn auch nach Stunden sehen diese noch frisch aus.

Den Durst löschen

Nicht nur das Essen ist wichtig, sondern auch das Trinken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördert die Konzentration und beugt Kopfschmerzen vor. Möglichst ungesüßte Tees, Wasser oder Fruchtsaftschorlen sind zu empfehlen. Einen halben Liter sollten Sie Ihrem Kind mindestens mitgeben. An Tagen mit Sportunterricht eher mehr.

Das richtige Fett

Benutzen Sie bei der Zubereitung Rapsöl. Dieses hat eine besonders günstige Zusammensetzung von essentiellen Fettsäuren. Diese essentiellen Fettsäuren sind auch in Fisch enthalten, der gut und gern ein bis zweimal auf dem Speiseplan stehen darf und das sogar schon im ersten Lebensjahr - nur Vorsicht mit den Gräten! Ansonsten sollten fettarme Lebensmittel bevorzugt werden, also fettarme Milchprodukte und auch fettarme Wurst- und Fleischprodukte.

Rezepte für das Frühstück oder Pausenbrot gibt es auf der nächsten Seite oder hier.

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