Ein Festtagsbraten für die große Runde: Seit einigen Jahren erfreut sich Lammfleisch zunehmender Beliebtheit in Deutschland und wird das ganze Jahr über gegessen. Doch zu Ostern hat das Lamm Hochsaison: Nicht, weil dann die größte Menge Lammfleisch zur Verfügung steht, sondern weil der Lammbraten für viele als traditionelles Osterfestessen gilt.

Woher kommt aber diese Tradition des österlichen Lammbratens? Als Jesus sein letztes Abendmahl mit den Jüngern feierte, gab es ebenfalls Lamm – das Pessach-Lamm. Dieses wurde zu Ehren des Pessachfestes als Opfertier geschlachtet und anschließend verspeist. Das Christentum übernahm diese Tradition: Das Lamm ist ein Symbol für die Auferstehung Jesu. Im Altertum wurden die Tiere darum als heiliges Opfer geweiht und am Tag der Auferstehung verzehrt. Und auch wenn wir heute viele verschiedene Gerichte zum Osterfest servieren, gehört der traditionelle Lammbraten weiterhin zu den Favoriten – nicht zuletzt auch deshalb, weil Lammfleisch wunderbar zart, aromatisch und äußerst vielseitig in seiner Zubereitung ist. Beste Voraussetzungen also für ein gelungenes Festtagsessen! Welche Köstlichkeiten man mit Lammfleisch zaubern kann und welche Stücke wie am besten zur Geltung kommen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Als Lamm bezeichnet man junge Schafe, die nicht älter als 12 Monate sein dürfen. Meist werden die Tiere im Alter von acht Monaten geschlachtet und zum Verkauf angeboten. Sehr junge Tiere unter sechs Monaten, sogenannte Milchlämmer, werden wegen ihres besonders zarten und milden Fleisches geschätzt. Wer Lammfleisch kaufen möchte, hat die Wahl zwischen Importware überwiegend aus Neuseeland oder aus heimischen Beständen wie nordfriesische Salzwiesenlämmer oder auch Heidschnucken aus der Lüneburger Heide.
Je nachdem wo die Lämmer aufgewachsen sind, kann der Geschmack etwas variieren, da sich die Aromen des Futters immer auch im Geschmack des Lammfleisches spiegeln. So schmecken Salzwiesenlämmer von Natur aus schon ein wenig salziger, während Heidschnucken durch die Heidekräuter eine würzige Note erhalten, ähnlich wie das Fleisch von Wild. Auch die Sisteron-Lämmer aus der Provence erhalten durch das Fressen mediterraner Kräuter eine ganz eigene Würze. Wer einmal ein solch besonderes Lammfleisch zubereiten möchte, bestellt das Gewünschte am besten beim Metzger, denn Supermärkte haben oft nur ein eingeschränktes Angebot. Oder aber man wendet sich gleich an einen Direktvertrieb. Die Auswahl der möglichen Teilstücke für das Ostermenü ist groß: Ob Keule oder Rücken - ausgelöst oder mit Knochen - für einen größeren Braten oder lieber kleinere Portionen in Form von Steaks, Koteletts, Lammlachsen oder Filets. Aber auch Haxen, Schulter oder Bug eignen sich als festliche Hauptspeise. Hier findet jeder genau das passende Stück Fleisch für ein köstliches Osterfesttagsessen!
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Milram
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