Alle Kürbissorten sind kalorienarm, vitaminreich und vielfältig

Der Kürbis ist ein echter Allrounder. Der botanisch zu den Beerenfrüchten gehörende Kürbis (Cucurbita) lässt sich zu vielen verschiedenen Leckereien verarbeiten: Kürbissuppe, Kürbiskernöl oder Kürbisauflauf – die typische Herbstfrucht bringt nicht nur an Halloween viele Vitamine und Mineralstoffe mit. Wir stellen euch die Kürbissorten vor, die ihr in jedem Fall kennen solltet. Außerdem gibt es leckere und vielfältige Kürbis Rezepte.

Cucurbita - Kurbitz - Kürbis. So viel zu Wortentstehung und Herleitung vom lateinischen, über den altdeutschen bis hin zu unserem heute verwendeten Begriff Kürbis. Der Kürbis ist für uns die Frucht, die kulinarisch das Sinnbild für den Herbst darstellt. Demnach sind die unterschiedlichen Kürbissorten mit Hokkaido, Gelber Zentner und Co. bei uns so beliebt wie kaum ein anderes Lebensmittel in dieser Jahreszeit. Viele von uns haben sicher schon einmal versucht, ein Gesicht in einen Kürbis zu schnitzen und Kürbisse als Laternen oder Windlichter zu benutzen. Dies macht Groß und Klein viel Spaß, doch mittlerweile haben wir die Vorzüge der verschiedenen Kürbissorten auch für unsere Küche entdeckt. Die meisten Kürbisse sind nämlich sehr gesund und liefern uns eine Menge Vitamine und Mineralstoffe. Doch warum ist der Kürbis so gesund und gibt es auch Kürbissorten, die nicht so bekömmlich oder gar giftig sind?

Wer's noch nicht wusste: Zucchini zählen auch zu den Kürbisgewächsen.

Was macht den Kürbis so gesund?

Zunächst muss man zwischen dem Fruchtfleisch und den Kürbiskernen im Kürbis unterscheiden. Das Fruchtfleisch der verschiedenen Kürbissorten ist mit etwa 25 kcal pro 100 Gramm und einem Wasseranteil von über 90 % sehr kalorien- und fettarm und gut verdaulich. Eine Frucht, die auf jeden Fall für die schlanke Linie geeignet ist. In folgender Tabelle seht ihr, welche Inhaltsstoffe im Fruchtfleisch des Kürbisses sonst noch enthalten sind und warum Kürbisse für uns sehr gesund sind:

Wichtige Inhaltsstoffe im Fruchtfleisch und wofür wir sie benötigen:
Ballaststoffeverdauungsanregend, sättigend, regulieren Insulinanstieg nach dem Essen
Kaliumzur Regulierung des Stoffwechsels, erhöht Nerven- und Muskelfunktion
Beta Carotin
(roter Naturfarbstoff)
wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, hat antioxidative Eigenschaften

Eine der schönsten Seiten des Herbstes ist sicherlich, dass wir endlich wieder Kürbisse kaufen können. Denn neben dem Fruchtfleisch des Kürbisses sind auch die Kürbiskerne vielseitig verwertbar und vor allen Dingen überaus vitamin- und mineralstoffreich. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Kürbiskerne als Auszug in folgender Tabelle:

Wichtige Inhaltsstoffe in den Kürbiskernen und wofür wir sie benötigen:
Phytosterole sollen cholesterinsenkend wirken
Tryptophanist an der Produktion des "Glückshormons" Serotonin beteiligt
ungesättigte Fettsäurenregulieren den Fettstoffwechsel
Kalzium, Magnesium, Zink und Eisensind für uns lebenswichtige Mineralien

Neben diesen Inhaltsstoffen sind Kürbiskerne zudem reich an den Vitaminen B, C und E. Insgesamt gilt: Verarbeitet und isst man regelmäßig sowohl Fruchtfleisch des Kürbisses als auch die Kürbiskerne, tut man seinem Körper in jedem Fall etwas Gutes.

