Kulinarische Reise um die Welt


Zweites Reiseziel: Russland

Wir haben Russland auf unserer Weltreise hinter uns gelassen - was für und Land! Neben den beeindruckenden Städten wie St. Petersburg und Moskau ist es vor allem die unglaubliche Weite und Größe dieses Landes, die mich sehr stark beeindruckt hat. An vielen, vielen Tagen bestand unsere Verpflegung deshalb leider aus chinesischen Nudelsuppen, denn wir waren auch tagelang in der transsibirischen Eisenbahn unterwegs. Und da man in der Sommerhitze nur bedingt frische Sachen in den Zug mitnehmen konnte, das Zugrestaurant auf Dauer recht teuer ist, man aber immer heißes Wasser aus dem Samowar zur Verfügung hat, waren die Nudelsuppen sehr praktisch. Auch unsere ganzen russischen Mitreisenden haben diese Technik verwendet, und es heißt doch: Bist Du in Rom, mach es wie die Römer. Aber selbstverständlich hat sich die russische Küche auch von einer interessanten Seite gezeigt.

Als Weltreisende unterwegs zu sein, heißt auch, nicht ständig in Restaurants gehen zu können. Das ist auf Dauer einfach zu kostspielig. So versorgt man sich oftmals selbst im Hostel, oder man versucht auf günstige Snacks auszuweichen, da man ja auch etwas von der Landesküche mitbekommen möchte. Ich fand es unglaublich interessant zu sehen, dass sich Russland trotz aller Modernität eine Ursprünglichkeit erhalten hat. Am Besten zu erkennen daran, dass hier nicht die typischen Fast-Food-Ketten die Innenstädte pflastern, sondern, dass es eigenes, russisches Fast-Food gibt. Es gibt beispielsweise zwei russische Schnellrestaurants in denen man lecker und günstig die typischen Blinis mit verschiedenen Füllungen, Suppen, Weizengrütze mit Beilage oder Kartoffeln mit unterschiedlichen Topping zu sich nehmen kann… fern ab von Burger & Co. Das fand ich sehr spannend, da es mal wieder beweißt, dass man mit etwas Einfallsreichtum und Mut dem Einheitsbrei auch gut entgehen kann.

Ein weiteres Fast-Food Highlight waren für mich die Cheburek, ein würzig gefüllter Teigfladen, der frittiert, in endlos vielen Buden in Moskau verkauft wird und einfach im Vorbeigehen gegessen wird. Er ist dann noch ganz warm, außen knusprig und innen fluffig. Er ist allerdings auch eine wahre Kalorienbombe, weshalb man ihn mit Vorsicht genießen sollte und mir ein ums andere Mal die Frage in den Kopf schießt: Wie schaffen das nur die Russinnen bei diesen Speisen so schlank und atemberaubend schön zu bleiben?!?! Es ist mir ein Rätsel, das ich bisher leider nicht lüften konnte. Sollte ich noch dahinter kommen seid Ihr die Ersten, die es erfahren! ;-)

Rezept: Cheburek

Zutaten für den Teig:
  • 1 Becher Kefir oder Buttermilch
  • 1 Becher Schmand
  • 3 Eier
  • 1-2 Päckchen Backpulver oder 1 TL. Natron
  • 2 EL. Zucker
  • 1 TL. Salz
  • Mehl
Zutaten für die Füllung:
  • 500 g Hackfleisch halb und halb
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Bund Dill
  • Salz und Pfeffer
Sonstiges:
  • Öl zum frittieren
Zubereitung:
  • Aus den Eiern verquirlen und mit dem Kefir und dem Schmand vermengen. Einen Becher Mehl mit dem Backpulver, Zucker und Salz mischen und das Mehl nach und nach zu der Eier-Masse geben. Den Teig ordentlich verkneten und so lange Mehl hinzufügen, bis man den Teig mit den Händen bearbeiten kann.
  • Der Teig sollte elastisch und nicht zu fest werden.
  • Für die Füllung die Zwiebeln fein Würfeln und in etwas Öl leicht andünsten. Etwas auskühlen lassen und zum Hackfleisch geben. Den Dill klein schneiden und ebenfalls hinzufügen. Das Hackfleisch ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Nun eine faustgroße Portion von dem Teig nehmen und mit feuchten Händen sehr flach drücken so dass ein großer Fladen entsteht.
  • Etwas von der Hackfleischmasse auf die Mitte des Teiges verteilen und die Ränder von dem Fladen von den Seiten ringsherum über das Hackfleisch legen und immer wieder festdrücke
  • Zuletzt den Fladen wieder kreisrund formen und erneut etwas flach drücken.
  • In einer Pfanne ausreichend Öl zum frittieren erhitzen. Das Öl sollte dabei nicht zu heiß sei
  • Den Cheburek vorsichtig von beiden Seiten ausbacken bis er goldbraun ist.
  • Zum servieren einfach in der Mitte falten und genießen.

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Artikel vom 19.08.2010
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