Marmelade selbst gemacht

Marmelade: fruchtiger Klassiker auf dem Frühstückstisch

Marmelade, Konfitüre und Gelee - die süßen Fruchtaufstriche dürfen auf dem Frühstückstisch nicht fehlen. Am besten selbst gemacht, mit frischen Früchten aus dem eigenen Garten oder vom regionalen Obstbauern.

Dank der Methode des Einmachens wird das Aroma der Früchte konserviert und verlängert die Genüsse des Sommers in den Winter hinein. Auch wenn Marmelade und Co. überwiegend auf Brot oder Brötchen landen, gibt es doch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel in Nachspeisen und Gebäck oder zum Verfeinern von Bratensaucen. Mit der angebotenen Vielfalt an heimischen wie exotischen Früchten lassen sich unendlich viele verschiedene leckere Fruchtaufstriche kreieren. Zusätzlich sind Kombinationen mit milden Gemüsen wie Tomaten, Karotten oder Kürbis ausgefallene wie köstliche Varianten. Wir zeigen Ihnen, auf was es beim Herstellen von Fruchtaufstrich ankommt und geben hilfreiche Tipps für die eigene Marmeladenküche. Mit wenig Aufwand kann jeder seine eigene Marmeladenvariante herstellen, unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt ganz genau wie.

Was wir gemeinhin als Marmelade bezeichnen, muss korrekterweise Fruchtaufstrich heißen. Denn Marmelade darf sich laut EU-Norm nur der Fruchtaufstrich aus Zitrusfrüchten nennen, wohingegen alle weiteren Früchte zu Konfitüre eingekocht werden. Und auch dabei gibt es Unterschiede, die sich an der verwendeten Zuckermenge orientieren. Gelee wird aus reinem Fruchtsaft mit entsprechender Menge Zucker hergestellt. Für Interessierte erläutert Carsten Dorhs die Unterschiede in der Zubereitung in dem Video "Selbst gemachter Brotaufstrich" noch etwas genauer.

Die Basis: Früchte

Am besten eignen sich vollreife, einwandfreie Früchte. Wer glücklicher Besitzer eines Gartens ist, sitzt da direkt an der Quelle. Ansonsten sollte man beim Einkauf auf Obst aus der eigenen Region achten. Denn dieses wird erst geerntet, wenn es richtig reif ist und muss nicht noch lange Transportwege überstehen. Angefaulte Früchte sind tabu für die Marmeladenküche, denn die bereits in der ganzen Frucht verteilten Keime können die Konfitüre vorzeitig verderben lassen. Man kann aber auch gefrorene Früchte verwenden. Besonders gut lässt sich Beeren- und Steinobst zu Marmelade und Co. verarbeiten. Manche Obstsorten enthalten von Natur aus so viel Säure, dass sie auch mit weniger Gelierhilfsmittel wie Pektin und Zitronensäure auskommen, wie zum Beispiel Johannisbeeren oder Stachelbeeren.

Einmachhilfe: Zucker

Auch wenn man Fruchtaufstriche mit normalem Haushaltszucker kochen kann, hat sich doch die Verwendung von Gelierzucker etabliert. Diesem ist bereits Pektin und Zitronensäure beigefügt, um den Geliervorgang zu unterstützen. Allerdings kann der Gehalt im Zucker je nach Hersteller leicht variieren, weshalb man sich unbedingt an die empfohlenen Kochzeiten und Mischungsverhältnisse von Frucht und Zucker halten sollte. Üblicherweise wird der Gelierzucker in den Varianten 1:1 (für 100 g Früchte je 100 g Zucker), 1:2 (100 g Früchte, 50 g Zucker) und 1:3 (100g Früchte, 33 g Zucker) angeboten. Je höher der Fruchtanteil ist, desto aromatischer und weniger süß wird der Aufstrich. Allerdings ist die Konfitüre mit verringertem Zuckergehalt nicht so lang haltbar. Angebrochene Gläser sollten darum im Kühlschrank aufbewahrt und bald aufgebraucht werden.

Aromatisch aufgepeppt

Neben den Grundbestandteilen Früchte und Zucker kann man seinen Fruchtaufstrich mit Gewürzen, Kräutern, Nüssen und anderen Zutaten köstlich variieren. Versuchen Sie doch einmal Nektarinenkonfitüre mit Rosmarin oder Erdbeeren mit Pistazien. Bestimmt finden Sie in den gesammelten Ideen auch etwas, das Sie gerne einmal in einem Fruchtaufstrich probieren würden.

Das gewisse Extra für Ihre Marmelade:

  • Nüsse wie geröstete Mandelstifte, gehackte Pistazien, Walnüsse, Cashewkerne, Pinienkerne
  • Zitronen-, Orangen-, Limettenabrieb oder auch -zesten
  • Gewürze wie Vanille, Zimt, Muskatnuss, Piment, Kardamom, Ingwer, Tonka, Nelken, grüner Pfeffer
  • Kräuter wie Minze, Melisse, Basilikum, Rosmarin
  • Liköre wie Amaretto, Eierlikör, Fruchtliköre, auch Rum oder Portwein