Pfifferlinge - Gaumenschmaus aus dem Wald

Pfifferlinge - Kleine Hutträger mit großem Geschmack

Pfifferlinge sind einfach köstlich und haben von Juni bis November Saison - sie lassen sich wunderbar selbst sammeln und zubereiten. Verwöhnen auch Sie sich mit den kleinen Hutträgern - machen Sie einen ausgedehnten Waldspaziergang und stöbern Sie anschließend in unseren Rezepten mit Pfifferlingen!

Pfifferlinge

Wer gerne durch den Wald streift, erlebt nicht nur entspannte Momente der Ruhe und Friedlichkeit, sondern begibt sich auf eine Genusswanderung. Der Duft von Nadelbäumen, Moos sowie Pilzen ist nahezu betörend und weckt die Lust auf eine köstliche Pilzmahlzeit! Einer der beliebtesten Speisepilze unserer Heimat ist der Pfifferling, aufgrund seiner dottergelben Farbe auch Eierschwamm(erl) genannt. Wer Pfifferlinge zufällig entdeckt, kann sich freuen, denn der Bestand ist in unseren Wäldern in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Wer sich nicht auf sein Pilzsammelglück verlassen möchte, der kann seine Pfifferlinge selbstverständlich kaufen. Dabei sollte einem jedoch klar sein, dass es sich um Importe handelt, denn in Deutschland darf der Pfifferling aufgrund des starken Rückgangs in unseren Wäldern nur noch für den Eigenbedarf gesammelt werden.

Pfifferlinge einkaufen - worauf Sie achten müssen

Beim Einkauf ist die Qualität der Pfifferlinge für höchsten Genuss obligatorisch. Die Pfifferlinge sollten offen angeboten werden - entweder in kleinen Körbchen oder einer großen Kiste, von der die gewünschte Menge in eine Papiertüte gegeben wird. Plastiktüten lassen Pfifferlinge hingegen nicht atmen, sie fangen an zu schwitzen. Hände weg von bereits nassen Pfifferlingen - diese sind nicht mehr so aromatisch und wiegen zudem mehr. Der leicht pfeffrig schmeckende Pfifferling sollte immer schön trocken sein, möglichst fest und knackig und einen angenehmen Duft nach Wald verströmen.

Druckstellen, Feuchtigkeit oder Verfärbungen sind hingegen ein Zeichen von nicht mehr optimaler Frische. Sehen Pfifferlinge gar glasig aus, sollten Sie diese lieber ganz liegen lassen.

Pfifferlinge putzen

Pfifferlinge sollte man, wie jeden Pilz, nicht zu lange auf ihre Weiterverarbeitung warten lassen, denn frisch schmecken Pfifferlinge am besten. Sollten Sie Pfifferlinge doch einmal im Voraus kaufen, legen Sie sie, schön ausgebreitet, auf ein mit Küchenpapier ausgelegtes Backrost und bedecken sie mit einem Handtuch.

Pfifferlinge putzen

Geputzt werden Pfifferlinge immer erst kurz vor der Zubereitung. Je kleiner der Pilz ist, desto kräftiger schmeckt er - dann gibt es zwar auch mehr zu putzen, doch die Arbeit lohnt sich. Sind Pfifferlinge sehr sandig, wird meist geraten, sie kurz unter fließendem Wasser abzuspülen. Auch wenn dies nur kurz ist, zieht der Pilz dabei schon Feuchtigkeit und verliert an Aroma. Schmackhafter bleiben Pfifferlinge, wenn man die Pilzhaut von den Lamellen bis zum Stiel mit einem kleinen Messer abschabt, sodass das weiße Fleisch zum Vorschein kommt. Etwas angetrocknete Stellen, z.B. die Schnittstelle am Fuß, können weggeschnitten werden. Verunreinigungen auf oder am Hut der Pfifferlinge kann man ebenfalls leicht abschaben oder mit Küchenpapier sorgfältig abputzen.

Pfifferlinge zubereiten

Kleine Pfifferlinge verwendet man im Ganzen, größere Exemplare werden einfach in mundgerechte Stücke zerschnitten. Roh sollten Pfifferlinge nicht verzehrt werden - zur besseren Verträglichkeit und aus Schutz vor Parasiten also immer erhitzten! Die beliebteste Zubereitungsmethode für Pfifferlinge ist das kurze Anbraten, denn dabei entwickelt der Pilz sein Aroma vollständig. Achten Sie dabei darauf, nie zu viele Pfifferlinge in die Pfanne zu geben, denn dann dünsten die Pilze aufgrund des Wasserverlustes eher als zu braten. Eines der einfachsten Gerichte mit Pfifferlingen ist nach dem Anbraten schon verzehrbereit. Die gebratenen Pilze können noch mit Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch oder Petersilie gewürzt werden, allerdings ist hier Fingerspitzengefühl gefragt, denn der Pfifferlingsgeschmack sollte nicht überdeckt werden. Salz wird immer erst nach dem Garen der Pfifferlinge hinzugefügt, denn es entzieht dem Pilz Wasser und macht ihn somit hart. Dieses einfache Grundrezept für Pfifferlinge wird von vielen gerne mit einem untergerührten Ei verfeinert – dazu ein frische Scheibe Brot und das Festmahl kann beginnen!

Auf der nächsten Seite haben wir köstliche Rezepte mit Pfifferlingen für Sie zusammengestellt! Tipps zum Umgang mit dem beliebten Speisepilz finden Sie außerdem in unserem Video "Pilze und ihre Verwendung in der Küche!"