In Deutschland gibt es mehr als 1500 verschiedene Wurstsorten. Etwa die Hälfte davon machen die Spezialitäten aus, die wir einfach als „Würstchen“ bezeichnen und die vor dem Essen heiß gemacht werden. Erfunden wurde das Wurstmachen in Deutschland nicht, aber perfektioniert.
Würstchen haben bei uns eine Jahrhunderte alte Tradition. Die handwerkliche Kunst deutscher Metzger, nach alt überlieferten Rezepten zu arbeiten, haben deutschen Würstchen ein hohes Ansehen verschafft. Thüringer, Frankfurter, Wiener, Nürnberger und Co. sind in ganz Europa und auch in der neuen Welt berühmt.
Das Wort „Wurst“ stammt aus uralten Zeiten. Schon die Vorläufer der Germanen hatten ihr Herz für Würste entdeckt. Nach Ansicht von Sprachforschern soll das germanische „wursti“ soviel wie "durcheinanderbringen" bedeuten oder auch "gedreht" oder" Walze". Jedenfalls gab die Art der Herstellung den Namen.
Die Sumerer stellten schon vor ca. 5000 Jahren Würste her, die Kelten liebten Bratwurst mit Salzbohnen, bei den Römern gab es Tomacula (Bratwurst), Lucanicae (Schweinswurst) und Botuli (Blutwurst), im Reiche Karls des Großen gab es sogar mobile Stände, bei denen Bratwurst angeboten wurde und zur Zeit der Minnesänger wurde die „Pratwurst“ in Liedern gepriesen.
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