Kohl-Rezepte: Unser Lieblingsfutter im Winter

Wenn im Winter schon nicht auf Schnee Verlass ist, dann doch aber auf eine üppige Auswahl an Kohlsorten. Freunde von Kohl und all diejenigen, die es noch werden wollen, dürfen sich auf eine Rezeptvielfalt freuen, die über die Klassiker hinausgeht. Diesen Winter erklären wir Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl und wie sie alle heißen zu unserem Lieblingsfutter.

Kohl-Rezepte sind Vitaminbomben

Kohl enthält neben wertvollen Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen beachtliche Mengen an Vitaminen, die unser Immunsystem stärken und wir somit lästigen Erkältungen Widerstand leisten können. Am besten bleiben die Vitamine erhalten, wenn ihr den Kohl noch frisch zubereitet und ihn nicht zu lange lagert. Möchtet ihr Weißkohl & Co. nicht sofort verzehren, so könnt ihr den Kohl zerkleinern, blanchieren und anschließend wunderbar einfrieren.

Damit die fettlöslichen Vitamine optimal vom Körper aufgenommen werden können, solltet ihr Kohl immer zusammen mit Fett zubereiten. Die Vertreter der Kohlfamilie sind nicht nur wahre Vitaminpakete, sie enthalten darüber hinaus kaum Kalorien und liefern zugleich große Mengen an Ballaststoffen. Diese Bestandteile von Pflanzen sättigen lang anhaltend und führen zu einem langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Kohl ist daher ein optimaler Begleiter bei einer gewünschten Gewichtsabnahme – sogar ganze Kohldiäten wurden erfunden, wie die bekannte Kohlsuppendiät.

Kochen mit Kohl auf einen Blick 
Schwierigkeitsgradsimpel bis knifflig
So viel Zeit muss seinca. 40 Minuten
Das braucht ihrRüstet euch mit ordentlichen Messern und einem großen Topf

Bunte Kohl-Rezepte – von Rosenkohlauflauf bis Blumenkohl-Pizzaboden

Es ist schon beeindruckend, wie bunt die Sortenvielfalt ist – und wie viele verschiedene Rezepte sich daraus ergeben. Bevor wir den Sturm auf die Kohlküche mit unseren Lieblingsrezepten freigeben, wollen wir daher einen Blick auf die wichtigsten Vertreter derselben werfen. Welche Kohlsorte landet in unserem Einkaufskorb und was genau zaubern wir daraus?

Typisch Deutsch: Wir mit unserem Sauerkraut

Weißkohl, auch Weißkraut genannt, ist bei uns die am häufigsten angebaute Sorte Kohl. Ein großer Teil Weißkohl wird zu Sauerkraut verarbeitet – so viel, dass es das Sauerkraut-Sandwich als kleine Parodie sogar in den Film Inglourious Basterds geschafft hat. Aber wieso eigentlich nicht? Zu Krautsalat verarbeitet könnte man den Weißkohl tatsächlich zwischen zwei angeröstete Brotscheiben packen. Dazu Bacon oder was der Magen ansonsten begehrt – schwups, ist Weißkohl gar nicht mehr so stereotypisch deutsch. Andererseits, wen stört's schon? Es schmeckt eben: Kohlrouladen, Sauerkraut mit Kasseler und Salzkartoffeln machen uns jetzt glücklich.

Rotkohl gilt ebenfalls als fester Bestandteil der deutschen Küche bzw. der deutschen Festtagsküche. Zu Gänsekeule oder Sauerbraten passt Rotkohl geschmacklich, aber auch optisch ideal. Kein Wunder, dass Rotkraut vor allem an Weihnachten serviert wird.

Küchentipp: Kohl kochen

Wer Weißkohl oder Rotkohl kochen möchte, muss folgende Kochzeiten beachten: ein ganzer Kohlkopf braucht beim Kochen 45 - 60 Minuten, bis er gar ist. Aber: Geviertelt dauert es nur noch 10 bis 15 Minuten und feinstreifig geschnitten könnt ihr Weißkohl oder Rotkohl nach max. 7 Minuten essen.