Kürbissorten – von Stereotype bis ungenießbar bzw. giftig

Zwar sind die meisten bei uns angebotenen Kürbissorten sehr gesund und unbedenklich, doch unter den ca. 1000 verschiedenen Kürbissorten gibt es auch jene, die ihr nicht verzehren solltet. Nachfolgend die wichtigsten Kürbissorten, auf die ihr ein Auge haben solltet:

Ungenießbare Kürbissorten
Warzenmischung
Kronenmischung
Flat striped
Indian Mix
Pear bicolor

Diese sind jedoch zumeist auch im Lebensmittelladen als Zierkürbisse deklariert. Zierkürbissorten sind meistens kleiner ihre essbaren Verwandten. Auch ist ihre Form äußerlich auffällig und weist besondere Maserungen und Färbungen auf. Der Grund für die Ungenießbarkeit ist aber der Giftstoff Cucurbitacin. Kürbisse, die diesen Bitterstoff enthalten, können zum Teil schwere Lebensmittelvergiftungen hervorrufen.

Bleibt man im Bereich der Kürbissorten, die für den Verzehr geeignet sind, gibt es hier fünf wichtige Vertreter zu nennen, von denen drei den Löwenanteil der bei uns angebotenen Früchte ausmachen: Riesenkürbisse, Moschuskürbisse und Gartenkürbisse. Kürbisse bieten mit ihren Farben und Formen auch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für schöne Herbstdekorationen und gruselige Laternen für Halloween.

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Halloween und leckere Kürbisgerichte lassen sich natürlich auch sehr gut verbinden: Beispielsweise als Pumpkin Pie wie in diesem Video:

Pumpkin Pie - amerikanischer Kürbiskuchen
Von: Rike Dittloff, Länge: 3:11 Minuten, Aufrufe: 15.490

Das Rezept zum Video:

Kürbissorten in der Kürbisküche

Von Kürbissuppe, über Kürbiskernöl und Kürbiskuchen bis hin zum Kürbisauflauf – mit Kürbiskernen und Kürbisfruchtfleisch kann man wahnsinnig viel machen. Gerade Kürbissuppen sind bei uns sehr beliebt. Um eine besonders cremige Kürbissuppe herzustellen, braucht ihr einen guten Stabmixer und ideenreiche Kürbissuppen Rezepte.

Für die Kürbisküche praktischer ist jedoch die saisonale Unterscheidung in Sommer- und Winterkürbisse. Die Sommer- oder auch Gartenkürbisse sind schnell wachsende Sorten Kürbis und haben von Juli bis Oktober Saison. Weil sie unreif geerntet werden, sind Schale und Kerne noch ganz weich und können darum mitgegessen werden. Das Fruchtfleisch ist schön fest und zerfällt nicht beim Garen, weshalb dieser Kürbis meist gebraten oder gekocht auf den Teller kommen. Kühl aufbewahrt halten sich die Kürbisse maximal drei Wochen. Nachfolgend die bekanntesten Sommerkürbisse, ihre Eigenschaften und Tipps zur Zubereitung:

Bekannte Sommerkürbisse, ihre Eigenschaften und Zubereitungstipps
PatissonWegen diskusartiger Form auch Bischofsmütze oder Ufo genannt. Jung geerntet besonders zart. Das Aroma erinnert an Gurke oder Zucchini.
Zubereitung: Meist mariniert als Salat oder auch eingelegt, aber auch gebacken oder gebraten
SpaghettikürbisFruchtfleisch zerfällt beim Kochen in spaghettiähnliche Fäden.
Zubereitung: Im Ganzen kochen (vorher mehrmals mit einer Gabel einstechen), anschließend quer halbiert, um die langen Spaghetti-Fasern herauszulösen. Mit kräftiger Soße servieren.
ZucchiniWohl der bekannteste Vertreter des Kürbis. Wegen ihres zarten Geschmacks gibt es kaum eine Zubereitungsart, die sich nicht eignet.
Zubereitung: Sowohl roh sowie gebraten, gebacken, gegrillt und gekocht.

Winterkürbisse haben zumeist eine harte Schale und weiches Fruchtfleisch. Zu den Winterkürbissen zählen die Moschus- sowie die Riesenkürbisse. Sie werden ab September reif geerntet und sind darum bei entsprechender Lagerung besonders lange haltbar. Im Folgenden haben wir euch einige bekannte und neue Sorten zusammengestellt:

