Küchentipps für Kochanfänger

Nudeln kochen/ Tomatensauce/gebratene Nudeln/Nudelsalat/Nudelauflauf

Nudeln kochen hört sich für jemanden, der kein Kochneuling mehr ist, sehr leicht an – für einen Anfänger kann aber selbst hier einiges daneben gehen. Wir geben Antworten auf die drängendsten Fragen und ums Nudeln kochen und haben einfache Rezeptideen für euch, die auch Neulingen gelingen.

Wieviele Nudeln braucht man pro Person?

Das kommt darauf an, ob man die Nudeln als Beilage oder Hauptgericht essen möchte. Als Hauptgericht rechnet man pro Person mit ca. 125 g Nudeln, wenn die Nudeln nur eine Sattmacherbeilage sind, reichen auch 50 bis 80 g pro Person. Die Nudeln wiegt ihr in ungekochtem Zustand ab. Im Gegensatz zu den Kartoffeln gibt man die Nudeln und das Salz erst ins Wasser, wenn dieses sprudelnd kocht. Als Faustregel gilt 1 Liter Wasser für 100 g Nudeln. Zu viel Wasser schadet den Nudeln jedoch nicht.

Wie kocht man die Nudeln richtig?

Der Topf sollte genügend Platz bieten, denn die Nudeln nehmen beim Kochen Wasser auf. Wenn das Wasser kocht und die Nudeln im Wasser sind, reicht eine mittlere Temperaturstufe völlig aus. Wenn ihr zum Beispiel für einen Nudelsalat verhindern wollt, dass die Nudeln aneinander kleben, gebt paar Tropfen Öl ins Wasser. Allerdings haftet die Soße dann auch nicht mehr so gut an den Nudeln. Anstelle des Öls solltet ihr liebder die Nudeln ab und zu mit einem Holzlöffel umzurühren – das ist die bessere Variante, schließlich soll ja möglichst viel von der leckeren Soße an den Nudeln bleiben.

Wie lange müssen Nudeln kochen?

Jede Nudelform benötigt eine andere Kochzeit, die im Normalfall auf der Nudelpackung angegeben ist. Stellt euch am besten eine Eieruhr, sobald die Nudeln im Wasser sind. Doch wie schafft man es nun, dass die Nudeln nicht zu weich, sondern schön al dente, sprich bissfest, werden? Bissfest ist die Pasta, wenn in der Mitte der Nudelkern noch nicht ganz weich ist, eben noch ein wenig Biss hat und sich nicht einfach mit Zunge und Gaumen im Mund zerdrücken lässt. Probiert deshalb die Nudeln auch schon einmal vor der angegebenen Zeit, um sie zu dem für euch perfekten Zeitpunkt aus dem Wasser zu holen. Praktisch: Auf manchen Packungen ist sogar die Kochzeit für Nudeln al dente angegeben.

Soll man die Nudeln abschrecken oder lieber nicht?

Haben die Nudeln den gewünschten Garpunkt erreicht, könnt ihr sie einfach über einem Sieb abgießen. Soll die Pasta nun sofort mit Soße serviert werden, solltet ihr die Nudeln nicht abschrecken, also mit kaltem Wasser überspülen, sondern nur kurz abtropfen lassen. Beim Abschrecken kühlen die Nudeln nämlich schnell aus. Danach könnt ihr die Nudeln auf den Teller geben und mit der Soße vermengen oder diese darüber geben. Dauert die Weiterverarbeitung der Nudeln jedoch etwas länger oder müssen die Nudeln für die Verwendung nicht warm sein, zum Beispiel für einen Nudelsalat, dann solltet ihr die Nudeln mit kaltem Wasser abschrecken. Denn wenn die Nudeln nicht heruntergekühlt werden, garen sie weiter und werden, obwohl bissfest aus dem Nudelwasser herausgeholt, doch noch komplett weich, im schlimmsten Falle zu weich.

Schnelle Soße zu Nudeln ganz einfach gemacht

Wer nun Lust bekommen hat, direkt weiter zu kochen, der kann sich auch ohne großes Kochwissen eine schnelle selbst gemachte Tomatensoße herstellen.

Tomatensoße Schritt für Schritt

Eine Zwiebel in Würfel schneiden und kurz in einer Pfanne angehen lassen.

