Küchentipps für Kochanfänger

Nudeln kochen/ Tomatensauce/gebratene Nudeln/Nudelsalat/Nudelauflauf

Auch das hört sich für jemanden, der kein Kochneuling mehr ist, super leicht an – für einen Anfänger kann aber selbst hier einiges daneben gehen. Und wer meint „das ist doch das gleiche, wie Kartoffeln kochen“, der ist tatsächlich auf dem Holzweg. Das fängt schon damit an, dass man zum Nudeln kochen erst das Wasser aufsetzt und wenn dieses kocht, das Salz sowie die Nudeln hinzugibt. Als Faustregel gilt 1 L Wasser für 100g Nudeln, zu viel Wasser schadet Nudeln, im Vergleich zu Kartoffeln, jedoch nicht. Pro Person rechnet man ca. 125g Nudeln, sprich bei zwei Portionen 250g, für drei 375g, für vier 500g usw.
Der Topf sollte genügend Platz bieten, die Nudeln ohne Deckel sprudelnd kochen zu lassen, eine mittlere Temperaturstufe reicht hierfür völlig aus. Hingegen vieler guter Ratschläge, Öl ins Wasser zu geben, raten wir Ihnen davon ab. Öl soll verhindern, dass die Nudeln aneinander kleben, es reicht jedoch, das Ganze ab und an mit einem Holzlöffel umrühren. Hat man hingegen Öl ans Wasser gegeben, besteht die Gefahr, dass die Nudeln die Sauce nicht mehr so gut annehmen.
Doch wie schafft man es nun, dass die Nudeln nicht zu gar, sondern schön „al dente“, sprich bissfest, werden? Jede Nudelform benötigt eine andere Kochzeit, die Sie i.d.R. auf der Nudelpackung ablesen können. Die sicherste Methode ist jedoch, die Nudeln zu probieren, lieber auch schon einmal vor der angegebenen Zeit, denn zu durchgegarte Nudeln schmecken nicht. Bissfest ist die Pasta, wenn in der Mitte der Nudelkern noch nicht ganz weich ist, eben noch ein wenig „Biss“ hat und sich nicht einfach mit Zunge und Gaumen im Mund zerdrücken lässt.
Haben die Nudeln den gewünschten Garpunkt erreicht, werden sie über ein Sieb abgegossen. Soll die Pasta nun sofort mit Sauce serviert werden, die Nudeln bitte nicht mit kaltem Wasser überspülen, sprich „abschrecken“, sondern nur kurz abtropfen lassen. Danach auf den Teller geben und mit der Sauce vermengen oder diese darüber geben. Dauert die Weiterverarbeitung der Nudeln absehbar jedoch etwas länger oder müssen für die Verwendung nicht warm sein (z.B. Nudelsalat), dann sollten die Nudeln solange mit kaltem Wasser „abgeschreckt“ werden, bis diese kalt sind. Der Grund dafür liegt auf der Hand, werden die Nudeln nicht runtergekühlt, garen sie weiter und werden, obwohl bissfest herausgeholt, doch noch komplett weich, im schlimmsten Falle, zu weich.

Wer nun Lust bekommen hat, direkt weiter zu kochen und statt einer Fertigsauce, eine schnelle selbst gemachte Tomatensauce herzustellen, für den haben wir ein schmackhaftes einfaches Rezept. Eine Zwiebel in Würfel schneiden und kurz in einer Pfanne angehen lassen. Eine Knoblauchzehe würfeln und hinzugeben und nur ganz kurz mit anrösten. Nun mit einem Päckchen passierten Tomaten oder geschälten Tomaten in Stücken aus der Dose ablöschen. Das Ganze aufkochen lassen, mit Salz oder ein wenig gekörnter Gemüsebrühe sowie Pfeffer abschmecken. Verfeinern lässt sich die Sauce mit ein paar getrockneten Kräutern, z.B. Oregano, Rosmarin oder Thymian – fertig ist eine leckere Nudelsauce, die Mama Miracoli eindeutig in den Schatten stellt!

Ein weiteres simples Gericht für Kochanfänger sind gebratene Nudeln. Nicht immer möchte man Nudeln mit Tomatensauce dreimal hintereinander essen. Sind einmal Nudeln übrig und finden sich im Kühlschrank darüber hinaus weitere „Reste“, wie z.B. Paprika, eine Zwiebel, etwas Schinken oder Fleischwurst, kann man daraus schon ein tolles Essen zaubern. Die Zutaten werden einfach alle in eine Pfanne geben, kurz angebraten und mit ein wenig Salz, Pfeffer und Sojasauce gewürzt. Je nach Vorrat können Sie alles in einer Nudelpfanne nach Geschmack verwerten und wenn einmal so gut wie nichts im Haus ist, schmecken Nudeln gebraten auch nur mit einem untergerührten Ei!

Ähnlich praktisch und zu kunterbunter Resteverarbeitung geeignet, ist ein Nudelauflauf. Hierfür werden alle Zutaten sowie die übrig gebliebenen oder frisch vorgekochten (sehr bissfest) Nudeln in eine feuerfeste Form gegeben, mit Sahne übergossen und mit Käse bestreut. Das Ganze bräunt dann für ungefähr 20-30 Minuten bei 180-200 Grad im Backofen und stellt eine sehr beliebte und vor allem sättigende Mahlzeit dar!

Ein nicht zu vergessender Klassiker beliebter Nudelgerichte, die eigentlich jeder können sollte, weil die Zubereitung kaum Kocherfahrung voraussetzt, ist der Nudelsalat. Auch hier, wie beim Kartoffelsalat, gibt es unzählige Rezepte und zwei große Lager – der Nudelsalat mit Mayonnaise oder die mediterrane Öl-Balsamico Variante. Während die deutsche Mayonnaise-Version meist Äpfel, saure Gurken, bei dem einen oder anderen Zwiebeln, gerne auch Mais und Ei enthält, haben getrocknete Tomaten, Oliven und Rucola die Nase vorn, wenn es um den etwas figurfreundlicheren mit Essig und Öl marinierten Salat geht. Für welches Rezept Sie sich entscheiden, liegt einzig an Ihrem persönlichen Geschmack, gemacht sind alle sehr einfach und schnell, denn die Zutaten werden nur in mundgerechte Stücke geschnitten, mit den Nudeln vereint und anschließend entweder mit Mayonnaise oder eben einer Mischung aus Balsamico und Öl vermengt!

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