Bekannte Winterkürbisse, ihre Eigenschaften und Zubereitungstipps
MuskatkürbisGehört zur Familie der Moschuskürbisse. Hat eine grüne Schale. Das aromatische Fruchtfleisch ist orange und leicht bis sehr süß.
Zubereitung: Eignet sich zum Kochen, Backen und Braten. Sollte man dezent würzen, da sonst der feine Eigengeschmack überlagert werden kann.
ButternussAuch Butternut genannt und ist ebenfalls ein Moschuskürbis. Hellbeiges, birnenförmiges Äußeres. Besitzt bestes Fruchtfleisch mit einer buttrig-cremigen Konsistenz und süß-sahnigem Geschmack.
Zubereitung: Besitzt sehr wenige Kerne und der Fruchtfleischanteil ist besonders hoch, sodass alle Zubereitungsarten infrage kommen. Schale ist verzehrbar.
HokkaidoDer handliche Kürbis läuft auch unter den Bezeichnungen Zwiebelkürbis sowie Uschiki Kuri, hat ein kräftiges nussiges Aroma und kaum Fasern.
Zubereitung: Schale verzehrbar. Gerne als Suppe, gefüllt oder gebacken, aber auch gekocht oder roh sehr gut essbar.
Gelber ZentnerAuch als Riesenkürbis bekannt. Kann bis zu 50 kg schwer werden. Meist aufgeschnitten zu kaufen. Milder Geschmack und mehliges, faserfreies Fruchtfleisch.
Zubereitung: Ist gut für Suppen, Konfitüren oder Kürbis süß-sauer geeignet.
Jack O'LanternLeuchtend orange, feste Schale und stark gerippt. Sehr dekorativ.
Zubereitung: Als Windlicht oder Laterne, ebenso auch für Kuchen, Konfitüre und Suppe geeignet.
Jack be littleSieht aus wie ein Jack O'Lantern in klein (8-12 cm). Auch Mandarinenkürbis genannt. Fruchtfleisch hellgelb und mit feinem Maronen-Aroma.
Zubereitung: Dünne Schale muss nicht entfernt werden. Z.B. wie Bratkartoffeln in der Pfanne oder im Backofen garen.
SurpriseAuch als Mikrowellen-Squash bekannt. Das helle Fruchtfleisch schmeckt süßlich-nussig und wird beim Garen weich und mehlig, ähnlich wie bei einer Süßkartoffel.
Zubereitung: Entweder aufschneiden, entkernen und einige Minuten in der Mikrowelle garen oder füllen. Auch für Süßspeisen, zum Frittieren oder Backen.

Kürbis richtig einkaufen

Anders als bei Möhren oder Tomaten gibt es für den Kürbis keine genormten Güte- oder Handelsklassen - ­mit Ausnahme der Zucchini. Beim Kauf eines Kürbisses sollte man darum besonders aufmerksam sein und auf einwandfreie Ware achten. Gute Kürbisse weisen eine feste, unversehrte Schale auf. Bei Sommerkürbissen sollte man einen jungen Kürbis bevorzugen, da diese besonders zart sind. Ob Winterkürbisse reif sind, erkennt man sowohl am hohlen Klang beim Klopfen auf den Kürbis als auch am verholzten Stiel. Kleinere Exemplare des Kürbisses sind in der Regel aromatischer und haben festeres, weniger mehliges Fruchtfleisch.

Kürbis richtig lagern - Kühlschrank oder Keller?

Sommerkürbisse sind nicht so robust wie ihre spätherbstlichen Verwandten. Daher sollte dieser Kürbis nicht allzu lang gelagert werden. Einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks kann man Zucchini, Patisson und Co. jedoch bedenkenlos aufbewahren.

Winterkürbisse sind da weniger anspruchsvoll: Sie lassen sich über Wochen bis hin zu Monaten, z. B. im Keller oder in der Vorratskammer, trocken, luftig und kühl lagern. Nur Frost bekommt dem Kürbis nicht. Wichtig für eine lange Haltbarkeit ist auch, dass der holzige Stiel am Kürbis bleibt.

Einen angeschnittenen Kürbis verarbeitet man am besten zu Würfeln oder Püree zum Einfrieren. Das empfiehlt sich besonders bei großen Exemplaren, da meist nicht das ganze Fruchtfleisch innerhalb einiger Tage verbraucht wird.

Hokkaido-Kürbissuppe
Von: Anna Walz, Länge: 2:54 Minuten, Aufrufe: 89.702

Das Rezept zum Video:

Natürlich dürfen dabei weitere passende Rezepte nicht fehlen, die zeigen, was sich aus den unterschiedlichen Kürbissorten alles zaubern lässt! Auf den nächsten Seiten findet ihr die leckersten herzhaften und süßen Rezepte aus und mit Kürbis!

