Honig - alles rund um Manuka und Co

Honig: Aromatisch statt einfach nur süß

Der Nektar, der im Schlaraffenland in ganzen Flussbetten fließt, im alten Ägypten „Speise der Götter" genannt wurde und goldleuchtend nicht nur den Honigbären anlockt, ist seit jeher ein sagenumwobendes Nahrungsmittel. Das Aroma von Honig lässt sich schwer beschreiben, denn es ist so vielfältig, wie die Blütenpracht selbst, die von den fleißigen Bienen abgesammelt wird.

Honig

Unverwechselbar ist der Geschmack jeder einzelnen Honigsorte. Wenn Sie bis jetzt nur den cremig hellgelben Blütenhonig aus dem Supermarkt kennen, dann sollten Sie sich einmal auf eine Honigentdeckungstour begeben, verschiedene Sorten probieren und sich und Ihre Lieben mit köstlichen Klassikern, wie orientalischem Baklava, Nürnberger Honigkuchen oder einfach einer warmen Milch mit Honig verwöhnen.

HoniggläserObwohl Honig zu ungefähr achtzig Prozent aus Zucker und fünfzehn bis zwanzig Prozent Wasser besteht, schmeckt er alles andere als einfach nur süß. Denn feine Aromen von Blüten und Baumharzen umspielen den Geschmack des süßen Nektars. Honig ist damit wohl das einzige Süßungsmittel, das eine Geschmackvielfalt hat, wie sie größer nicht sein könnte. Auch in der Farbe und der Konsistenz unterscheiden sich die Honigsorten. So reicht das Farbspektrum von hellem Goldgelb bis zu tiefdunklem Braun, die Konsistenz von fast völlig fest über cremig bis flüssig.


Entscheidend für Geschmack, Farbe und Konsistenz sind die Herkunft des Honigs und die Jahreszeit. Denn Herkunft und Jahreszeit beeinflussen Flora und Fauna und somit das Blüten- und Honigtauangebot, das von den fleißigen Bienen vorgefunden wird, um den Honig zu sammeln und in den Waben „reifen" zu lassen. Dabei bleiben die Aromen der Blüten und Bäume meist unverkennbar erhalten.


Honig ist ein Naturprodukt, das nur unverändert, ohne den Zusatz oder den Entzug von Inhaltsstoffen, als Honig bezeichnet und in den Handel gebracht werden darf. Das schreibt die Deutsche Honigverordnung vor. Über die genaue Bezeichnung entscheiden die sortentypische Farbe und der Geschmack. Ein eindeutiges Indiz für Herkunft und Sorte sind die im Honig enthaltenen Pollen, über die man genau bestimmen kann, welche Blüten die Bienen angeflogen sind.

Blütenhonig

Blütenhonig wird von den Bienen aus dem „Blütennektar" von Blumen gewonnen. Der Honig hat meist eine hellgelbe bis goldorange Farbe. Die Konsistenz wird in der Regel fest bis cremig, deshalb kristallisiert Blütenhonig schneller aus. Das Aroma hat eine blumige Note der jeweiligen Blüten beispielsweise Raps, Sonnenblumen, Lavendel oder Blütenmischungen wie Wildblüten. Auch der wegen seiner besonders antibakteriellen Wirkung bekannte Manuka gehört zu den Blütenhonigen.

Honigtauhonig

Bienen sammeln nicht nur den Blütennektar, sondern auch Honigtau. Was aber genau ist Honigtau? Es handelt sich dabei einerseits um die Säfte und Harze von Pflanzen und Bäumen. Andererseits um Stoffwechselprodukte, die Insekten auf den Blättern und Pflanzen zurücklassen. Diese süßlichen Säfte werden unter dem Begriff Honigtau zusammengefasst. Honigtauhonig ist meist flüssiger als Blütenhonig und kann deshalb länger gelagert werden, ohne dass er auskristallisiert. Beispiele für den Honig aus Honigtau sind Ahorn-, Tannen- oder Waldhonig

Kunsthonig

Sogenannter Kunsthonig wird aus Zucker (Saccharose) gewonnen, der mit Wasser in die beiden Bestandteile Fructose und Glucose gespalten wird. Dadurch entsteht eine Zuckercreme, der meist noch Stärke zugesetzt wird, damit die Konsistenz cremig bleibt. Diese Kunsthonige werden teilweise auch mit Honig gemischt, aber auch pur von Veganern als Honigersatz genutzt. Man kann Kunsthonig auch mit Früchten oder Buttermilch verfeinern, sonst schmeckt die Creme einfach nur süß.


Alle Honigsorten werden am besten bei kühler Zimmertemperatur, dunkel und trocken gelagert. In einer luftdichten Verpackung werden die Aromastoffe optimal gehalten. Weitere praktische Küchentipps rund um den Honig finden Sie auf der folgenden Seite.

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