Eistee selber machen – eisgekühlter Trinkgenuss

Eistee von erfrischend-herb bis fruchtig-süß

Im Hochsommer bietet Eistee eine angenehme Abkühlung und ist eine willkommene Alternative zur Limonade. Das belebende Erfrischungsgetränk kommt bei Kindern ebenso gut an wie bei Erwachsenen. Besonders beliebte Sorten sind Zitrone und Pfirsich, die sich darum in großer Zahl von diversen Herstellern in den Supermarktregalen finden. Allerdings sind die fertig gekauften Teegetränke in der Regel sehr süß: Laut Ökotest verstecken sich rund 20 Würfel Zucker in einem Liter! Noch ein Grund mehr, den Eistee zuhause selbst zu machen.

Eistee mit Zitrone

Auch wird oft übermäßig viel künstliche Zitronensäure zugesetzt, was in Kombination mit dem Zucker für die Zahngesundheit, gerade für Kinderzähne, bedenklich ist. Wer seinen Eistee selbst herstellt, der kann Zutaten und Süße selbst bestimmen, nebenbei viele weitere Eistee-Varianten abseits des Massengeschmacks ausprobieren und dem eigenen Lieblingstee zu einem eiskalten Comeback verhelfen. Dank Saft, Milch, Kräutern und Gewürzen lassen sich unendlich viele köstliche Varianten des Kultgetränks zaubern.

Eistee machen: So geht's

Für die Herstellung des  gewünschten Eistees kann man sich an der folgenden Grundzubereitung orientieren: Die ausgewählte Tee-Sorte sollte sehr hoch dosiert aufgebrüht werden. Wenn der Aufguss die gewünschte Stärke erreicht hat, entfernt man die Teeblätter bzw. die Teebeutel und süßt nach Belieben mit weißem oder braunem Zucker, Honig, Sirup, Stevia oder Süßstoff. Danach wird der heiße Sud in ein Gefäß gegossen, das zu zwei Dritteln mit Eiswürfeln gefüllt ist. So kühlt der Tee blitzschnell ab und kann gleich weiter verarbeitet werden. Außerdem erhält die Schockkühlung das frische Aroma sowie die leuchtende Farbe des Tees. Jetzt kann jeder für sich selbst entscheiden, wie der Eistee schließlich schmecken soll: klassisch, fruchtig oder ausgefallen mit speziellen Extras.

Klassischer Eistee mit Schwarzem Tee und Zitrone

Eistee klassisch: Schwarzer oder Grüner Tee mit Zitrone

Die Basis für einen traditionellen Eistee bildet sehr starker Schwarzer oder Grüner Tee. Bei diesen Sorten ist das Schockkühlen mit Eiswürfeln besonders wichtig, da sich beim langsamen Herunterkühlen sonst unangenehme Bitterstoffe bilden. Ist der Tee schön kalt, wird er je nach Geschmack gesüßt und mit dem Saft einer Zitrone abgeschmeckt. Stilecht servieren lässt sich der Tee dann in einem Glas mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe. Eine leckere Variation des klassischen Eistees entsteht, wenn man den Zitronensaft gegen den anderer Zitrusfrüchte tauscht, wie Limetten oder Grapefruit.

Schwarzer, Grüner und auch der mildere Weiße Tee enthalten Koffein und sind damit nur bedingt kindertauglich. Für die kleinen Eistee-Fans eignen sich Frucht- und Kräutertees als Basis besser. Mit süßen Fruchtsäften kombiniert, machen sie sogar Limo & Co Konkurrenz.

Eistee fruchtig-süß mit Saft, Sirup & Co.

Die Mischung aus eisgekühltem Tee und Fruchtsaft ist eine pfiffige Alternative zur Saftschorle und löscht den Durst ebenso gut. Große wie kleine Eistee-Liebhaber freuen sich über diese fruchtig-frische Variante. Dazu wird ein beliebiger Tee oder auch eine Teemischung hoch dosiert aufgebrüht und nach dem Durchziehen über Eiswürfel gegossen. Zwar werden Kräuter- und Früchtetees nicht unbedingt bitter durch langsames Abkühlen, jedoch bleiben die Aromen sowie die leuchtende Farbe durch die Schockkühlung besser erhalten. Der eisgekühlte Tee wird dann mit einem beliebigen Fruchtsaft verfeinert, was ein zusätzliches Süßen in der Regel unnötig macht. Schöne Kombinationen sind hier zum Beispiel Tee aus frischer Minze mit Apfelsaft, Apfeltee mit Traubensaft oder Rotbuschtee mit Orangensaft, der Erfindungsreichtum kennt keine Grenzen. Wer mit weiteren Aromen experimentieren möchte, kann auch eine Art alkoholfreien Eistee-Cocktail durch Zugabe von aromatisiertem Sirup zaubern - jeder ganz nach seinem Geschmack.

