Gemüse kochen in der Mikrowelle ähnelt etwas der
Dampfgar-Methode, denn die verdampfende Flüssigkeit unterstützt den Garprozess
zusätzlich. Je nach Gemüsesorte muss man noch etwas Flüssigkeit hinzugeben, wie
z.B. bei Möhren. Andere tragen von Natur aus so viel Wasser in sich, dass
dieses zum Garen in der Mikrowelle ausreicht, wie es bei Tomaten oder Zucchini
der Fall ist. Bei Gemüse mit fester Haut bzw. Schale, wie Tomaten oder
Kartoffeln, sollte man dieselbe vor dem Garen unbedingt mehrfach einstechen,
damit die Früchte nicht platzen. Wie beim Kochen im Topf auch, sollten die Gemüsestücke
möglichst eine einheitliche Größe haben. Bei Brokkoli oder Blumenkohl ist das
jedoch nicht immer möglich. Mit der richtigen Verteilung im Mikrowellengeschirr
ist das jedoch kein Problem: die kompakten Stücke aus dem Struck und die großen
Röschen kommen nach außen an den Rand des Gefäßes, während die zarten Röschen
in der Mitte vor dem Zerkochen geschützt werden. Grundsätzlich gilt: Gemüse
immer abgedeckt garen und danach noch einige Minuten ruhen lassen.
Welche Gemüsesorte wie lange und bei welcher Leistung gegart werden sollte, zeigt die folgende Übersicht:
|
Gemüsesorte |
Menge |
Leistungsstufe |
Dauer |
Hinweise |
|
Brokkoli, Blumenkohl |
300g |
800 Watt |
4-5 Minuten |
zerteilt |
|
Möhren |
300g |
600 Watt |
2-3 Minuten |
in gleich große Scheiben geschnitten, mit etwas Wasser |
|
Kartoffeln |
250g |
600 Watt |
3-4 Minuten |
in gleich große Stücke geschnitten |
|
Zucchini |
250g |
800 Watt |
3-4 Minuten |
in Scheiben geschnitten |
|
Lauch |
250g |
800 Watt |
4-5 Minuten |
in dicke Scheiben geschnitten |
|
Paprika |
250g |
800 Watt |
4-5 Minuten |
in Streifen geschnitten |
|
Kohlrabi |
250g |
600 Watt |
2-3 Minuten |
in gleich große Würfel geschnitten, mit etwas Wasser |
Auch Beilagen wie Reis, Knödel, Polenta oder Kartoffeln sowie kleinere Portionen Nudeln lassen sich zeitsparend in der Mikrowelle zubereiten. Während Kartoffeln und Knödel ohne zusätzliches Wasser auskommen, sollten Reis, Polenta und Nudeln in einem großen Gefäß mit reichlich Flüssigkeit gekocht werden. Beim Reis gilt als Faustregel ein Mischungsverhältnis von 1:2, also auf eine Tasse trockenen Reis kommen zwei Tassen Wasser - und etwas Salz nicht vergessen. Bei 250g trockenen Nudeln benötigt man neben dem Salz einen Liter Wasser, das nach dem Garen wieder abgeschüttet wird. Wenn mit viel Flüssigkeit gekocht wird, sollte man besser keinen Deckel auflegen, um ein Überkochen zu vermeiden. Auch eignen sich hierfür hohe Gefäße besser als flache, weite Schüsseln.
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