Curry bringt Abwechslung auf den Tisch


Die Gewürze machen es

Auch wer sich noch nicht unbedingt an indisches Essen herangetraut hat, dürfte den Currygeschmack bestens kennen. Denn auch die Deutschen haben ein beliebtes Curry-Gericht: die Currywurst! Die schon von Herbert Grönemeyer besungene Leckerei ist ein beliebter Snack - am besten direkt vom Büdchen nach einem anstrengenden Einkaufsbummel, in der Mittagspause oder als schnelles Abendessen auf dem Weg nach Hause. Die mit Curry verfeinerte Tomatensauce gehört für viele zur Bratwurst einfach dazu. Doch Curry als Gewürz kann noch viel mehr als das, denn abgesehen vom Geschmack ist es auch noch gesund.

Die Bestandteile von Currypulver

Currypulver besteht aus einer Vielzahl an Gewürzen. Und auch wenn es viele verschiedene Rezepte gibt, kann man doch einige Gewürze nennen, die in den meisten Curry-Mischungen enthalten sind. Zu diesen Basics gehören: Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Bockshornklee, Ingwerpulver, Senfsamen, Zimt, Gewürznelken, Kardamom und Chilipulver. Da dies alles Gewürze sind, die man auch in Deutschland ohne Probleme erhält, kann sich jeder ganz leicht sein eigenes Currypulver herstellen. Hier finden Sie eine Video-Anleitung samt Rezept zur Herstellung von Currypulver.

Das Pulver, das gesund hält

Die vielen verschiedenen Gewürze, die im Currypulver enthalten sind, haben die unterschiedlichsten gesundheitsfördernden Eigenschaften.
Kurkuma wirkt entzündungshemmend und kann sogar nachgewiesenermaßen das Wachstum von Tumoren reduzieren.
Koriander wird eine mildernde Wirkung bei Verspannungen sowie eine Erleichterung bei Schlafstörungen nachgesagt.
Kreuzkümmel sorgt für ein starkes Immunsystem und ist damit das ideale Gegenmittel für Erkältung und Grippe. Außerdem stärkt das Gewürz Haare und Nägel.
Schwarzer Pfeffer gilt schon seit Jahrhunderten als große Hilfe bei Verdauungsbeschwerden. Zudem enthält er wichtige Mineralien wie Kalzium, Eisen, Phosphor, Karotin und Thiamin.
Bockshornklee gilt als Heilpflanze und wirkt appetitanregend, lindert Magen- Darmbeschwerden und soll nicht nur den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, sondern auch Bluthochdruck senken.
Ingwer gilt als ayurvedisches Allheilmittel und unterstützt vor allem die Verdauung.
Senföl ist das in den Senfsamen enthaltene Öl. Und das wirkt nicht nur verdauungsanregend, sondern auch antibakteriell und bekämpft so Keime und Krankheitserreger im Körper.
Zimt hat viele Antioxidantien und hilft zudem bei Übelkeit und Durchfall.
Gewürznelken gelten schon seit Jahrhunderten als Heilmittel. Sie haben nicht nur eine entzündungshemmende, sondern auch eine desinfizierende Wirkung.
Kardamom wird in der chinesischen Medizin schon seit langer Zeit als Mittel gegen Magenschmerzen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
Chilischoten enthalten Vitamin C, E, B1, B2 und B6 sowie Betacarotin und außerdem Kalium, Magnesium und Eisen.

Natürlich ist Currypulver kein Allheilmittel und kann seine positive gesundheitliche Wirkung lediglich in geringem Maße entfalten. Trotzdem sollte man sich über den angenehmen Nebeneffekt von Curry-Gerichten durchaus bewusst sein, denn so lässt sich der Hauptbeweggrund für das Kochen mit Curry noch mehr genießen: Der einzigartige und doch so vielseitige Geschmack, der vor allem in den typisch indischen Curry-Gerichten so vielfältig mit den verschiedensten Zutaten kombiniert werden kann.


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Artikel vom 10.01.2012
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