Kartoffeln: klassisches Beilagengemüse

Wir lieben Kartoffeln!

Dampfende Kartoffeln mit Kräuterquark, krosse Bratkartoffeln, saftige Reibekuchen, sämige Kartoffelsuppe mit Würstchen, cremiges Kartoffelgratin zu Weihnachten und neue Kartoffeln zum ersten Spargel des Jahres – liebt ihr sie nicht auch, die kleinen Knollen?

Wir finden: Kartoffeln sind einfach unverzichtbar! Denn die Knollen sind so vielseitig, dass man aus ihnen von deftiger Hausmannskost bis zur edlen Gourmetküche einfach alles machen kann.

Kartoffeln kochen, braten, backen: die besten Tipps

Nur roh essen solltet ihr Kartoffeln nicht, aber das Spektrum der Zubereitungsarten ist groß, sodass ihr viele herrliche Beilagen und ganze Kartoffelgerichte machen könnt: vom Kartoffelkloß bis zum Kartoffelsalat, von krossen Bratkartoffeln zu gebackenen Ofenkartoffeln. Auch wenn ihr Kartoffeln schon oft gekocht, gebraten oder gebacken habt: Hier haben wir für jede Zubereitungsart noch Tipps!

Kartoffeln kochen ist für die meisten Gerichte euer erster Schritt – von Kartoffelsalat bis Kartoffelpüree. Dabei habt ihr die Wahl, ob ihr sie mit der Schale kocht oder bereits geschält. Unser Kochprofi Markus Semmler hat im Video Expertentipps auf Lager. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Kartoffeln beim Kochen gar nicht komplett mit Wasser bedeckt sein müssen? Reinschauen lohnt sich!

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Von: Markus Semmler, Länge: 3:08 Minuten, Aufrufe: 828

Das Rezept zum Video:

Denkt auf jeden Fall daran, das Kochwasser ausgiebig zu salzen, denn Kartoffeln können sehr viel Salz vertragen. Eine gute Eigenschaft, die ihr auch anderweitig nutzen könnt: Falls ihr Eintopf oder Suppe mal versalzen habt, einfach ein paar Kartoffeln mitkochen, sie ziehen das Salz aus eurem Gericht.

Küchentrick: Würzige Kartoffeln kochen

Wenn ihr das Kochwasser durch Brühe oder Sahne austauscht, könnt ihr Leckereien wie würzige Boullion-Kartoffeln oder supercremige Sahnekartoffeln zaubern.


Gegarte Kartoffeln lassen sich hervorragend zerdrücken und zu weiteren Leckereien verarbeiten. Der Klassiker sind natürlich die gröberen Stampfkartoffeln oder das feinere Kartoffelpüree. Aber aus durchgepressten Kartoffeln könnt ihr auch verschiedene Teige herstellen zum Beispiel für Kroketten, Kartoffelknödel, Gnocchi oder Schupfnudeln.

Kartoffeln braten ist immer eine gute Idee, denn sie sind einfach zu lecker! Bratkartoffeln könnt ihr aus rohen oder bereits gekochten Kartoffeln machen. Wenn ihr krosse Bratkartoffeln liebt, dann solltet ihr rohe Kartoffeln verwenden, allerdings müsst ihr dann auch genügend Zeit mitbringen, bis die Kartoffeln gar sind. Auch die Reibekuchen werden aus rohen geriebenen Kartoffeln gemacht. Bereits gegarte Kartoffeln könnt ihr natürlich auch anbraten – perfekt, wenn zum Beispiel noch Kartoffeln vom Vortag übrig sind, dann habt ihr am Folgetag ein schnelles Essen auf dem Tisch. Wenn ihr die Kartoffeln direkt in Kräuterbutter anbratet, braucht ihr nicht mal Gewürze.

Im Ofen könnt ihr die Kartoffeln auch gar backen. Die Vorbereitung klappt blitzschnell: Eine besonders dicke Kartoffel gewaschen auf ein Blech geben und ca. 40 Minuten backen, bis sie gar ist. Das schmeckt superlecker mit einem erfrischenden Kräuterquark und einem knackigen Salat. Oder aber in der kleineren Variante als Rosmarinkartoffeln oder in Spalten geschnitten und in gewürzten Semmelbröseln gewälzt als Country Potatoes. Pommes könnt ihr auch im Ofen backen, wenn ihr sie vorher mit ein wenig Salzwasser bestreicht, werden sie auch etwas knuspriger. Traditionell gelingen Pommes allerdings in der Fritteuse am besten, genauso wie knusprig ausgebackene Kartoffel-Chips.

