Apfelkuchen – beliebte Varianten aus aller Welt

Apfelkuchen, Apple Pie und Tarte Tatin

Apfelkuchen gilt als typisch deutsches Backwerk - dabei ist Apfelkuchen nicht nur hierzulande beliebt, sondern eigentlich überall, wo Kuchen gebacken wird. Fast jede Region hat eine eigene Variante Apfelkuchen und jedes Land ein eigenes Rezept mit Tradition. Von Omas Streuselkuchen in Deutschland über die französische Tarte Tatin bis hin zum brasilianischen Bolo de maçã: Apfelkuchen ist vielseitig und wandelbar.

Apfelkuchen

Apfelkuchen - von Applepie bis Appeltaart

Im englischsprachigen Raum ist die American Applepie besonders beliebt: Eine Art gedeckter Apfelkuchen, der traditionell mit ungesüßtem, krümeligem Mürbeteig zubereitet wird. In der Schweiz wird häufig eine Apfelwähe gebacken, ein Apfelkuchen vom Blech mit Mürbeteig. In Italien backen alle, die zu viele Äpfel haben, die Torta die Mele, in den Niederlanden die Appeltaart und in Dänemark Æblekage.

Apfelkuchen - mit Mürbeteig, Hefeteig oder Rührteig

All diese Varianten Apfelkuchen haben gemeinsam, dass sie in ihrem Ursprungsland eine Tradition darstellen: Jede Variante Apfelkuchen ist einzigartig. Dementsprechend sind auch die Zubereitungsarten zahlreich: Man kann Apfelkuchen sowohl in einer Springform als auch auf dem Blech backen und es gibt ihn mit Rührteig, Mürbeteig, Hefeteig oder Quark-Öl-Teig. So hat auch jeder passionierte Kuchenbäcker sein Lieblingsrezept und jede Oma "ihren" Apfelkuchen. Schon wenn Sie Grundzutaten wie Eier, Mehl, Zucker, Backpulver, Butter und Äpfel im Haus haben, können Sie einen schnellen Apfelkuchen backen. Die möglichen Zutaten zur Verfeinerung sind nur den eigenen Vorlieben überlassen: Rosinen, Marzipan, Nüsse wie Mandeln, Zimt, Vanille, Honig, Rum, Whiskey, Amaretto und natürlich Streusel. Auch mit selbst gekochtem Apfelmus lässt sich ein köstlicher Apfelkuchen zaubern.

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Wenn ich in meinem Leben nur noch ein einziges Stück Kuchen essen dürfte, es wäre Apfelkuchen mit einem großen Klecks Sahne.

Ich zeige euch jetzt ein einfaches, aber köstliches Rezept, das immer gelingt.

Bevor wir mit dem Apfelkuchen starten, kurz die Frage, welche Apfel eignet sich eigentlich am besten für Kuchen? Es ist wichtig, er sollte schön aromatisch sein und besonders festes Fruchtfleisch haben, damit er beim Backen nicht zu schnell zerfällt.

Hervorragend eignen sich Boskoop, Cox Orange und Jonagold. Wir nehmen heute den Cox Orange.

Und jetzt starten wir mit dem Teig.

Für den Teig brauchen wir Mehl, Zucker, Vanille Zucker, in Backpulver, Butter und Eier.

Für die Füllung nehmen wir natürlich Äpfel und Vanille Zucker, Zimt, Zucker und Zitrone.

Das tolle bei diesem Teig ist, den kann man sowohl für den Boden, als auch für die Streusel nehmen, also schön einfach.

Als allererstes geben wir Mehl in die Rührschüssel und dann das Backpulver dazu und rühren das einmal kurz um, damit sich das Backpulver schön in dem Mehl verteilt. So, und jetzt kommen alle restlichen Zutaten einfach hier drauf.

Butter, Zucker, Vanille Zucker und zwei Eier, Zack draufhauen, eins und das zweite, jetzt kommt der Mixer und wir verrühren alles.

Am Anfang auf kleiner Stufe starten, später ein bisschen höher stellen, bis sich der Teig schön streuselig gebildet hat.

Perfekt.

So soll der Teig aussehen, schön streuselig.

Die Springform habe ich schon ausgebuttert, so lässt sich der Kuchen später hervorragend rauslösen.

Jetzt nehmen wir den Teig, einmal zu einer Kugel formen und 2/3 davon, so, kommen jetzt hier in die Form rein als Boden, schön platt drücken und einen kleinen Rand formen, so 3 Zentimeter hoch.

So, einfach mit der Hand so gegen den Rand drücken, dann wandert der Teig immer weiter hoch und es bildet sich ein Rand, so sieht das perfekt aus. Fertig.

Als Nächstes bereite ich die Apfelfüllung zu, dafür brauchen wir eine Schüssel, Brettchen, ein scharfes Messer und ein Sparschäler, Äpfel schälen, halbieren, dann vierteln, das Kerngehäuse rausschneiden und dann einfach in dünne Streifen schneiden.

