Zitrusfrüchte: Kochen und Backen mit Zitrone, Orange & Co.

Zitrusfrüchte – vielseitiges Powerobst

Pute mit Karotten-Orangen-Soße

Orange, Mandarine oder Limette verfeinern mit ihrem fruchtig-süßen Aroma zahlreiche Gerichte, Dressings, süßes Gebäck und leckere Cocktails – und sorgen gleichzeitig für eine feine säuerliche Note. Außerdem eignen sich Zitrusfrüchte perfekt für Erfrischungen aller Art und liefern ordentlich Vitamin C. Grund genug, euch die vielseitigen Sommerfrüchte näher vorzustellen und euch die besten Rezepte mit den süß-sauren Früchten zu liefern.

Das Schöne: Zitrusfrüchte passen einfach das ganze Jahr über. Im Sommer als Erfrischung im Salat, Dessert, Müsli oder in der Limonade, im Winter als Vitaminspender und Aromakick in Plätzchen, Gerichten und heißen Getränken.

Tipps zum Kochen und Backen mit Zitrusfrüchten

Saftiger Zitronenkuchen mit aromatischen Zitronenzesten, leuchtende Orangenmarmelade auf dem Frühstücksbrötchen, fruchtiger Nudelsalat mit Mandarinenspalten, Limetten-Mousse mit feiner Säure, heiße Zitrone an kalten Tagen oder die Orangensoße zur Weihnachtgans – Zitrusfrüchte sind in vielen Leckereien die Hauptzutat und allein der Gedanke an den fruchtigen Saft von Zitrone, Orange & Co. lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Für den Aromakick solltet ihr immer die frischen Früchte bevorzugen. Auch wenn das Reiben der Zitronenzesten länger dauert als das Päckchen mit Zitronat zu öffnen, oder die Mandarinen erst geschält werden müssen: Ihr werdet für den Zeitaufwand mit einem lecker-fruchtigen Aroma belohnt, das euch nur die frischen Früchte liefern können.

Küchentipp: Wenn die Zitrusfrüchte nicht mehr saftig sind

Die Zitrusfrüchte liegen schon eine Weile in der Küche? Dann kocht die Früchte etwa fünf Minuten in Wasser und lasst sie dann im Kühlschrank auskühlen - und sie werden wieder saftiger sein. Und wenn ihr nur an den Saft wollt, könnt ihr Zitrusfrüchte unter sanftem Druck auf der Arbeitsplatte hin und her rollen, dann bekommt ihr aus älteren Früchten genug Saft.

Wissenswertes über die verschiedenen Zitrusfrüchte

Mandarinen, Zitronen oder Orangen kennt jeder, bei Grapefruit oder Pomelo wird's schon schwerer und dass Kumquat oder Bergamotte Zitrusfrüchte sind, weiß kaum jemand. Kein Wunder: Es gibt rund 1.600 Arten und 150 Gattungen von Zitrusfrüchten. Davon spielt für uns vor allem eine Gattung eine Rolle: Citrus, zu deren wichtigsten Vertreter Orangen und Zitronen zählen. Sie lassen sich vielseitig in der Küche für Rezepte aller Art verwenden.

Orangen – beliebte Saftspender

Die Orange ist die beliebteste und am meisten verwendete Zitrusfrucht. Orangen sind einfach der Inbegriff für aromatischen und richtig leckeren frischen Saft, denn Orangensaft schmeckt frisch gepresst im Glas einfach herrlich. Aber Orangensaft sorgt zum Beispiel auch in Saucen zu Geflügel und in vielen Desserts und Kuchen für einen tollen süßen Geschmack. Die Filets der orange leuchtenden Zitrusfrucht machen sich gut in herben Salaten, etwa mit Fenchel oder Chicoree. Auch in süßen Obstsalaten, im Müsli oder in Desserts schmeckt die orangene Zitrusfrucht einfach toll. Die Orange taucht auch oft unter dem Namen Apfelsine auf.