Wie euch herrliche Reibekuchen gelingen, wie ihr sie schon als Kind geliebt habt, zeigen wir euch im Video:

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Von: Eliane Neubert, Länge: 1:31 Minuten, Aufrufe: 30.459

Das Rezept zum Video:

Welche Kartoffeln für welches Gericht? Eine schnelle Übersicht

Annabelle, Sekura oder Aula – in Deutschland kann man über 200 Kartoffelsorten kaufen. Und nicht jede Sorte eignet sich gleich gut für die Zubereitung von Bratkartoffeln, Püree oder Klößen. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Neben der Einteilung in sehr frühe, frühe, mittelfrühe, mittelspäte und späte Sorten ist es aber für euch vor allem wichtig, die Kartoffeln unter dem Aspekt der Kocheigenschaften auszusuchen. Unsere Übersicht hilft euch bei der Wahl der richtigen Kartoffel:

Festkochende Kartoffeln Vorwiegend festkochende Kartoffeln Mehlig kochende Kartoffeln

Farbe des Etiketts im Supermarkt

Grün

Rot

Blau

Aussehen

Die meist länglich bis oval gewachsenen Knollen haben eine feinkörnig-feste Struktur und enthalten relativ viel Wasser.

Die uneinheitlichen Knollen haben ein feinkörniges, leicht feuchtes Fleisch.

Fallen in Form und Größe unterschiedlich aus und besitzen eine grobkörnige, locker-trockene Konsistenz nach dem Kochen.

Kocheigenschaften

Die Schale springt beim Kochen nicht auf und das Fleisch behält auch nach dem Garvorgang seine Form.

Durch das Garen kann die Schale etwas aufspringen, die Struktur bleibt aber weitestgehend erhalten.

Lassen sich besonders leicht zu Teig oder Püree verarbeiten oder mit ihrer Hilfe Suppen binden.

Eignen sich für

Sie eignen sich für Bratkartoffeln, Kartoffelgratins, Kartoffelsalat, Tortilla und Pellkartoffeln.

Ideal für Salz- und Pellkartoffeln, Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln und als Beilage zu soßenreichen Gerichten.

Für Eintöpfe, Kartoffelklöße, Kroketten, Reibekuchen, Rösti, Kartoffelpüree oder auch Pommes frites.

Mit vorwiegend festkochenden Kartoffeln seid ihr auf der sicheren Seite und könnt sie für fast alle Gerichte verwenden, auch wenn vielleicht eine festkochende oder eine mehlige Sorte empfohlen wird. Vorwiegend festkochende Kartoffeln kann man also immer im Vorratsschrank haben, oder?

Besondere Sorten: jetzt wird's bunt

Einige Kartoffelsorten bringen eine ungewöhnliche Farbe von Fleisch und Schale mit. Zum Beispiel die Blaue Hindelbank mit blau-weiß marmoriertem Fleisch, oder die Pink Fir Apple mit einer gelb-rosafarbenen Marmorierung. Die Highland Burgundy Red oder auch der Rote Kipfler warten mit einem leuchtend roten Fleisch auf, während die Violette Noir eine fast schwarze Schale mit violettem Fleisch vorweist. Wegen ihres nussig-feinen Geschmacks wird die Violette Noir auch Trüffelkartoffel genannt. Mit diesen Spezialitäten könnt ihr eure Gäste auf jeden Fall beeindrucken!

Keine eigenständige Sorte verbirgt sich übrigens hinter der Bezeichnung "Drillinge". Hierbei handelt es sich um besonders kleine Kartoffeln, die nicht größer als 25 bis 35 Millimeter sind. Auch Neue Kartoffeln haben nur bedingt etwas mit der Sorte zu tun, denn so werden häufig die sehr frühen Kartoffeln im Handel angeboten, die nach einer Reifezeit von nur 80 bis 100 Tagen Ende Mai bzw. Anfang Juni die Erntezeit der Kartoffeln einläuten. Und auch Süßkartoffeln sind keine eigene Kartoffelsorte. Sie gehören zu den Bataten. Wegen der Ähnlichkeiten in der Zubereitung und Verwendung werden sie jedoch als Süßkartoffeln bezeichnet.

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Von: Anna Walz, Länge: 1:29 Minuten, Aufrufe: 114.155

Sind Kartoffeln oder Kartoffelschalen giftig?

Immer wieder hört man davon, dass Kartoffeln unter bestimmten Umständen giftig sind. Das stimmt tatsächlich, Kartoffeln enthalten Solanin, ein Nervengift. Allerdings nur so viel, dass man mehrere Kilogramm Kartoffeln essen müsste, um Vergiftungserscheinungen zu spüren. Außerdem verringert sich der Solaningehalt durch Schälen und Garen der Kartoffeln. Das Nervengift konzentriert sich in der Schale, insbesondere in grünen Stellen sowie an den Kartoffelaugen, wo die Knolle bereits wieder auskeimt. Daher solltet ihr grüne Stellen sowie die "Augen" großzügig entfernen und stark grün gefärbte Knollen lieber wegwerfen. Außerdem steigt der Solaningehalt, wenn die Kartoffeln lange lagern. Wer die Schale mitessen möchte, sollte also frische Kartoffeln mit einer hellen, sauberen Schale nehmen. Auch aus diesem Grund solltet ihr Kartoffeln immer lichtgeschützt, trocken und nicht zu warm aufbewahren.

Und jetzt überkommt euch die Lust auf ein feines Kartoffelgericht? Kein Problem – hier findet ihr die besten Rezepte mit Kartoffeln.

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