Zu den geschälten Äpfeln kommt jetzt noch der Vanille Zucker, Zucker, ein bisschen Zimt und der Saft von einer Zitrone, eine Halbe habe ich schon mal ausgepresst, die andere kommt jetzt noch drauf.

Einmal alles mit den Händen durchrühren, so und die Äpfel kommen jetzt auf den Boden drauf.

Zack, einmal gewechselt und einfach drauflegen, das müsst ihr gar nicht schön legen, da kommen ja eh noch Streusel drauf, deswegen einfach gleichmäßig drauf verteilen.

So und jetzt das letzte Drittel des Teiges einfach drüber streuseln. Es gibt keine Regel, wie die Streusel liegen sollen, einfach drauf geben.

Der Apfelstreuselkuchen für 50 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen.

Schmeckt köstlich, das wird mit Sicherheit nicht mein letztes Stück Apfelkuchen gewesen sein.

Euch viel Spaß beim Nachbacken.
Von: Rike Dittloff, Länge: 5:40 Minuten, Aufrufe: 14.435

Das Rezept zum Video:

Apfelkuchen - auf die Äpfel kommt es an!

Der Reiz des Apfelkuchens liegt vor allem in der Kombination der Säure der Äpfel mit der Süße des Teiges. Daher sind besonders säuerliche Apfelsorten, wie Boskop oder Elstar, für Apfelkuchen geeignet. In seiner einfachsten Variante ist der Apfelkuchen ein leichter Sommerkuchen, aber es gibt auch gehaltvollere Varianten: So wird zum Beispiel der Elsässer Apfelkuchen mit einer Sahnecreme übergossen und im Winter ist der Apfelkuchen mit Bratäpfeln, Marzipan und Rum besonders beliebt.

Gedeckter Apfelkuchen

Besonders beliebt ist auch gedeckter Apfelkuchen, der meist mit einer Mürbeteigdecke eingehüllt wird – manchmal wird die Apfelmasse auch nur mit einem Gitter gedeckt. Besonders lecker ist an diesem Apfelkuchen die üppige Füllung, die oft auch Mandeln, Walnüsse, Cranberries oder Rosinen enthält. Mit ein wenig Zimt und einer Prise Muskat wird der gedeckte Apfelkuchen schön weihnachtlich. Auch Vanille passt wunderbar zu diesem Kuchen. Besonders hübsch wird der gedeckte Apfelkuchen, wenn man aus dem Mürbeteig Plätzchen aussticht und diese auf die Äpfel legt.

Apfelkuchen vom Blech

Wenn viele Naschkatzen ein Stück Apfelkuchen abbekommen sollen, ist Apfelkuchen vom Blech einfach perfekt. Dieser Apfelkuchen gelingt in seiner schlichten Variante ganz einfach, kann aber auch wunderbar mit Streuseln, karamellisierten Mandeln oder einem Marzipanguss variiert werden. Auch gedeckter Apfelkuchen gelingt vom Blech.

Applecrumble

Apfelkuchen als Dessert – Apple Crumble

Apple Crumble ist eigentlich kein Apfelkuchen, sondern ein Dessert. Der süße Nachtisch ist aber genau das Richtige für alle, die Lust auf Apfelkuchen haben, aber keine Zeit zum Backen finden. Apple Crumble besteht lediglich aus Äpfeln und Streuseln – schnell und einfach, aber fast so lecker wie ein komplizierter Apfelkuchen!

Apfelkuchen - die besten Tipps und Tricks

Mit unseren Tipps gelingt ein feiner Apfelkuchen garantiert!

  • Die richtige Sorte Äpfel ist das Wichtigste! Wählen Sie saure, nicht zu saftige Äpfel, wie Boskop, Jonagold, Elstar oder Cox Orange
  • Für weihnachtlichen Apfelkuchen können Sie die Äpfel auch zunächst in ein wenig Butter, Zimt und Zucker anbraten – köstlich!
  • Schneiden Sie das Kerngehäuse von der Blüte zum Stiel hin aus den Apfelvierteln – dann brechen die Äpfel nicht so leicht.
  • Sobald die Äpfel kleingeschnitten sind, müssen Sie schnell arbeiten oder die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln, damit diese nicht braun werden.
  • Denken Sie daran, auch Vanillesauce oder Vanilleeis vozubereiten – so wird der Apfelkuchen wirklich zu einem perfekten Genuss!
  • Apfelkuchen eignet sich übrigens auch als Kuchen im Glas – ein schönes Geschenk
  • Karamellisierte Mandeln sind ganz schnell schnell gemacht und schmecken auf Apfelkuchen einfach köstlich!

Wie auch immer Sie Ihren Apfelkuchen bevorzugen - in unserer Rezeptstrecke finden sie garantiert eine Variante, die Ihrem Geschmack entspricht. Außerdem haben wir noch eine Schritt für Schritt-Anleitung für Apfelstrudel für Sie!

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