Orangen: Vitamin-Boost für kalte Tage

Orangen sind in der Familie der Zitrusfrüchte die Vitamin C-Stars. In ihnen steckt am meisten Vitamin C satte 49 Gramm je 100 Gramm. Aber auch andere Nährstoffe, die das Immunsystem stärken, bringt die Orange mit, etwa B-Vitamine, Calcium oder Magnesium. Also: Zur kalten Jahreszeit die Orange auf den Speiseplan setzen.


Wer Orangen ohne Kerne möchte, greift beim Einkauf zur Navel-Orange oder auch Nabel-Orange. Sie ist am typischen Nabel zu erkennen und dank der fehlenden Kerne eignet sie sich bestens zum Naschen. Wer Saft auspressen möchte, greift zur Sorte Valencia, denn sie ist sehr saftig und hat ebenfalls nicht allzu viele Kerne. Blutorangen bieten geschmacklich eine tolle Abwechslung, denn sie schmecken etwas kräftiger und machen mit ihrer leuchtend roten Färbung einiges her – perfekt für Deko auf Torten oder Desserts! Da die Blutorange ganz leicht bitter schmeckt, ergibt die leuchtend rote Zitrusfrucht auch eine interessante Kombination in Salaten, Smoothies oder auch zu Fleisch und Fisch.

Video-Player wird geladen ...
Von: Anna Walz, Länge: 2:53 Minuten, Aufrufe: 6.168

Das Rezept zum Video:

Zitronen – sauer und erfrischend

Die Zitrone ist neben der Orange die bekannteste Zitrusfrucht. Die Zitrone wird auch Limone genannt, was häufig zu Verwechslungen mit der Limette führt. Die Zitrone besitzt eine frische gelbe Farbe und zeichnet sich durch saftiges Fruchtfleisch mit einem hohen Vitamin C-Gehalt aus. Der Saft, die Zesten oder der Abrieb der Zitrone verfeinern nicht nur Dressing, Dips und Saucen, sondern runden sowohl den Geschmack von Vor- und Hauptspeisen als auch von Desserts ab und sorgen für die richtige Würze. Besonders gut passt die Zitrusnote zu Geflügel und Fisch. Die Zitronensäure wird zudem beim Marinieren verwendet und angeschnittenes Obst sowie Gemüse wird durch sie vor dem Verfärben geschützt – etwa wer gerne Guacamole aus Avocado zubereitet, weiß den Effekt zu schätzen.

Das bekannte Zitronat, dass häufig zum Backen verwendet wird, stammt tatsächlich aus der Zitronatzitrone. Diese Zitrusfrucht besitzt relativ wenig Fruchtfleisch, dagegen umso mehr der dicken, weißen Innenschale, welche für die Herstellung von Zitronat verwendet wird. Eine seltene, aber wunderbare Sorte ist die Meyer-Zitrone, sie schmeckt wie eine Mischung aus Zitrone und Orange und ist demnach nicht so sauer. Da die Pflanze recht pflegeleicht ist, ist die Meyer-Zitrone der ideale Zitronenbaum für Zuhause. Sie kann auf dem Balkon sogar überwintern.

Zitronentarte - mit Mürbeteig und zitronigem Guss

Neben Orangen und Zitronen, die in der Küche am häufigsten verwendet werden, gibt es noch andere, nicht weniger leckere Zitrusfrüchte, die in Desserts, Gerichten und Getränken für den Frischekick sorgen.

Mandarine, Grapefruit & Co. – herrliche Zitrusfrüchte

Die Mandarine ist die ideale Zitrusfrucht für unterwegs. Die kleinen Orangen sind handlich, passen in jede Tasche und die Schale lässt sich leicht entfernen. Praktisch: Hier gibt es ebenfalls kernlose Varianten! Die Clementine und die Satsuma sind Kreuzungen aus Mandarine und Orange. Sie sind etwas rundlicher, die Schale ist dünner und das Fruchtfleisch noch saftiger. Doch egal ob Mandarine, Clementine oder Satsuma, die kleinen leckeren Zitrusfrüchte lassen sich aufgrund ihrer mundgerechten Filets auch wunderbar in Kuchen und Desserts verarbeiten. Auch bei exotischen Nudel- oder Reissalaten sowie Currygerichten kommt die Mandarine bestens zum Einsatz.