Kohl-Klassiker: Grünkohl, Rosenkohl & Wirsing

Grünkohl entwickelt erst nach einigen Frostnächten sein volles Aroma und wird dadurch auch bekömmlicher. Darum eignet er sich sehr gut als Tiefkühlgemüse. Er ist reich an Vitamin C und Kalzium und schmeckt besonders gut zu geräuchertem Fleisch. Mit einer Portion Grünkohl (200 Gramm) nimmt man so viel Kalzium zu sich wie mit zwei Gläsern Milch. Kalzium stärkt den Knochenbau und beugt Osteoporose vor. Daneben enthält Grünkohl viel Vitamin B und C, Kalium, Phosphor und Eisen.

Frischen Grünkohl gibt es vor allem im November und Dezember. Fertig zubereitet kann man ihn tagelang im Kühlschrank aufbewahren. Grünkohl schmeckt aufgewärmt am besten. Frischer Grünkohl lässt sich blanchieren und einfrieren. Er wird mit Fett lange gekocht und mit groben Mettwürsten und Kasseler serviert (klassisch norddeutsch). Für Rohkost ist Grünkohl durch seine harte Beschaffenheit ungeeignet.

Rosenkohl hat seine Blattknospen in Form kleiner Röschen entwickelt. Wie Grünkohl schmeckt dieses Gemüse am besten, wenn es die ersten kalten Tage erlebt hat. Rosenkohl enthält 4,7% wertvolles Pflanzeneiweiß mit Aminosäuren, die der Körper besonders gut aufnimmt, außerdem sehr viel Vitamin C, A und B und Kalzium, Eisen und Magnesium. Den vitaminreichen Rosenkohl solltet ihr möglichst schnell verarbeiten. Sind die Außenblätter gelb, dann ist der Rosenkohl schon zu lange gelagert. Die Röschen können fein mariniert oder sogar roh als Salat gegessen werden. Rosenkohl zu kochen dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Dass sich die feinen Knospen auch in einen tollen Auflauf für den Alltag verwandeln können, beweisen wir euch im Video, das Rezept ist natürlich auch dabei:

 

Rosenkohlauflauf
Von: Eliane Neubert, Länge: 1:28 Minuten, Aufrufe: 13.327

Das Rezept zum Video:

Wirsing öffnet seinen Kopf wie eine Blüte mit gekrausten, grünen Blättern. Er hat einen kräftigen Geschmack. Im Wirsing enthaltenen Vitamine C, E und die seltene Folsäure sorgen für schöne, glatte Haut und kräftiges Haar. An Mineralstoffen sind Kalzium und Jod besonders hervorzuheben. Angeboten wird Wirsing das ganze Jahr über, besonders zart ist aber der Frühjahrswirsing. Beim Einkauf solltet ihr auf die Festigkeit der Köpfe achten. Die Größe spielt für die Qualität keine Rolle. Wirsing welkt schnell – im Kühlschrank hält er sich ungefähr fünf Tage, im Keller auf einen Lagerrost gelegt, bleibt er etwa vier Wochen lang frisch. Der Kohl schmeckt sowohl roh als auch gekocht. Er eignet sich für herzhafte Eintöpfe, für Wirsingrouladen oder als Gemüsebeilage.

Kohl-Exoten: Chinakohl und Kohlrabi

Chinakohl stammt aus einer großen asiatischen Kohlfamilie. Die bis zu 1 kg schweren Köpfe bieten viele Vorteile: Sie schmecken zart und sind meist bekömmlicher als andere Kohlsorten. Für seinen feinen Geschmack sorgen die Senföle (Glucosinolate). Diese sollen das Immunsystem stärken, das Wachstum von Mikroorganismen verhindern und der Krebsentstehung vorbeugen. Man kann Chinakohl roh, z. B. in Salaten verwenden, schmoren oder dünsten. Frisch ist er, wenn die Blätter fest geschlossen und gelblich bis hellgrün sind. Im Gemüsefach des Kühlschrankes hält Chinakohl sich ca. 10 Tage lang frisch.

