Ein indisches Curry verfügt nicht über eine feste
Zutatenliste. Bestandteil kann alles sein das schmeckt und gerade zur Verfügung
steht. So sind vegetarische Currys genauso verbreitet wie solche mit Lamm,
Rind- oder Schweinefleisch, Geflügel oder Fisch. Gerade für indische Currys
sind obligatorisch lediglich Zutaten wie Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch und
natürlich Curry. Dieser kann entweder in Form von Currypulver oder Currypaste
als Gewürz dienen. Welches Pulver oder welche Paste man dabei verwendet, hängt
vom eigenen Geschmack ab. Vor allem sollte man dabei auf den Schärfe-Grad des
Currys achten, denn der kann stark variieren. Wer es gerne scharf mag, sollte
deshalb zum Madras-Currypulver greifen, denn hier ist mehr des scharfen
Chilipulvers enthalten als in „gewöhnlichem" Currypulver. Vor allem die Pasten gibt es in verschiedenen Kombinationen. So zeichnet sich Grüne
Currypaste zum Beispiel durch relativ milden grünen Chili, Knoblauch
und Koriander aus, während die Rote Currypaste wegen des vielen roten Chilis
erheblich schärfer ist.
Gewürze
Zusätzlich zum Curry sind Kreuzkümmel, Fenchel, Nelken sowie Koriander- und Minzblätter gängige Gewürze für ein typisch indisches Gericht. Vor allem frische, gehackte Korianderblätter werden häufig vor dem Servieren über das Essen gestreut.
Gemüse
Besonders beliebte Gemüsesorten für ein klassisches Curry sind zum Beispiel Auberginen, Blumenkohl, Zucchini oder Paprika. Sie können ganz nach Geschmack kombiniert werden und sorgen für den nötigen Biss. Wichtig ist deshalb, dass das Gemüse nicht zu lange erhitzt wird, denn es soll nicht weich werden, sondern knackig und frisch bleiben. Aus diesem Grund muss man sich bei der Kombination verschiedener Gemüsesorten der verschiedenen Garzeiten bewusst sein. So sollte man etwa Blumenkohl entsprechend früher zum Garen in das Curry geben als zum Beispiel Zucchini.
Sauce
Als Grundlage für die Sauce dient in der Regel Brühe oder Fond. Dabei kann man je nach Geschmack und Zutaten Gemüsebrühe oder auch Fleischbrühe sowie unterschiedliche Fonds verwenden. Eine beliebte Saucen-Zutat indischer Currys ist außerdem Kokosmilch, die ganz nach eigenem Gusto dosiert zur Flüssigkeit hinzugefügt wird. Auch Joghurt ist eine gern gesehene Bereicherung. Er wird entweder kurz vor dem Servieren unter die Sauce gerührt oder auch einfach pur zum Essen dazu serviert.
Süße Curry-Kombinationen
In der indischen Küche werden die verschiedenen Geschmacksrichtungen
gerne kombiniert. Was die deutsche Küche zum Beispiel von Wildgerichten kennt,
ist bei einem Curry eine gängige Komposition: süß zu herzhaft. Und so lassen
sich in einem Curry-Gericht wunderbar die verschiedensten Früchte unterbringen
- und das sorgt für echte Abwechslung auf dem Teller.
Beliebte süße Zutaten sind zum Beispiel Apfel, Mango, Pfirsich, Ananas oder Banane. Dabei sind den Variationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. So ist eine Apfel-Curry-Suppe genauso wenig ungewöhnlich wie ein Chicken-Mango-Curry. Vor allem saftige Früchte sorgen dann bei den Gerichten für das besondere Etwas.
Getränke
Auch die Getränke der indischen Küche unterscheiden sich von dem was man typischerweise auf deutschen Tischen findet. Zwar wird in Indien zum Essen in der Regel Wasser oder Tee serviert, doch das hauptsächlich zwischen den Speisen übliche „Lassi" lässt sich auch zum Curry hervorragend trinken. Lassi ist die Bezeichnung für ein indisches Joghurtgetränk, das entweder ohne oder mit unterschiedlichem Fruchtgeschmack serviert wird. Vor allem zu scharfen Gerichten passt das dickflüssige Getränk hervorragend, da es die Schärfe abmildert und wunderbar ergänzt. Dabei kann man je nach Gericht das Lassi geschmacklich abstimmen. Ob Naturjoghurt-Lassi pur oder verfeinert zu Mango-Lassi oder auch Gurken-Lassi - das erfrischende Getränk lässt indische Stimmung aufkommen.

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