Kürbis - Rezepte von Kürbiskuchen bis Tiramisu

Hildes Kürbis-Schoko-Kuchen

(Foto: schildi24)
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Kürbis-Tiramisu

(Foto: elitsa1973)
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Kürbis-Cookies

(Foto: nika2)
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Kürbis-Vanille-Konfitüre

(Foto: baerbelle)
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Kürbis-Gewürzbrot

(Foto: honeybunny16)
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Kürbis-Grieß-Dessert

(Foto: Maus_X)
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Kürbis türkische Art

(Foto: heartandsoul)
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Kürbis-Pfannekuchen

(Foto: cappuccinchen)
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Kürbis-Tarte

(Foto: Lunetta93)
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Kürbis-Schichtdessert

(Foto: hausgemacht)
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Hildes Kürbis-Schoko-Kuchen
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Kürbis-Grieß-Dessert
Kürbis türkische Art
Kürbis-Pfannekuchen
Kürbis-Tarte
Kürbis-Schichtdessert

Große Kürbisexemplare schneidet man erst einmal in Spalten. Das funktioniert am besten mit einem breiten Messer mit langer Klinge oder auch einem kleinen Beil. Danach kann man die einzelnen Stücke gut entkernen und schälen. Kleinere Kürbisse kann man auch zuerst im Ganzen backen und anschließend mühelos die Kerne und das Fruchtfleisch rauslöffeln. Angenehmer Nebeneffekt: im Backofen gegart intensiviert sich das feine Kürbisaroma.Durch das Schälen und Entkernen verliert der Kürbis ca. 30 Prozent seines Gewichts. Das sollte man bei der Zubereitung nach Rezept mit Mengenangaben immer beachten. Wer will, kann die Kerne vor dem Abfall bewahren und trocknen und damit dann selbst einmal seine Lieblingssorte ziehen.

Kürbis - Rezepte von Kürbissuppe bis Kürbisauflauf

Aroma gefüllter Kürbis aus dem Backofen

(Foto: Tickerix)
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Scharfer Butternut-Kürbis

(Foto: ertnuss)
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Kürbis-Kokos-Suppe

(Foto: holgi2k4)
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Kürbis-Ravioli

(Foto: Gina-59)
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Kürbis-Gnocchi

(Foto: Bali-Bine)
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Salat mit gebratenem Kürbis, karamellisierter Birne, Blauschimmelkäse und Walnussen

(Foto: chefkoch)
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Kürbis-Salat

(Foto: kastl)
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Risotto mit gelbem Kürbis

(Foto: emeyer5)
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Baked Butternut mit Reis und Curry-Gemüse

(Foto: CookingJulie)
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Kürbis-Pie

(Foto: msteidl)
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Kürbis süß-sauer eingelegt

(Foto: bärenmama)
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Kräftiger Kürbis-Eintopf

(Foto: bk07)
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Südafrikanischer Kürbis-Lamm-Eintopf

(Foto: christine5)
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Kürbis frites

(Foto: Tryumph800)
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Kürbis-Chutney

(Foto: Kerstin671)
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Kürbis-Käse-Fondue

(Foto: Conny-Krümel)
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Eichkatzerls herbstlicher Kartoffel-Kürbis-Auflauf

(Foto: eichkatzerl)
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Kürbis-Minz-Salat

(Foto: bushcook)
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Squash marinara

(Foto: greta1)
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Kürbis-Zwiebel-Quiche

(Foto: CookingJulie)
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Jede Kürbissorte hat ihre Eigenheiten was die Beschaffenheit von Fruchtfleisch und das Aroma betrifft. Darum eignen sich manche besonders für die Zubereitung von Suppen, andere eher für Gemüse oder Backwaren. Grundsätzlich werden für Suppen eher wässrige Kürbissorten bevorzugt, während Backwaren mit trockenen und mehligen Sorten besser gelingen. Für Süßspeisen und Salate empfehlen sich die besonders aromatischen Kürbisse. Ist man sich nicht sicher, in welche Kategorie der gekaufte Kürbis fällt, sollte man ein kleines Stück roh probieren. Das gibt schnellen Aufschluss über die Beschaffenheit und weitere Verwendungsmöglichkeiten des Kürbisses.