 

Kimchi
Von: Fabio Haebel, Länge: 6:31 Minuten, Aufrufe: 2.929

Das Rezept zum Video:

Kohlrabi gehört zwar auch zu der Kohlfamilie, wird aber als eigenständiges Gemüse gehandelt, denn Kohlrabi bildet sich weder aus Blüten noch aus Blättern, sondern aus der Wurzelknolle. Das bereits im Frühjahr angebotene Gemüse hat einen mildsüßen, zarten Geschmack und ist gut bekömmlich. Kohlrabi sollte mit einer Größe von ca. 8 – 10 cm Durchmesser geerntet werden, denn dann ist er besonders zart und hat reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Kohlrabi solltet ihr etwa acht bis zwölf Minuten kochen. Aus Kohlrabi könnt ihr aber auch eine wunderbar cremige Suppe zaubern.

Leichte Kohl-Rezepte mit Blumenkohl und Brokkoli

Brokkoli schmeckt besonders fein und dezent nach Kohl. Sein Vitamingehalt ist hoch und 100 g Brokkoli enthalten mehr Vitamin C als ein kleines Glas frisch gepresster Orangensaft. Man verwendet nicht nur die zarten Röschen, sondern auch die fleischigen Stiele, die ähnlich wie Spargel schmecken. Daraus könnt ihr einen Brokkoliauflauf zubereiten, eine Brokkolicremesuppe oder einfach blanchiert als gesunde Beilage. Brokkoli ist licht- und wärmeempfindlich und sollte rasch verwendet werden. Die Stiele und Blätter sollten beim Kauf knackig grün, die Blütenknospen eher blaugrün und in jedem Falle noch geschlossen sein.

Blumenkohl gehört zu den beliebtesten Sorten Kohl und ist im botanischen Sinne tatsächlich eine Kohlblume. Blumenkohl ist besonders reich an Vitamin C, Folsäure, Kalium, Vitamin B6 und Nikotinsäure. Zudem enthält er Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Jod und Fluor. Sein besonderer Anteil an Zitronen- und Apfelsäure macht ihn zum Bekömmlichsten unter den Kohlsorten. Die Röschen sollten dicht geschlossen und weiß sein. Frischer Blumenkohl hält sich ungewaschen in einem perforierten Kunststoffbeutel im Kühlschrank etwa zehn Tage. Aus Blumenkohl lassen sich herrliche Leckereien zaubern, wie die Blumenkohl-Bombe, aber auch Low Carb Pizzaboden könnt ihr aus kleingeschnittenem Blumenkohl zubereiten.

Kohl-Rezepte - Gerichte aus der Kohlküche

Gnocchi-Pfanne mit Rosenkohl

zum Rezept

Hähnchenbrust in Wirsing

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Rosenkohl-Risotto

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Rotkohlpäckchen mit Bulgur

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Hähnchenbrust nach Szechuan-Art mit Brokkoli

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Schupfnudel-Krautpfanne

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Überbackene, gefüllte Chinakohl-Rouladen auf Bandnudeln

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Würziger Rosenkohleintopf mit Rindfleisch

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Vegetarische Festtagsrolle

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CHEFKOCHPrintMagazin

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Gefüllte Kohlrabi

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Kohlrabilasagne

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Deftige Kohlsuppe

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Panierte Kohlrabischnitzel an Kartoffel-Kohlrabiblätter-Püree

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Heikes Rotkohl-Tarte

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Rotkohl-Auflauf mit Hackfleisch unter der Kartoffelhaube

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Bunter Wintereintopf

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Chinakohl mit Mandarinen

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Gnocchi-Pfanne mit Rosenkohl
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Hähnchenbrust in Wirsing
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Von Kohl-Liebhaber zu Kohl-Liebhaber: Egal, welche Kohl-Sorte ihr zubereitet – nach dem Kochen bleibt nicht nur schmutziges Geschirr zurück, sondern auch der typisch strenge Geruch. Dafür gibt es aber eine schnelle Lösung: einen Schuss Essig, ein Stück Brot oder etwas Kümmel in das Kochwasser geben. Wir wünschen euch viel Spaß in der Kohlküche und einen guten Appetit!