Tapas - beliebtes Fingerfood aus Spanien

Tapas: Spanische Esskultur im Handformat

Spanische Tapas kennt ihr sicher aus dem Urlaub in Spanien, doch auch in unseren Genussbreiten haben sie sich bereits fest etabliert – und das völlig zurecht. Auch wenn es in deutschen Städten bei weitem nicht so viele Bars mit Tapas gibt wie in spanischen Städten, haben die kleinen Snacks längst unsere Herzen erobert. Wir stellen euch die ganze Welt der Tapas vor und haben leckere Tapas Rezepte.

Traditionell werden spanische Tapas als Appetithäppchen zu Wein, Bier oder Tinto de verano - einer Mischung aus Rotwein und Zitronenlimonade - gereicht. Je nach dem wo Tapas in Spanien gereicht werden, haben sie regionale Einflüsse: So serviert man in Küstenregionen in Spanien gern Garnelen, Muscheln und Fisch als Tapas, im Landesinneren findet man dagegen häufiger spanische Wurst- und Schinkenspezialitäten auf den Tellerchen. Allgegenwertig und sehr beliebt ist zudem der spanische Schafskäse Manchego aus der Region Kastilien.

"Tapas" heißt wörtlich übersetzt "Deckel". Daher kommt die Vermutung, in Spanien habe man ursprünglich Brotscheiben oder auch kleine Teller als Deckel auf die Gläser in den Bars gelegt, um die Getränke vor Insekten zu schützen. Irgendwann gingen spanische Wirte dazu über, kleine Snacks wie Käsewürfel, zum Beispiel vom Schafskäse des Manchego, spanische Oliven oder Schinken auf die "Deckel" zu legen - die Geburtsstunde der Tapas.

Mit den Tapas eng verwandt sind die Pinchos oder auch Pintxos - eine regionale Spezialität aus Katalonien. Sie sind in der Herstellung oft etwas aufwändiger als die bodenständigen Tapas, werden aber genauso zu Bier und Wein serviert. Der Name Pincho bedeutet Spieß, denn üblicherweise werden die kleinen Köstlichkeiten auf Spieße gesteckt. Selbst üppig belegte Brote erhalten einen Stab durch die Mitte, so behalten alle Beläge ihren zugedachten Platz. Der Gast sammelt einfach die Spieße seiner verspeisten Pinchos und zahlt entsprechend der Anzahl seine Rechnung.

Tapas für zu Hause im Video

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Von: Carsten Dorhs, Länge: 19:31 Minuten, Aufrufe: 72.562

Tapas, Manchego und Olivenöl

Tapas sowie der spanische Schafskäse Manchego sind aber nicht nur delikate spanische Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch oder leckere Begleiter für das Bier nach Feierabend. Auch Rezepte für Vorspeise, Zwischengang oder für das Tapas Buffet eignen sie sich hervorragend. Spanische Tapas sind im Grunde als kleine Snacks oder Appetizer gedacht, können aber in Kombination von drei oder vier Varianten auch als vollständige Mahlzeit genossen werden. Zu den Tapas isst man wie in Spanien am besten frisches Brot wie Baguette, Ciabatta oder Fladenbrot. Unverzichtbar für jede Runde spanischer Tapas sind außerdem Aioli und verschiedene Salsas, die dem Brot den Extra-Würzkick verleihen. Eingelegte Oliven, Peperoni und Paprika können als Beigaben einzelne Tapas unterstreichen oder auch als eigenständige Tapas auf separaten Tellern serviert werden. Von einfach bis luxuriös ist bei den spanischen Kultsnacks alles zu haben! Da spanische Tapas in Spanien ursprünglich meist im Stehen verzehrt wurden, sollte alles mit Fingern essbar sein. Kleine Spieße oder auch Zahnstocher ersetzen dabei die Gabel und halten delikate Kombinationen wie Datteln im Speckmantel in Form. Essentiell dabei ist das Olivenöl, das all die leckeren Speisen wohligwarm zu umspielen scheint und für ein ebenso tolles und abgerundetes Aroma sorgt.

Tapas-Zubehör

Wenn ihr spanische Tapas machen wollt, braucht ihr nicht nur eure Lieblingszutaten und eine gesellige Runde, das Auge isst bekanntlich immer mit und deshalb haben wir euch im Folgenden ein paar hübsche Produkte zum Anrichten eurer spanischen Tapas herausgesucht:

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Tapas-Platte und -Schalen

Tapas Platte

Tapas-Tonschale

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Tapas-Schalen mit Gestell

Tapas-Schale mit Gestell

Zum Tapas-Set

Zur Schale

Zu den Schalen

Tapas - kalt und schnell vorbereitet

Rezepte für kalte Tapas sind das meist schneller zubereitete Fingerfood. Manche Tapas müssen nur aufgeschnitten und hübsch drapiert werden, z.B. Käsewürfel vom Manchego, dünne gerollte Scheiben Serrano-Schinken oder Chorizo – die beliebte spanische Wurst. Wer seine Oliven, Peperoni und andere in Olivenöl eingelegten Köstlichkeiten nicht selbst herstellt, braucht diese nach dem Einkauf nur noch als Tapas in die dafür vorgesehenen Schälchen anzurichten. Etwas aufwendiger wird es, wenn man die Aioli selbst anrührt oder auch frische Salsa zu seinen Tapas zubereitet. Aber in aller Regel sind die kalten Tapas für jeden zu empfehlen, der wenig Zeit für die Zubereitung hat oder schon einige Stunden vor dem Genuss seiner Tapas alles vorbereiten möchte.

Tapas - warm und anspruchsvoll

Etwas mehr Zeit nimmt das Rezept für warme spanische Tapas in Anspruch, da sie entweder vorgekocht und zum Servieren erneut aufgewärmt oder aber unmittelbar vor dem Essen zubereitet werden. Trotzdem kann man für warm gereichte spanische Tapas einige Vorarbeiten erledigen, damit alles schnell auf den Tisch kommt, wenn der Hunger sich meldet. So lassen sich Hackbällchen im Voraus kochen, sodass sie lediglich aufgewärmt werden muss. Gerade bei Schmorgerichten ist es sogar von Vorteil, diese schon vorgekocht zu haben, denn so kann sich das Aroma erst richtig entfalten und die Sauce gut durchziehen. Gebratene Spieße sollten allerdings erst kurz vor dem Genießen der Tapas aus der Pfanne oder vom Grill kommen, damit das Fleisch schön saftig bleibt und das Gemüse noch Biss hat. Es spricht jedoch nichts dagegen, beides schon fertig auf entsprechende Stäbe zu stecken und evtl. noch in eine Marinade einzulegen. Manche Tapas sind sowohl warm als auch kalt ein Genuss, wie beispielsweise Früchte im Speckmantel oder auch gegrillte Hähnchenspieße. Hier kann jeder ganz nach eigenem Gusto entscheiden, wie er seine Tapas serviert.

Für ein Buffet mit Tapas empfiehlt es sich, eine ausgewogene Mischung aus kalten und warmen Tapas anzubieten. Dann steht dem geselligen Gaumenschmaus mit spanischem Flair nichts mehr im Wege!

Auf den nächsten Seiten findet ihr Rezepte für klassische spanische Tapas und neue Variationen!

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