Die Limette ist eine kleine, grüne Zitrusfrucht, die spätestens mit den Longdrinks Caipirinha und Mojito die deutschen Küchen erobert hat. Limetten werden ähnlich wie Zitronen verwendet, wenngleich sie etwas aromatischer schmecken, noch saftiger sind und darüber hinaus keine Kerne enthalten. Beim Kauf sollte man auf eine gleichmäßige grüne Färbung der Schale achten, je gelblicher desto reifer und weniger sauer ist die Limette. Eine dünne Schale spricht für viel Fruchtfleisch und eine gute Saftausbeute. Bekannt ist die Kafir-Limette, deren Blätter und Schale hocharomatisch sind und hervorragend in asiatischen Gerichten verwendet werden können.

Video-Player wird geladen ...
Von: Walter Garin, Länge: 1:15 Minuten, Aufrufe: 46.415

Das Rezept zum Video:

Die Kumquat ist ebenfalls eine Zitrusfrucht. Sie hat in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen und findet besonders gerne als essbare Dekoration an Desserts oder Cocktails Verwendung. Ein Cocktail mit der ovalen Mini-Orange ist der Bombay-Crushed. Das Interessante bei der Kumquat: Die gerade einmal pflaumengroßen Früchte müssen nicht geschält werden, die Schale ist essbar! Ebenso die Kerne, jedoch tun sich viele schwer, diese auch wirklich zu zerkauen. Insgesamt schmeckt die Kumquat feinherb, leicht säuerlich und ein wenig bitter. Den bitteren Geschmack kann man etwas mildern, indem man die Frucht vor dem Verzehr ein wenig zwischen den Fingern hin und her rollt und somit die Schale weicher macht. Besonders gerne werden Kumquats zu Marmelade oder Chutney verarbeitet.

Grapefruit, Pampelmuse und Pomelo sind eng miteinander verwandte Zitrusfrüchte, die oftmals verwechselt werden. Die Grapefruit ist am einfachsten von den anderen zu unterscheiden, denn die meisten Grapefruit-Sorten besitzen ein rotes Fruchtfleisch. Die Begriffe Pampelmuse und Grapefruit werden oft synonym verwendet, allerdings ist die Pampelmuse in der Gattung der Zitrusfrüchte eher als Elternteil der Grapefruit zu sehen. Dasselbe gilt für Pomelo, ebenfalls eine "Tochter" der Pampelmuse. Während die Pomelo eher birnenförmig aussieht und eine gelbe Schale besitzt, ist die Pampelmuse eher rund und eher grünlich in der Schale. Die Pomelo schmeckt außerdem etwas süßer als die Pampelmuse. Grapefruits schmecken säuerlich herb, wobei das rote Fruchtfleisch eine geringere Bitternote aufweist. Grapefruits werden gerne pur gelöffelt, finden aber auch immer häufiger in Vorspeise-Salaten Verwendung. Mit den passenden Gegenspielern schmeckt eine Grapefruit ebenso in Obstsalaten und Desserts. Immer beliebter wird zudem die Verarbeitung zu Marmelade.

Auf der folgenden Seite gibt es herrliche Rezepte zu entdecken, in denen Zitrusfrüchte im Vordergrund stehen: erfrischendes Zitronen-Mousse, herrliche Kumquat-Marmelade, kandierte Orangen oder die leuchtend-rote Grapefriut-Frischkäsetorte. Wer Zitrusfrüchte mag, wird damit bestimmt glücklich – wir wünschen guten Appetit!

Autor:
Du hast Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann nutze bitte unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprich uns gerne im Magazin-Forum an.

Kommentare

Was sagst du zum Thema? Hast du noch weitere Tipps? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

Um selbst Kommentare abgeben zu können, musst du dich bei Chefkoch.de registrieren oder mit deinem Benutzernamen und Passwort anmelden.