Eine Knoblauchzehe würfeln und hinzugeben und nur ganz kurz mit anrösten.

Nun mit einem Päckchen passierten Tomaten oder geschälten Tomaten in Stücken aus der Dose ablöschen.

Die Soße aufkochen lassen, mit Salz oder ein wenig gekörnter Gemüsebrühe sowie Pfeffer abschmecken.

Verfeinern lässt sich die Sauce mit ein paar getrockneten Kräutern, z.B. Oregano, Rosmarin oder Thymian.


Fertig ist eine leckere Nudelsoße, die Mama Miracoli eindeutig in den Schatten stellt! Weitere schnelle Soßen zu Nudeln findet ihr in unserem Artikel Pastasoßen für jeden Tag.

Gebratene Nudeln – einfacher geht es nicht

Ein simples Gericht für Kochanfänger sind gebratene Nudeln. Dieses Rezept lässt sich wunderbar aus übrig gebliebenen gekochten Nudeln machen. Gibt der Kühlschrank darüber hinaus weitere Zutaten her, wie Paprika, eine Zwiebel, etwas Schinken oder Fleischwurst, kann man daraus schon ein tolles Essen zaubern. Die Zutaten werden einfach alle klein geschnitten in eine Pfanne gegeben, kurz angebraten und mit ein wenig Salz, Pfeffer und Sojasauce gewürzt. Je nach Vorrat könnt ihr in der Nudelpfanne eure liebsten frischen Zutaten verwerten und wenn einmal so gut wie nichts im Haus ist, schmecken Nudeln gebraten auch nur mit einem untergerührten Ei!

Einfacher Nudelauflauf selbst gemacht

Ähnlich praktisch und zu kunterbunter Resteverarbeitung geeignet, ist ein Nudelauflauf. Es passen zum Beispiel Erbsen, Mais, Schinken, Paprika oder Brokkoli. Für den Nudelauflauf werden alle Zutaten sowie die übrig gebliebenen oder sehr bissfest vorgekochten Nudeln in eine Auflaufform gegeben, mit einem Gemisch aus Sahne und Milch übergossen und mit Käse bestreut. Das Ganze bräunt dann für ungefähr 20-30 Minuten bei 180-200 Grad im Backofen und stellt eine sehr beliebte und vor allem sättigende Mahlzeit dar.

Ein leckerer Nudelauflauf ist der Spaghetti-Auflauf mit krossem Speck. Ihr könnt ihn prima aus übrig gebliebenen Spaghetti machen und er ist im Nu fertig. In der Videoanleitung könnt ihr sehen, wie euch der Auflauf gelingt:

Video-Player wird geladen ...
Von: Anna Walz, Länge: 1:29 Minuten, Aufrufe: 306.067

Das Rezept zum Video:

Nudelsalat – für Anfänger geeignet

Ein nicht zu vergessender Klassiker beliebter Nudelgerichte ist der Nudelsalat, denn er setzt eigentlich keine Kocherfahrung voraus. Auch hier gibt es unzählige Rezepte und zwei grundlegende Rezepte für das Dressing – der Nudelsalat mit Mayonnaise oder die mediterrane Öl-Balsamico Variante. Während die deutsche Mayonnaise-Version meist Äpfel, saure Gurken, Zwiebeln und gern auch Mais und Ei enthält, haben getrocknete Tomaten, Oliven und Rucola die Nase vorn, wenn es um den etwas figurfreundlicheren mit Essig und Öl marinierten Salat geht. Für welches Rezept ihr euch entscheidet liegt einzig an eurem persönlichen Geschmack. Gemacht sind alle sehr einfach und schnell, denn die Zutaten werden nur in mundgerechte Stücke geschnitten, mit den Nudeln in eine Schüssel gegeben und anschließend entweder mit Mayonnaise oder eben einer Mischung aus Balsamico und Öl vermengt!

Autor:
Du hast Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann nutze bitte unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprich uns gerne im Magazin-Forum an.

Kommentare

Was sagst du zum Thema? Hast du noch weitere Tipps? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

Um selbst Kommentare abgeben zu können, musst du dich bei Chefkoch.de registrieren oder mit deinem Benutzernamen und Passwort anmelden.