Getränke: Wir bestehen zu über 70 Prozent aus Wasser

Trinken Sie ausreichend? Stellen Sie sich Getränke bereit. Am besten energiearme Getränke, das soll aber nicht heißen „Limonade Light". Trinken Sie Fruchtsaftschorlen und Tee, denn diese sind nicht nur energiearm, sondern enthalten Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die gegen zahlreiche Krankheiten und schädliche Umwelteinflüsse schützen. Eineinhalb bis drei Liter sollten getrunken werden - natürlich in Abhängigkeit von Körpergröße, sportlicher Tätigkeit und Wetter. Denn der Körper nimmt zwar auch mit „fester" Nahrung Wasser auf - und zwar mehr als gedacht: Sogar „staubtrockenes" Mehl enthält noch ungefähr 30 Prozent Wasser - aber das reicht für die Versorgung nicht aus. Schon bei einer Stunde Sport verliert der Körper ca. einen Liter an Flüssigkeit. Gleicht man diesen Verlust nicht rechtzeitig aus, wird dieser erst sehr spät mit einem Durstgefühl quittiert. Durst sollte man grundsätzlich vermeiden, nicht zuletzt weil das Durstgefühl häufig mit „Hunger" verwechselt wird. Greifen Sie lieber rechtzeitig zu einer frisch-herben Rhabarberschorle, spritzig-frischen Maracujaschorle oder einer lieblich-süßen Traubenschorle. Das löscht den Durst, befriedigt die Geschmacksnerven und beugt so dem Heißhunger vor. Außerdem zu empfehlen sind Früchte-, Kräuter-, oder grüner Tee; ein Matetee kann auch mal den Kaffee ersetzen. Verzichten Sie auf starkes Süßen.
Saisonal: Frisch genießen
Kaufen Sie saisonal auf dem Markt oder auch im Supermarkt ein. Das schont den Geldbeutel, da Gemüse und Obst in der Saison günstiger sind und garantiert gleichzeitig ein Maximum an Vitaminen und Mineralien, weil alles frisch und ausgereift geerntet wird. Werfen Sie einfach mal einen Blick auf unseren Saisonkalender. Hier finden Sie Produkte, die es gerade frisch gibt. Essen Sie beispielsweise bisher nicht fünfmal am Tag Gemüse und Obst, nehmen Sie sich doch einmal Ihr Lieblingsobst mit zur Arbeit oder probieren Sie eine Frucht, die Sie noch nie gegessen haben. Frisch gekauft und roh verzehrt sind Obst und Gemüse wahre Vitaminbomben und man spart sich eine aufwendige Zubereitung. Hält man sich an saisonale Kost, kommt außerdem ganz automatisch Abwechslung auf den Tisch. Auch wenn wir längst durch den weltweiten Handel über die Saison bestimmter Lebensmittel hinweggetäuscht werden: Gehen Sie an Treibhaus-Winter-Erdbeeren vorbei, davon profitiert auch die Umwelt. Im Winter haben vor allem herbe Salate, wie Chicorée oder Batavia, Saison und es gibt Kohlsorten in Hülle und Fülle, wie zum Beispiel Rosen-, Spitz-, Rot-, Grün- und Weißkohl. Sobald der Frühling naht, sollten sie viele frische Kräuter benutzen. Diese können Sie auch hübsch auf der Fensterbank ziehen. Kräuter geben Gerichten ein tolles Aroma und man kann mit dem Salz sparsamer umgehen. Außerdem bieten bestimmte Gemüsesorten eine natürliche geschmacksverstärkende Wirkung, so beispielsweise die Sellerieknolle. Verwenden Sie ein bisschen Rapsöl (die Fettzusammensetzung ist besonders günstig) zum Andünsten. Denn auch Fett ist ein natürlicher Geschmacksverstärker, da die Aromen durch das Fett länger auf der Zunge gehalten werden. Eine schonende Zubereitung erhält Vitamine wie auch das Aroma. Deshalb dämpfen Sie Gemüse, anstatt es zu kochen und damit viele wasserlösliche Vitamine auszuspülen.
Kohlenhydrate: Auf das Korn kommt es an

Kohlenhydrate sind, ganz entgegengesetzt dem Trend, nicht grundsätzlich ungesund. Das Gehirn benötigt Glucose, um Energie zu gewinnen. Glucose ist ein Zuckermolekül, das aus Kohlenhydraten gespalten wird. Kohlenhydrate sind grundsätzlich in allem enthalten, was süß schmeckt. Glauben Sie nicht? Vollkornprodukte oder Kartoffeln enthalten doch auch viele Kohlenhydrate und sind nicht unbedingt süß. Kauen Sie doch einmal länger auf Vollkornbrot oder der Kartoffel herum, so wird die langkettige Stärke schon durch den Speichel gespalten und man kann den Zucker schmecken. Spätestens im Magen wird aus langkettiger Stärke und anderen langkettigen Kohlenhydraten hauptsächlich Glucose gewonnen. Warum ist es aber wichtig, nicht einfach Zucker zu essen oder Weißmehl, sondern „Körner" und Vollkornprodukte? Da diese nicht nur spaltbare sondern auch unspaltbare Kohlenhydrate enthalten, die auch Ballaststoffe genannt werden. Diese Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an, nehmen Giftstoffe auf und werden ausgeschieden. Manche haben Schwierigkeiten, eine ballaststoffreiche Kost zu verdauen und leiden darum unter Bauchschmerzen oder Blähungen. Das ist auf die Darmtätigkeit sowie die mikrobielle Darmflora zurückzuführen. Mit einer ordentlichen Prise von Gewürzen wie Kümmel, Zimt, Fenchelsaat und noch vielen anderen kann man den Körper bei der Verdauung unterstützen. Denn Vollkorn lohnt sich, da die meisten Vitamine und Mineralien bei allen Getreidearten hauptsächlich in der Schale sitzen. Diese Vitamine werden im Vollkornbrot mitverarbeitet und bleiben erhalten, während beim Weißmehlbrot diese durch das Entfernen des Schrots verloren gehen. Zusätzlicher Vorteil: Eine Scheibe (60 g) Vollkornbrot hat im Vergleich zu einer Scheibe Weißbrot (60 g) nicht nur mehr Vitamine und Mineralien, sondern auch 20 Prozent weniger Kalorien. Im Vergleich zum Weißbrot sind im Vollkornbrot mehr Ballaststoffe enthalten und weil diese unverdaulich sind, liefern sie auch keine Energie.
Auf der nächsten Seite folgen vollwertige Rezeptideen vom Frühstück bis zum Abendbrot. Lassen Sie sich von einer abwechslungsreichen Mischung mit saisonalen Zutaten wie Grünkohl, Chicorée und Orangen inspirieren. Oder backen Sie ihr Vollkornbrot doch einmal selbst. Das schmeckt frisch und warm gleich doppelt gut.

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