Eistee: Die besten Tipps & Tricks

Wer seine Lieblings-Eisteekreation gefunden hat, kann bei der Zubereitung gleich etwas mehr Tee aufbrühen und einen Teil der schockgekühlten Flüssigkeit in Eiswürfelbereitern einfrieren. Diese Eiswürfel können dann den Eistee im Glas schön kalt halten, ohne dabei das Getränk zu verwässern. Ebenso gut funktioniert die Kühlung im Glas mit Fruchtsaft-Eiswürfeln oder im Ganzen eingefrorenen Früchten, die zudem sehr dekorativ aussehen. Weitere optische Highlights für den Eistee sind Fruchtschnitze, wie Zitronen- oder Orangenscheiben, Melonenstücke, Erdbeeren etc., die auf den Trinkglasrand aufgesteckt werden.

Fruchtiger Eistee mit Himbeeren

Eistee-Spezialitäten: Bubble Tea & Co.

Eistee ganz cremig: Eistee Latte

Den Latte Macchiato kennt mittlerweile jeder. Auch die Getränke-Spezialität Chai Latte aus würzigem Tee und heißer, aufgeschäumter Milch hat bereits die Cafés erobert. Ein Eistee Latte vereint das Erfrischende des Eistees mit dem cremigen Genuss eines Chai Lattes. Die Milch wird dafür kalt etwas aufgeschlagen und dann der kalte, sehr starke Tee langsam mittig eingegossen. Besonders delikat sind Varianten mit Sorten, die ein intensives Aroma besitzen, wie Roibos, Schwarzer oder Grüner Tee. Mit Eiswürfeln oder auch einer Kugel Vanilleeis serviert, ist der Eistee Latte ein belebender Genuss für heiße Sommertage.

Eistee-Schorle: spritziger Trinkgenuss

Mit dieser Variante erhält man ein besonders prickelndes Eistee-Vergnügen. Der fertig aufgegossene und schockgekühlte Tee wird mit Limonade aufgegossen. Praktischer Doppeleffekt: Der Eistee ist automatisch gesüßt und prickelt angenehm auf der Zunge. Für alle Brause- und Saftschorle-Fans ein Muss! Wer sonst lieber Limonadengetränke als Erfrischung genießt, kann dadurch einige Kalorien sparen und gleichzeitig den Geldbeutel schonen, kauft man doch nur noch halb so viele Softdrinks. Aber auch mit klassischem Mineralwasser gemischt bietet Eistee ein erfrischendes Trinkerlebnis, je nach Geschmack ganz ohne Zucker oder gesüßt.

Eistee mit Milch und Bubbles

Bubble Tea: Eistee-Trend aus Fernost

Bubble Tea oder auch Pearl Milk Tea ist ein eisgekühltes Tee-Milch-Getränk und längst Kult in Asien und den USA. Der Clou daran: In dem Tee-Shake schwimmen süße, blaubeergroße Tapioka-Perlen, die mit einem extrabreiten Trinkhalm aufgesaugt werden. Tapioka ist ein geschmacksneutrales Stärkemehl, das aus Maniokwurzeln gewonnen wird. Ihren Geschmack erhalten die Perlen durch das Einlegen in Sirup. Zuvor müssen die harten Stärkekugeln jedoch etwa 25 Minuten lang in Wasser weichgekocht werden. Danach haben sie eine ähnliche Konsistenz wie Gummibärchen oder Götterspeise.

Und so wird daraus dann schließlich der begehrte Bubble Tea: Die Basis ist wie bei klassischem Eistee ein sehr starker Schwarzer oder Grüner Tee, der bereits gekühlt ist. Der Tee wird zusammen mit kalter Milch, etwas (Frucht)Sirup und Crushed Ice oder Eiswürfeln in einem Cocktail-Shaker schaumig geschüttelt und dann mit weiteren Eiswürfeln und den Tapioka-Perlen in einem Glas serviert.

Wichtiges Werkzeug für den richtigen Bubble Tea-Genuss ist ein sehr dicker Trinkhalm, durch den auch die Tapioka-Kugeln passen. Wer keine derartigen Halme zur Hand hat, nimmt normale Strohhalme und fischt die süßen Kugeln mit einem langen Dessertlöffel aus dem Glas. Kaufen kann man Tapioka-Perlen sowie die passenden Trinkhalme bei verschiedenen Online-Anbietern mit Asia-Sortiment oder auch im gut sortierten Asia-Supermarkt.

Eine genaue Anleitung mit Bildern zur Herstellung von Bubble Tea bietet der Artikel "Bubble Tea - trendiges Erfrischungsgetränk".

Übrigens: Auch bei dieser Tee-Spezialität sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt - man kann wunderbar mit verschiedenen Sirup- und Tee-Sorten variieren und experimentieren - shake it!

Haben Sie nun Lust auf einen erfrischenden Eistee? Auf der folgenden Seite stellen wir Ihnen zahlreiche Rezepte von fruchtig bis herb vor!

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